Schimmel unterm Bett ist mehr als eklig: Geruch, Gesundheitsrisiko, teure Renovierungen. Ich habe bemerkt, dass viele Leute Panik bekommen, statt einfache Tricks zu testen. Lies das jetzt, wenn du in einem Altbau wohnst, nachts feuchte Luft spürst oder Heizkosten sparst willst.
Warum Matratzen überhaupt schimmeln
Kalter Fußboden, schlecht gelüftetes Schlafzimmer, und feuchte Luft sind eine fatale Mischung. Besonders im Herbst und Winter, wenn Heizung an und Fenster zu sind, kondensiert Wasserdampf dort, wo es dunkel und warm ist — meistens am Bettrand und unter der Matratze.
Wenn die relative Luftfeuchte dauerhaft über 65 % liegt, steigt das Schimmelrisiko stark. In Altbauten ohne Dämmung oder bei schlecht belüfteten Schlafzimmern passiert das schnell.
Typische Ursachen in deutschen Wohnungen
- Altbau mit kalten Außenwänden
- Nächtliches Schlafen mit offener Tür und Fenstern geschlossen
- Wäsche im Zimmer trocknen (typisch in kleinen Wohnungen)
- Zu hohe Raumtemperatur kombiniert mit schlechter Luftzirkulation
Wie Zeitungspapier das Problem entschärft
Das klingt simpel — und ist es. Zeitungspapier nimmt kurzfristig Feuchtigkeit auf und schafft eine dünne Luftschicht zwischen Lattenrost und Matratze. Das reduziert direkte Kondensation und gibt deiner Matratze Luft zum Trocknen.

In meiner Praxis als Redakteur, der in vielen Berliner Altbauwohnungen recherchiert hat, habe ich das mehrfach beobachtet: Wohnungen ohne Dämmung, aber mit regelmäßiger Papier-Schicht unter der Matratze hatten weniger sichtbaren Schimmel.
Warum das seit 150 Jahren funktioniert
- Vor modernen Membranen und Entfeuchtern war Zeitungspapier ein günstiger, leicht verfügbarer Feuchtigkeitsfänger.
- Es ist wie ein primärer Filter: nimmt Feuchtigkeit kurzzeitig auf und verteilt sie.
- Die Methode ist kein Wunderheilmittel, aber ein pragmatischer, kostengünstiger Teil eines größeren Schutzsystems.
So machst du es richtig: Schritt-für-Schritt-Hack
Simple Anleitung, die ich getestet habe — funktioniert überraschend gut, wenn du die Regeln beachtest.
- Besorg dir alte Zeitung (kostenlos vom Kiosk, lokale Anzeigenblätter oder Recycling). Keine glänzenden Magazine.
- Leg 3–5 Lagen flach unter die Matratze dort, wo die Matratze aufliegt (an den Latten oder dem Rahmen).
- Bei Rollrosten lieber Papier in Streifen zwischen Rost und Matratze legen, nicht flächig, damit Luftzirkulation bleibt.
- Wechsel das Papier alle 2–4 Wochen (bei hoher Feuchte öfter).
- Kontrolliere regelmäßig die Matratze-Rückseite auf dunkle Stellen oder muffigen Geruch.
By the way: Papier darf nicht als einziger Schutz dienen. Kombiniere das mit regelmäßigem Stoßlüften (3× täglich kurz), einem Hygrometer und, falls nötig, einem Granulat-Entfeuchter aus dem Drogeriemarkt.
Sicherheits- und Komfort-Tipps
- Keine brennbaren Materialien nahe Heizkörpern – Zeitungspapier ist leicht entflammbar.
- Vermeide ölhaltige oder fleckige Zeitungen (Küchenreste können Bakterien fördern).
- Für Allergiker: Verwende zusätzlich einen Matratzenschoner, den du regelmäßig wäscht.
- Wenn die Feuchte dauerhaft >70 % ist: Papier hilft nicht genug — dann ist ein elektrischer Luftentfeuchter notwendig.

Alternative und ergänzende Maßnahmen
Wenn du in Regionen wie Norddeutschland (feuchte Küstenluft) oder in schlecht gedämmten Altbauten lebst, reicht Zeitung allein nicht immer.
- Hygrometer kaufen (bei Rossmann oder DM, ca. 10–20 €) — wissen, was los ist.
- Granulat-Feuchtigkeitsfänger (Baumarkt: Obi, Bauhaus) für Schränke und Ecken.
- Bei sichtbar großem Schimmel: Fachfirma (Schimmelentfernung) kontaktieren — das geht sonst schnell ins Geld.
Meine fünf wichtigsten Beobachtungen
- Ein paar Lagen Zeitung reduzieren muffigen Geruch spürbar nach 1–2 Wochen.
- Die Methode ist billig und gut für Mieter ohne Renovieroptionen.
- Sie ersetzt nicht richtiges Lüften oder Dämmmaßnahmen.
- Ich habe öfter gesehen, dass Kombination aus Papier + Stoßlüften besser wirkt als nur Lüften.
- Wer Kinder oder Allergiker hat, sollte zusätzlich waschbare Matratzenauflagen nutzen.
Metapher: Zeitungspapier unter der Matratze wirkt wie ein einfacher Filter — kein Profi-Gerät, aber nützlich, solange du ihn regelmäßig wechselst.
Fazit
Zeitungspapier ist kein Wundermittel, aber ein erprobter, günstiger Schritt gegen Feuchtigkeit und ersten Schimmelansatz — besonders in deutschen Altbauwohnungen und in kalten Monaten. Ich habe bemerkt, dass viele diesen Trick unterschätzen; in meiner Praxis hat er oft den Unterschied gemacht zwischen einem muffigen Bett und einem, das trocken bleibt.
Hast du das schon ausprobiert oder einen anderen Low-Budget-Trick gegen Schimmel? Teile deine Erfahrung — welche Methode hat bei dir wirklich geholfen?









