Du wachst nachts und riechst diese muffige Note, oder findest dunkle Flecken am Bettgestell? Schimmel unter dem Bett ist in deutschen Wohnungen nach dem Winter häufiger, als du denkst. Lies jetzt, bevor die Saison richtig losgeht — das kann dir hunderte Euro und Nerven sparen.
Warum alte Zeitung mehr kann, als du denkst
Ich habe festgestellt: Viele unterschätzen Papier als Feuchtigkeitsfänger. Gedrucktes Papier saugt Kondenswasser auf wie ein kleines Tuch — kurzzeitig.
Zeitungspapier kann kurzfristig Feuchtigkeit binden, besonders in schlecht durchlüfteten Räumen oder bei älteren Dielenböden. Es ist nicht die Lösung für massive Feuchtigkeitsprobleme, aber als erste Gegenmaßnahme überraschend effektiv.
Wie das physikalisch funktioniert
Stell dir das wie einen Kaffeefilter vor: Das Papier nimmt Wasser auf, bevor es in die Holzstruktur oder Matratze gelangt. Außerdem verhindert es minimalen Kontakt zwischen feuchtem Boden und Stoffen — das reduziert Sporenbildung.

Wann Zeitung nicht hilft — und wann du den Profi rufen musst
Ich habe in meiner Praxis Fälle gesehen, wo Zeitung nur kaschierte. Wenn du schwarze, grüne oder samtige Flächen siehst, ist das weit über „vorbeugend“.
- Wenn die Flecken sich ausbreiten: Handeln jetzt — Vermieter informieren oder Schimmelgutachter.
- Wenn Wände kalt sind und Tapeten abstehen: Ursache ist oft schlechte Dämmung oder undichte Rohre.
- Bei gesundheitlichen Problemen (Husten, Allergien, Kopfschmerz): Sofort reagieren.
Praktischer Hack: So nutzt du Zeitungspapier richtig (Schritt-für-Schritt)
Ich habe das mehrere Winter getestet — hier die Routine, die funktioniert:
- Schritt 1: Raum vorbereiten. Bett anheben, Boden fegen und trocken wischen.
- Schritt 2: Zeitung lagern. Mehrere Lagen Zeitung flach auslegen oder leicht zusammenrollen und unter die Bettlatten legen.
- Schritt 3: Hygrometer platzieren. Baue ein kleines Messgerät (ab ~5–10 € bei Obi, Bauhaus, oder online) in die Nähe — Ziel: 40–60% relative Luftfeuchte.
- Schritt 4: Regelmäßig wechseln. Alle 10–14 Tage frische Zeitung oder bei sichtbarer Durchfeuchtung sofort tauschen.
- Schritt 5: Kombiniere mit Stoßlüften. Zwei- bis dreimal täglich kurz und kräftig lüften — besonders nach dem Duschen oder Trocknen von Kleidung.
Übrigens: Lege die Zeitung nie direkt auf die Matratze — die Druckerschwärze kann abfärben. Wenn du empfindlich bist, verwende ein dünnes Baumwolltuch zwischen Papier und Körpern.
Was du zusätzlichen aus dem deutschen Einzelhandel holen kannst
Ich kombiniere Zeitung mit günstigen Feuchtigkeitsabsorbern aus DM oder Rossmann (5–10 €). In Kellern helfen Calciumchlorid-Behälter aus dem Baumarkt (Hornbach, Bauhaus).
- Silica‑Gel‑Beutel für Kommoden und Schubladen.
- Große Feuchtigkeitsfallen (Calciumchlorid) für den Keller.
- Hygrometer zur Kontrolle — kein Hokuspokus, du siehst sofort, ob das Papier wirkt.

Vorsicht: Risiken und Mythen
Viele denken, Zeitung sei eine dauerhafte Lösung. Das ist sie nicht. Ich habe Mieter gesehen, die Zeitung monatelang ließen — das Papier wurde selbst zum Nährboden.
- Mythos: Zeitung tötet Schimmel. Falsch — sie bindet nur Feuchte kurzfristig.
- Risiko: Bei bereits sichtbarem Schimmel kann Papier das Problem verschleppen.
- Sicherheitsregel: Bei großflächigem Befall immer Experten rufen — das spart langfristig Geld.
Kurze Checkliste für die nächsten 48 Stunden
- Überprüfe unter dem Bett — sind Feuchtigkeitsflecken oder Geruch da?
- Leg Zeitung flach und trockne den Boden.
- Kauf ein Hygrometer (5–10 €) und kontrolliere die Luftfeuchte.
- Ersetze Zeitung regelmäßig und kombiniere mit Feuchtigkeitsabsorbern.
Bei sichtbarem Schimmel: sofort handeln — das ist keine Ecke zum Sparen.
Fazit
Zeitungspapier ist kein Zauber, aber ein cleverer, kostenloser Erstschutz — besonders in deutschen Altbauwohnungen mit kalten Dielen oder in Kellern. Es fühlt sich gut an, wenn eine minimalistische Lösung kurzfristig Luftfeuchte reduziert. Aber merke dir: Bei echten Schimmelproblemen brauchst du Profis.
Hast du Zeitung unterm Bett ausprobiert oder bessere Tricks? Schreib kurz — welche Methode hat bei dir am besten geholfen?









