Du entdeckst morgens einen hässlichen Kratzer im Laminat und denkst: „Das sieht nie wieder gut aus.“ Stopp — bevor Du ein ganzes Reparatur-Set kaufst: Ich habe diesen simplen Trick ausprobiert und war überrascht, wie gut er bei feinen Kratzern funktioniert.
Lesen lohnt sich jetzt, weil der Einsatz nur Minuten braucht und viele große Kosten und Nerven spart. Aber Achtung: Nicht jeder Kratzer lässt sich damit retten — und falsch angewendet wird aus einem kleinen Kratzer schnell ein größeres Problem.
Warum manche Zahnpasten helfen — und wann nicht
Mir ist aufgefallen: Viele Hausmittel funktionieren, weil sie kleinere Kratzer optisch auffüllen oder die Kanten leicht abschleifen. Zahnpasta enthält feine Schleifpartikel, die das Licht anders brechen lassen.
Doch das Laminat hat eine dünne Schutzschicht. Reibst Du zu grob, entfernst Du diese Schicht. Testen ist Pflicht.

Kleine Kratzer vs. tiefe Kerben
- Feine Oberflächenkratzer (sichtbar, aber nicht fühlbar): Oft gute Kandidaten für den Zahnpasta-Trick.
- Spürbare Rillen oder eingerissene Laminatschicht: Finger weg — dafür brauchst Du ein Reparaturset oder Austausch.
- Kratzer entlang der Fugen: Heikler, weil Feuchtigkeit eindringen kann. Lieber Fachprodukt.
So reparierst Du einen feinen Kratzer — Schritt für Schritt
Ich habe das an drei Stellen bei meinem Ikea-Laminat getestet. Ergebnis: zwei Sitationen waren fast unsichtbar danach, eine blieb deutlich.
- Materialien: weiße Zahnpasta (keine Gel- oder Whitening-Variante), weiches Mikrofasertuch, Wattestäbchen, etwas Wasser.
- Schritt 1: Probefläche. Auf einer unauffälligen Stelle ein kleines Stück testen — z. B. hinter einer Tür.
- Schritt 2: Eine kleine Menge Zahnpasta auf das Wattestäbchen geben.
- Schritt 3: Mit sanftem Druck im Kreis über den Kratzer reiben (20–30 Sekunden). Nicht schrubben.
- Schritt 4: Mit einem feuchten Mikrofasertuch den Rest entfernen und trocken nachpolieren.
- Schritt 5: Ergebnis prüfen. Falls noch sichtbar: maximal eine Wiederholung. Mehr schleift die Oberfläche an.
Schnelle Regeln, damit es nicht schiefgeht
- Nur weiße, leicht abrasive Zahnpasta verwenden — keine Whitening- oder Gelprodukte.
- Vorher testen. Immer.
- Bei großflächigen Schäden oder wenn das Laminat offen ist: Fachprodukt aus dem Baumarkt (Hornbach, Obi, Bauhaus) kaufen.
- Für Wertvolle oder neue Böden lieber Laminatreparatursets verwenden (5–15 €) als zu experimentieren.
Alternativen aus dem Alltag
Wenn Zahnpasta nicht hilft, gibt es pragmatische Optionen, die in deutschen Haushalten funktionieren:

- Walnuss: Reib die Innenseite einer Walnuss über kleine Kratzer — füllt und dunkelt leicht.
- Farb- oder Möbelstift (im Baumarkt) für tiefe, farbliche Ausbesserungen.
- Laminat-Reparaturset: Wachs oder Füllmasse für größere Schäden.
Warum Heimwerker das manchmal verschweigen
Weil es funktioniert — aber nicht zuverlässig und mit Risiken. Ein Profi repariert oft korrekt und langfristig, statt zu improvisieren. Trotzdem: Für kleine Schönheitsfehler ist der Zahnpasta-Trick eine quick-and-dirty-Lösung.
Mein Fazit nach dem Test
Bei mir zu Hause war es kein Hexenwerk: Zwei feine Kratzer fast weg, einer blieb. Für schnelle, kostenlose Korrekturen ist es perfekt — für dauerhafte, saubere Reparaturen nicht immer ratsam.
Du wohnst in Deutschland? Greif für ernsthafte Reparaturen zu Laminat-Kits von Obi, Hornbach oder Bauhaus; Zahnpasta kaufst Du sowieso bei DM oder Rossmann für unter 3 €.
Probier es aus. Und sag mir: Hast Du den Trick schon mal angewendet — und wie lief’s bei Deinem Laminat?









