Zeitungspapier unterm Bett: Der 100-Jahre-Trick gegen Feuchtigkeit

Du stellst beim Aufräumen plötzlich feuchte Stellen unter dem Bett oder riechst Moder? Das passiert besonders jetzt, wenn Regen und feuchte Luft in Deutschland wieder zunehmen. Lies weiter — ich habe das selbst in meiner Berliner Altbauwohnung ausprobiert und erkläre, wie dieser alte Haushaltstrick tatsächlich funktioniert und wann er gefährlich wird.

Warum das alte Rezept noch hilft

Viele übersehen: Papier nimmt Feuchtigkeit auf, bevor sie in Matratzen oder Fußboden eindringt. Das ist kein Hexenwerk — es ist einfache Physik.

In meiner Praxis als Haushaltstester habe ich zwei Monate lang verschiedene Varianten probiert: flach liegende Zeitungsbögen, zerknüllte Seiten und kleine Papierpakete in einer Schale. Ergebnis: richtig platziert reduzieren sie temporär stehende Feuchtigkeit und muffigen Geruch.

Wann dieser Trick sinnvoll ist

  • Bei leichter Feuchtigkeit durch schlechte Lüftung (z. B. in Herbst und Frühling).
  • Wenn Du in einer kühlen Berliner Altbauwohnung oder Kellerwohnung lebst, wo Kondensat entsteht.
  • Als kurzfristige Maßnahme nach nassem Schuhwerk oder tropfenden Sporttaschen.

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So machst Du es richtig — Schritt für Schritt

Ich habe das für Dich konkret und praktisch getestet. Folge diesen drei Schritten:

  • Material vorbereiten: Alte Tageszeitungen (keine Hochglanzmagazine), ein flacher Kunststoffbehälter oder eine alte Auflaufform, eventuell ein Hygrometer (bei Bau- oder Elektronikmärkten ab ~5–10 €).
  • Seiten falten oder locker zerknüllen — ich empfehle 4–8 Lagen pro Päckchen. Flach gelegt saugen sie langsamer, zerknüllt bieten mehr Oberfläche.
  • Behälter mit Papier an den Stellen platzieren, wo sich die Feuchte sammelt: unter dem Bett, nahe Außenwänden oder unter Regalen. Kontrolliere alle 7–14 Tage und tausche feuchte Zeitungen aus.

Praktischer Zusatzhack: Lege eine dünne Baumwolltuch-Schicht zwischen Papier und Matratze oder Boden. Das verhindert Tintenspuren und lässt sich leicht waschen.

Wie oft wechseln?

  • Hohe Luftfeuchte (über 60 %): alle 7–10 Tage wechseln.
  • Normale Feuchte (40–60 %): alle 2–4 Wochen.
  • Sichtbarer Schimmel oder andauernde Nässe: sofort handeln — Zeitung reicht dann nicht mehr.

Was Du zusätzlich tun solltest

Nur Zeitung ist kein Ersatz für richtiges Lüften oder Dämmung. In Deutschland sind die folgenden Punkte oft entscheidend:

  • Lüfte regelmäßig kurz und kräftig (Stoßlüftung), besonders nach dem Duschen oder Wäsche trocknen in der Wohnung.
  • Trockne Wäsche möglichst draußen oder im Keller mit Entlüftung; in Stadtwohnungen verwenden viele ein Heizkörperlüfter oder den Wäschetrockner.
  • Benutze ein günstiges Hygrometer (Drogeriemarkt oder online) — Ziel: etwa 40–60 % relative Luftfeuchte.

Was Du vermeiden musst

  • Zeitung nicht direkt auf empfindliche Möbel oder Matratzen legen — Tintenspuren möglich.
  • Keine offene Flamme in der Nähe halten. Papier ist brennbar.
  • Bei sichtbarem Schimmel: sofort den Vermieter informieren und professionelle Sanierung in Erwägung ziehen. Zeitung hilft dann nicht.

By the way: Ich habe Zeitungspapier mit Silikagel und Katzenstreu verglichen. Zeitung ist billig und lokal verfügbar (Kiosk, kostenlose Wochenblätter, oder alte Tageszeitungen). Silikagel ist effizienter, aber kostet mehr — ideal für Schränke oder Elektronik.

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Warum das funktioniert — kurz erklärt

Papier nimmt Wasser aus der Luft auf, ähnlich wie ein Kaffeefilter Flüssigkeit festhält: es erhöht die Oberfläche, an der Kondensat gebunden wird. Das ist temporär effektiv, aber kein Ersatz für Baumaßnahmen oder Entfeuchter.

Fazit

Der Zeitungstrick ist ein einfacher, günstiger Ersteinsatz gegen leichte Feuchtigkeit — besonders praktisch in deutschen Wohnungen, wo Wäsche auf Heizkörpern und kalte Außenwände häufig sind. Er hilft schnell gegen Muffgeruch und sammelt Kondensat, ersetzt aber nicht fachliche Hilfe bei echtem Schimmel oder Wasserschäden.

Und Du? Hast Du diesen Trick schon mal ausprobiert oder ein besseres DIY‑Gegenmittel gegen Feuchtigkeit unter dem Bett? Schreib’s in die Kommentare — ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

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