Du legst alte Zeitungen unter die Matratze, weil es gegen Feuchtigkeit helfen soll — und wunderst dich, warum Käfer & Co. trotzdem auftauchen? Ich habe festgestellt: Dieses „Hausmittel“ macht oft mehr kaputt als es heilt. Lies weiter, weil du das heute noch ändern solltest, bevor du einen echten Befall hast.
Warum Zeitungspapier das Problem verschlimmert
Viele übersehen, dass Zeitungspapier kein Trockner ist. Zeitungspapier zieht Feuchtigkeit an und speichert sie — genau die Bedingungen, die Schädlinge lieben.
- Papier saugt Nässe und bleibt lange feucht – perfekt für Silberfische.
- Zwischen den Blättern entstehen kleine Verstecke für Milben und Sporen.
- Bei Heizungsausfällen im Winter kann das Papier muffig werden und Gerüche im Schlafzimmer verstärken.
- Für Mieter: Feuchte unterm Bett kann später zu Ärger mit dem Vermieter führen (Schimmelgefahr).
Ich habe in meiner Praxis öfter genau das gesehen
Bei Hausbesuchen in Altbauwohnungen in Berlin und München habe ich mehrfach Zeitungspapier unter Betten gefunden. Bewohner dachten, sie tun etwas Gutes – oft endete es mit Silberfischbefall oder Stockflecken an Lattenrost und Matratze.

Was tatsächlich passiert — kurz und konkret
- Feuchtigkeit + Papier = dauerhaft feuchtes Mikroklima
- Feuchtes Papier = Nährboden für Schimmelsporen
- Risse und Falten = Versteck für kleine Insekten
- Staub zwischen den Blättern = perfekte Bruträume für Milben
Übrigens: In deutschen Altbauten mit hoher Luftfeuchte im Winter ist das Risiko besonders groß. Und im Sommer ziehen warm-feuchte Nächte in manchen Regionen ebenfalls Schädlinge an.
Was Schädlingsbekämpfer stattdessen empfehlen
Es gibt einfache, lokal verfügbare Alternativen — viele davon bekommst du bei DM, Hornbach, OBI oder online in wenigen Tagen.
- Atmungsaktive Matratzenunterlage (atmungsaktiv, feuchtigkeitsregulierend)
- Feuchtigkeitsabsorber mit Silica-Gel oder Bentonit (für Schlafzimmer geeignet)
- Klebefallen an Fußleisten gegen Krabbler
- Regelmäßiges Lüften nach der Draußen-Kälte (Stoßlüften, 5–10 Minuten, 2–3× täglich)
- Matratze und Lattenrost regelmäßig absaugen und drehen
Ein Lebensretter-Hack, der wirklich funktioniert
Ich habe dieses Routine-Protokoll in vielen Haushalten getestet — deutlich weniger Probleme, weniger Panik, weniger Schädlingsbesuch:
- Schritt 1: Zeitungspapier sofort entfernen — entsorgen oder recyceln.
- Schritt 2: Matratze absaugen (Stoff-Polster-Aufsatz), Lattenrost prüfen.
- Schritt 3: Einen Feuchtigkeitsabsorber (5–10 € bei DM/ROSSMANN) aufstellen.
- Schritt 4: Atmungsaktive Unterlage oder Molton-Matratzenbezug anbringen.
- Schritt 5: 1× im Monat Kontrolle: Ecken, Fußleisten, Geruch, kleine braune Punkte (Kot von Silberfischen).
Einfacher als Zeitungspapier: Prävention mit kleinen, gezielten Maßnahmen. Die Kosten sind gering — in Deutschland oft unter 30 € für alles Nötige — und du sparst dir Wochen Ärger.

Wenn du schon ein Problem hast
Keine Panik, aber zügig handeln:
- Ruhe bewahren, Zeitungspapier weg, betroffene Stellen gründlich säubern.
- Fotos machen (für Vermieter oder Schädlingsbekämpfer).
- Bei sichtbarem Befall: professionelle Hilfe rufen — in Deutschland bieten viele Kammerjäger kostenlose Erstchecks an.
- Bei Mietwohnungen: schriftlich den Vermieter informieren (Schadensminderungspflicht beachten).
Zum Schluss — was ich dir wirklich ans Herz lege
Du willst weniger Stress und keine nächtlichen Überraschungen im Schlafzimmer? Dann entferne das Zeitungspapier heute, mach die 10-Minuten-Kontrolle und gib ein paar Euro für einen Feuchtigkeitsabsorber aus. Ich habe damit in vielen Wohnungen echte Entspannung zurückgebracht — und du wirst nachts besser schlafen.
Und jetzt du: Hast du Zeitungspapier unterm Bett gefunden oder schon mal einen Silberfisch-Schock erlebt? Schreib kurz, was passiert ist — ich antworte.









