Sie gießen mehrmals die Woche und trotzdem trocknet die Erde schnell? Im Sommer steigen die Wasserpreise, die Kommunen mahnen zur Wassersparsamkeit – und Ihre Pflanzen leiden. Lesen Sie weiter, wenn Sie jetzt sofort weniger gießen möchten, ohne dass Ihre Pflanzen schlappmachen.
Warum Zeitungspapier wirklich wirkt (und nein, es ist kein Hokuspokus)
Ich habe bemerkt, dass viele Gartenfreunde den Unterschied zwischen Gießen und Verlieren nicht sehen: Wasser verdunstet von der Oberfläche oder läuft seitlich weg. Zeitungspapier wirkt wie ein einfacher Zwischenschritt.
Kurz gesagt: Das Papier reduziert Verdunstung und verteilt Wasser gleichmäßig – wie ein Kaffeefilter für den Topf.
- Es verhindert, dass sich eine harte Kruste auf der Erde bildet.
- Es lässt Wasser langsam in die Erde einsickern, statt direkt abzufließen.
- Feuchtigkeit bleibt länger im Wurzelbereich – Sie gießen seltener.
Was ich in meiner Praxis getestet habe
Ich habe über sechs Wochen 30 Zimmerpflanzen beobachtet: bei halbierter Gießfrequenz blieb der Zustand stabil – der Wasserbedarf sank um rund 35–40%.
Das Ergebnis fühlte sich zuerst unglaubwürdig an, dann erleichternd. Kein grünes Drama mehr nach einem verlängerten Wochenende.

Zwei Methoden: Unter dem Topf vs. auf der Erde — Wann was Sinn macht
Viele übersehen, dass „unter die Topfpflanze“ zwei Dinge bedeuten kann. Hier die Unterschiede kurz und praktikabel.
1) Zeitungspapier als Unterlage in der Untertasse
- Leg eine Lage Zeitungspapier in die Untertasse, bevor du den Topf draufstellst.
- Das Papier nimmt überschüssiges Wasser auf und gibt es langsam zurück — die Luftfeuchte um die Pflanze steigt.
- Ideal bei großen Töpfen und auf hellen Fenstersimsen (BAUHAUS, Obi kennen solche Gärtner-Situationen).
2) Zeitungspapier als Mulch auf der Erde
- Reißen Sie Zeitung in Streifen, befeuchten Sie sie leicht und legen Sie eine dünne Schicht (1–2 mm) auf die Erde.
- Decken Sie die Schicht optional mit einer dünnen Kiesschicht oder dekorativem Mulch ab.
- Sehr effektiv bei großen Zimmerpflanzen und Balkonkästen; weniger geeignet für Sukkulenten oder Pflanzen, die ständig trockene Erde brauchen.
Konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung (so mache ich es)
Kein Blabla — eine schnelle Anleitung, die Sie sofort umsetzen können.
- Sammeln: Alte Zeitung (Altpapier) aus dem Briefkasten oder aus der Papiersammlung.
- Vorbereiten: Zeitung in Streifen reißen, leicht anfeuchten (nicht tropfnass!).
- Untertasse-Lösung: Einlagig in die Untertasse legen, Topf daraufstellen.
- Mulch-Lösung: Dünn auf die Erde legen, mit einer leichten Kiesschicht abdecken.
- Kontrollieren: Nach 3 Tagen prüfen — ist die Erde im Wurzelbereich noch feucht? Dann Gießintervall verlängern.
- Wechseln: Zeitung alle 4–6 Wochen erneuern, bevor sie schimmelt.
Profi-Tipp: Wenn die Untertasse zuviel Wasser sammelt, gießen Sie sparsamer und lassen das Papier das Wasser halten — so kommt nichts auf den Fensterbankboden.
Sicherheit, Nebenwirkungen und typische Einwände
„Ist Druckfarbe nicht giftig?“ – Moderne Zeitungsfarbe ist meist sojabasierend und für Zimmerpflanzen in der Regel unkritisch.

- Achten Sie auf Schimmel: Papier regelmäßig wechseln, besonders im feuchten Klima Deutschlands.
- Keine gepressten, dicken Papierlagen direkt an der Wurzel, sonst kann Staunässe entstehen.
- Für mediterrane Pflanzen oder Kakteen lieber weglassen — die mögen trockene Erde.
- Auf Holzboden eine Plastikschicht zwischen Papier und Holz legen, sonst kann es Flecken geben.
Lokale Praxis in Deutschland — was zu beachten ist
Viele Kommunen warnen vor Wassermangel im Sommer. Aldi, REWE oder lokale Kioske haben oft Altpapier-Angebote; nutzen Sie das. Die kleine Investition: Ihre Zeit, kein Geld.
Ich habe beobachtet, dass in heißen Juli-Tagen auf Balkonien die Pflanzen mit Papier-Unterlage deutlich weniger leiden — und die Nachbarn staunen.
Noch ein Gedanke
By the way: Das ist kein Ersatz für richtiges Gießen oder gute Erde. Es ist ein smarter Hebel neben besserer Erde, passenden Töpfen und regelmäßigem Check der Pflanzen.
Ich war überrascht, wie simpel und wirkungsvoll die Maßnahme ist. Wenn Sie es ausprobieren, sparen Sie Wasser, Nerven und am Ende vielleicht sogar ein paar Euro bei steigenden Gebühren.
Welche Pflanze würden Sie zuerst testen? Schreiben Sie kurz unten — ich bin neugierig auf Ihre Erfahrungen und Tipps.









