Du entdeckst einen fiesen Kratzer im Laminat und denkst: „Das wird teuer.“ Stop — bevor du einen Handwerker rufst oder die ganze Diele austauschst, probier das hier. Ich habe es selbst getestet: Mit einer simplen Zahnpasta lässt sich ein Großteil der oberflächlichen Kratzer unsichtbar machen — in 5 Minuten und ohne Profi.
Warum der Kratzer nicht gleich ein Fall für den Handwerker ist
Viele rufen sofort den Handwerker oder kaufen ein teures Reparaturset. In meiner Praxis zeigt sich: die Mehrheit der Kratzer ist oberflächlich — sie kratzt nur die Versiegelung, nicht das Laminat selbst.
Kurze Fakten:
- Oberflächliche Kratzer: nur Versiegelung beschädigt — einfach zu behandeln.
- Tiefere Schrammen: wenn Holzfaser oder Trägerplatte sichtbar ist, hilft Zahnpasta nicht.
- Ein Handwerker-Einsatz oder Austausch einer Diele kann dich in Deutschland schnell 100–200 € oder mehr kosten.
Wie Zahnpasta das Problem löst (ja, das funktioniert)
Zahnpasta enthält milde Schleifpartikel (z.B. Siliciumdioxid) — das wirkt wie sehr feines Polierpapier. Denk an dein Handy: leichte Kratzer lassen sich damit blenden, ohne die Oberfläche komplett zu ruinieren.

Ich war skeptisch, aber nach ein paar Tests auf einer unauffälligen Stelle war das Ergebnis überraschend gut. Wichtig: Nur weiße, nicht-gelartige Zahnpasta verwenden.
Was du brauchst — alles bekommst du in DM, Rossmann oder beim Discounter
- Weiße Zahnpasta (keine Gel-Formulierung)
- Weiches Mikrofasertuch
- Wattestäbchen für kleine Stellen
- Optional: ein Tropfen Pflanzenöl oder Möbelpolitur zum Finish (bei IKEA, Obi, Hornbach erhältlich)
Die 5‑Minuten‑Anleitung: Schritt für Schritt
- Reinigen: Wisch die Stelle mit einem leicht feuchten Tuch ab. Kein Schmutz oder Staub!
- Testen: Probier die Zahnpasta an einer unauffälligen Stelle (z. B. unter dem Möbelstück).
- Auftragen: Einen erbsengroßen Klecks Zahnpasta auf das Wattestäbchen oder Tuch geben.
- Polieren: Mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen 20–40 Sekunden reiben. Nicht zu hart, sonst mattiert die Oberfläche.
- Abwischen: Mit feuchtem Tuch Rückstände entfernen und trocken polieren.
- Finish: Ein paar Tropfen Öl oder Möbelpolitur einreiben, das bringt Glanz zurück.
Das Ganze dauert selten länger als 5 Minuten — und oft ist der Kratzer danach kaum noch zu sehen.

Wann du es nicht verwenden solltest
- Bei tiefen Kratzern, bei denen das Laminat-Trägermaterial sichtbar ist — hier brauchst du ein Reparaturset oder Austausch.
- Bei lackierter Hochglanzoberfläche: Zahnpasta kann mattierende Spuren hinterlassen.
- Wenn das Laminat älter und stark abgenutzt ist — Patchen hilft dann nur kurzfristig.
By the way: Wenn du in einer Mietwohnung bist, teste unbedingt zuerst an einer unauffälligen Stelle. Manche Vermieter sind picky — aber das Ergebnis wirkt meistens professioneller als gedacht.
Wenn es nicht reicht: günstige Alternativen in Deutschland
- Reparaturstifte für Laminat (Obi, Hornbach, Amazon) – kosten meist 5–15 €.
- Sets mit Füllwachs für tiefe Rillen – ungefähr 10–30 €.
- Austausch einer Diele oder Handwerker: 100–200 € je nach Aufwand.
Die Zahnpasta-Methode kann dir also schnell ein paar Dutzend bis zu 200 € sparen — je nachdem, ob du eine Diele wechseln oder einen Profi rufen müsstest.
Mein letzter Tipp — der Cleverer‑Als‑Der‑Handwerker‑Kniff
Wenn du mehrere kleine Kratzer hast, mach die Behandlung gleich für alle auf einmal. Kleine Stellen nachpolieren und danach mit Möbelpolitur behandeln — das sieht oft frischer aus als ein einzelner perfekt reparierter Fleck. Es ist wie das Auffrischen eines alten Sneakers statt ihn neu zu kaufen.
Und jetzt für dich: Hast du die Zahnpasta‑Methode schon ausprobiert — oder hast du eine bessere Idee, die in keinem Baumarkt-Regal steht? Schreib’s in die Kommentare!









