Schimmel in der Dusche taucht nicht plötzlich auf — er siedelt sich an, weil Feuchte, Wärme und ein paar Nachlässigkeiten zusammentreffen. Wussten Sie, dass bereits nach 48 Stunden sichtbare Schimmelsporen entstehen können? Wenn man ihn einmal entfernt hat, ist das Problem schnell wieder da, wenn man nicht versteht, warum er kommt.
Warum Schimmel überhaupt entsteht
Schimmel braucht drei Dinge: Sporen, Feuchtigkeit und einen Nährboden. In Badezimmern sind das Duschtassen, Silikonfugen, Fugenmörtel und auch Seifenreste. Kalte Außenwände oder schlecht isolierte Ecken schaffen Kondenswasser — perfekte Brutstätten. Dazu kommt, dass viele Wohnungen in Städten wie Berlin oder München kleine Bäder haben, in denen die Luft schnell stagniert.
Erste Hilfe: Schimmel sicher entfernen
Bevor Sie loslegen: Schutzhandschuhe, eine FFP2-Maske und gute Belüftung sind Pflicht. Arbeiten Sie nicht in einem geschlossenen Raum.

- Für Fliesen und Glas: 70% Isopropylalkohol oder 3% Wasserstoffperoxid aufsprühen, 10–15 Minuten einwirken lassen, schrubben und abspülen.
- Bei porösen Fugen: Essigessenz wirkt bei frischem Schimmel, dringt aber nicht tief ein. Wasserstoffperoxid ist hier oft wirksamer.
- Auf Silikon: Ist das Silikon schwarz verfärbt, bleibt meist nur das Entfernen und Erneuern mit schimmelresistentem Sanitär-Silikon. Baumärkte wie OBI oder Hornbach führen geeignete Produkte.
- Bleichmittel (Klorix) tötet oberflächlichen Schimmel, dringt aber nicht in poröse Materialien ein — und kann Oberflächen aufhellen. Nur sparsam, mit Schutz und Lüftung verwenden.
- Steam-Cleaner: Heißer Dampf reinigt und tötet Sporen mechanisch — sehr effektiv bei Fliesen und Fugen.
Vorbeugen: Einfache Alltagsregeln, die helfen
Nach der Reinigung ist Vorbeugung das Wichtigste. Kleine Routinen verhindern, dass Schimmel zurückkommt.
- Lüften: Nach jedem Duschen 10 Minuten querlüften oder die Lüftungsanlage 20 Minuten laufen lassen. Ein Timer am Ventilator lohnt sich.
- Abziehen: Mit einem Abzieher die Fliesenwände und Glas abziehen — Wasserfilm ade.
- Heizen: Kurz warm lüften oder das Bad leicht beheizen, um kalte Oberflächen zu vermeiden.
- Seifenreste vermeiden: Flüssigseife statt Kernseife reduziert Rückstände, an denen Schimmel gerne haftet.
- Vorhänge & Matten: Duschvorhang und Badvorleger regelmäßig bei 60 °C waschen bzw. austauschen.
- Schimmelresistente Produkte: Fugen mit Imprägnierung behandeln, Anti-Schimmel-Farbe für Wände verwenden.
Praktische Hilfsmittel, die wirklich helfen
Ein paar Helfer aus dem Baumarkt oder Drogerie sparen Zeit und Nerven:

- Elektrischer Abluftventilator mit Zeitschaltuhr
- Abzieher und Mikrofaser-Tuch
- Handdampfreiniger
- Schimmelresistente Dichtstoffsilikone
- Kleine USB-Lüfter für Fenster bei engen Altbau-Bädern
Ein kleiner „Wow“-Fakt
Interessant: Schimmel wächst sogar auf manchen Flüssigseifenresten. Wechseln Sie deshalb gelegentlich die Seife oder spülen Sie die Seifenschale regelmäßig — das macht mehr aus, als man denkt.
Mein Tipp aus dem Alltag
Ich habe bei meiner Mutter in Berlin das Badklein-Programm eingeführt: Abzieher, Fenster nach jeder Dusche zehn Minuten offen, und ein einfacher Abluftventilator mit Nachlauf. Binnen Wochen war der Schimmel weg und kam nicht wieder. Kein großes Renovierungsdrama — nur konsequente kleine Schritte.
Haben Sie eigene Tricks gegen Schimmel oder eine Frage zu einem konkreten Fall? Schreiben Sie es in die Kommentare — wer weiß, vielleicht ist Ihr Tipp der nächste, den ich in der Familie teste.









