Zugluft, Farbspritzer, Dreck beim Renovieren — das sind die kleinen Katastrophen, die dein Wochenende ruinieren. Ich habe bemerkt, dass ein einfacher Zeitungstreifen oft mehr Schutz bringt als teure Dichtungen oder Panikkäufe im Baumarkt. Lies weiter, wenn du jetzt gerade einen Handwerker erwartest oder selbst gerade streichst: Das kann dir Zeit, Ärger und 10–50 € sparen.
Warum Handwerker manchmal Zeitung benutzen
In meiner Praxis auf Baustellen und bei kleinen Renovierungen zeigte sich: Handwerker greifen zum Alten, weil es schnell, flexibel und überall verfügbar ist. Zeitung ist leicht, formbar und fängt sowohl Staub als auch Farbe ab.
- Schutz vor Farbtropfen und Kleberresten
- Temporäre Abdichtung gegen Wind und Staub
- Schnelle Polsterung bei beweglichen Scharnieren oder schwellenlosen Türen
Das bedeutet nicht, dass Zeitung immer die beste Wahl ist — aber oft die praktischste.
Wann das nicht funktioniert
Viele übersehen die Grenzen: Zeitung saugt Feuchtigkeit und kann Tinte auf empfindliche Böden übertragen. Bei starkem Regen oder dauerhafter Abdichtung ist sie ungeeignet.

- Nicht bei Nässe oder draußen im Regen verwenden
- Keine direkte Verwendung auf hellem Parkett ohne Schutzschicht
- Bei Baustellen mit grobem Schmutz lieber stabile Kartonagen oder Gummi-Dichtungen
So machst du es richtig: Schritt-für-Schritt
Ich habe das mehrfach ausprobiert — im Winter gegen Zug und beim Malern gegen Farbtropfen. Folge diesen Schritten, dann läuft’s sauber.
- Material bereitlegen: alte Zeitung(en), Paketband oder Kreppband, optional dünne Plastikfolie (z. B. von einer Einkaufstüte).
- Falte die Zeitung längs so, dass ein ca. 5–8 cm breiter Streifen entsteht.
- Lege den Streifen an die Unterkante der Tür — außen oder innen, je nach Bedarf.
- Fixieren: Ein kleines Stück Paket- oder Kreppband an den Enden reicht meist. Bei empfindlichen Böden zuerst Plastikfolie unterlegen.
- Nach getaner Arbeit: Zeitung sofort entfernen, Boden kontrollieren und Rückstände mit mildem Reiniger abwischen.
Ein kleiner Extra-Trick, den ich nützlich fand: Wenn du die Zeitung kurz feucht (nicht nass) machst und glattstreifst, schmiegt sie sich besser an unebene Schwellen — aber Vorsicht: nur auf robuster Oberfläche.
Welche Alternativen sind sinnvoll in Deutschland?
Wenn du im Baumarkt um die Ecke (Hornbach, Obi, Bauhaus) bist, findest du günstigere Langzeitlösungen:
- Schaumstoff-Dichtungen für Türen — ca. 3–10 €
- Gummi-Doorstops (Türdichtung) — langlebig und wetterfest
- Abdeckfolien und Malervlies für größere Arbeiten (schützt auch Parkett)
Für schnelle Einsätze bleibt Zeitung aber oft der schnellste Weg — besonders wenn du keine 15 Minuten extra fahren willst.

No-Go’s und Fehler, die ich oft sehe
Viele kleben die Zeitung einfach mit starkem Klebeband auf das Parkett. Das endet mit Lackabplatzern oder Tintenflecken. Ein 10-Euro-Fehler, den ich mehrfach gesehen habe.
- Nie starkes Klebeband direkt auf geölte/versiegelte Böden kleben
- Keine nassen Zeitungen auf Holz legen — sie färben ab
- Bei sensiblen Oberflächen immer eine Plastik- oder Vlies-Schicht dazwischen
Merke: Zeitung ist ein temporärer Helfer, kein dauerhafter Ersatz für eine richtige Dichtung.
Mein Fazit — kurz, ehrlich
Zeitung unter die Tür legen ist kein Hexenwerk, aber ein cleverer Quick-Fix. Ich benutze ihn selbst bei spontanen Arbeiten oder wenn der Handwerker kurz warten muss. In Deutschland, wo das Wetter wechselt und der Baumarkt nie weit ist, ist das eine pragmatische Lösung.
Und jetzt du: Hast du diesen Trick schon mal ausprobiert — und welcher Unfall wäre damit vielleicht vermeidbar gewesen? Schreib’s in die Kommentare.









