Riecht gut, putzt Zähne — aber hilft Zahnpasta wirklich gegen Kratzer in Edelstahl? Wenn Du gerade vor der verkratzten Spüle oder dem fusseligen Edelstahl-Regal stehst, dann lohnt es sich, das jetzt auszuprobieren.
Ich habe das mit verschiedenen Pasten und Lappen getestet: Manche Tricks funktionieren, andere machen alles nur schlimmer. Lies weiter, wenn Du Zeit und Lust auf einen günstigen, schnellen Fix hast — besonders praktisch vor dem Frühjahrsputz oder wenn Du in einer WG/als Mieter keine Profi-Politur kaufen willst.
Warum das manchmal klappt — und wann Du besser die Finger lässt
Zahnpasta wirkt wie sehr feines Schleifpapier: Die winzigen Partikel glätten hauchfeine Unebenheiten, sodass Kratzer weniger sichtbar werden.
Aber: Das ist kein Wundermittel. Tiefe Rillen oder beschädigte Beschichtungen bekommen so keine neue Oberfläche.

- Gut geeignet für: oberflächliche Kratzer, matte Verfärbungen, kleine Angelspuren.
- Nicht geeignet für: tiefe Schnitte, stark gebürstete Oberflächen mit klarer Körnung, lackierte oder verchromte Flächen.
- Risiko: Falsche Pasten oder zu großer Druck können die Oberfläche weiter beschädigen.
In meiner Praxis habe ich folgendes bemerkt
- Zahnpasta hilft am besten auf glänzenden, sehr flachen Stellen — wie Spülbeckenrändern oder Glastüren von Kaffeemaschinen.
- Auf gebürstetem Edelstahl muss man immer entlang der Maserung arbeiten, sonst sieht es schnell unruhig aus.
- Viele Deutsche kaufen lieber billig in DM oder Rossmann — das reicht oft.
Welche Zahnpasta nehmen? Die einfache Entscheidungsregel
Gib Gel-Whites und Pasten mit sichtbaren Körnern erstmal keine Chance. Wähle eine einfache, weiße Zahnpasta ohne Gel und ohne starke Whitening-Chemie.
- Weiß statt Gel: weiße Pasten enthalten mikroskopisch feine Schleifpartikel, die polieren.
- Keine Peroxide oder grobe Schleifkörper.
- Preis: Viele Standardmarken unter 2–3 € aus Drogerien funktionieren gut.
Schritt-für-Schritt: So polierst Du Edelstahl mit Zahnpasta
- Reinigen: Fläche mit warmem Seifenwasser abwischen und trocken tupfen. Ich benutze ein Mikrofasertuch aus dem Baumarkt (Bauhaus/Obi).
- Testen: Auf einer unauffälligen Stelle eine kleine Menge Zahnpasta auftragen — teste immer zuerst.
- Auftragen: Eine erbsengroße Menge auf ein weiches, leicht feuchtes Mikrofasertuch geben.
- Reiben: In kreisenden Bewegungen, mit leichtem Druck, maximal 30–60 Sekunden pro Stelle. Bei gebürstetem Edelstahl immer entlang der Maserung reiben.
- Abspülen: Mit klarem Wasser abwischen und sofort trocken polieren.
- Finish: Einen Tropfen Olivenöl oder ein Polieröl auf ein sauberes Tuch geben und kurz auspolieren — das bringt Glanz und Schutz.
Ich habe oft nur 5–10 Minuten pro Problemstelle gebraucht; bei größeren Flächen rechnet mit 20–30 Minuten.

But there’s a nuance: Wenn es nicht reicht
- Baking-Soda-Paste (Natron + wenig Wasser) wirkt stärker — aber auch abrasiver. Nutze sie nur bei robusten Stellen und nochmals mit Test.
- Hartnäckige Kratzer: Eine Auto-Politur (z. B. Sonax, Turtle Wax) aus dem Baumarkt oder ATU ist preislich moderat und oft effektiver.
- Empfindliche Oberflächen: Verzichte auf Säuren (z. B. pure Zitrone oder Essig unverdünnt) — die können Legierungen angreifen.
Schnelle Fakten & Tipps für Deutschland
- Wo kaufen: Zahnpasta, Mikrofasertücher und Olivenöl bekommst Du günstig bei DM, Rossmann, Lidl oder Real.
- Preisorientiert: Für unter 5 € hast Du alles Nötige zusammen.
- Wetter-Check: Im trockenen Winter wirkt Politur oft etwas anders — statische Aufladungen? Kurz lüften und mit leicht feuchtem Tuch arbeiten.
- Nachhaltigkeit: Du vermeidest aggressive Industriechemie und schont oft die Umwelt — wenn Du richtig vorgehst.
Metapher gefällig? Denk an Zahnpasta wie sehr feines Schleifpapier, das einem alten Holztisch die letzten Splitter wegnimmt — es glättet, es ersetzt aber keinen Neuaufbau.
Finale
Zahnpasta ist kein Wundermittel, aber ein praktischer, günstiger Joker für leichte Kratzer in Edelstahl. Ich benutze diesen Trick inzwischen regelmäßig bei Mietküchen oder Second‑Hand‑Geräten — er spart Zeit und Geld, solange Du vorsichtig bist.
Welche Oberfläche hast Du zuletzt mit Haushaltsmitteln gerettet? Teile Deine Erfahrung oder ein Foto — ich bin gespannt, welche Tricks bei Euch funktionieren.









