Du öffnest die Schublade und riechst diese muffige Note, die jede Wäsche ruiniert. Feuchte Ecken in Altbauwohnungen, Dusche ohne Lüftung oder die Sporttasche, die nachts wieder nass wird – das Problem trifft viele in Deutschland.
Jetzt weiterlesen, denn mit einem simplen Salzstreuer und einer Tüte Reis (ja, richtig gelesen) kannst du günstige, sofort sichtbare Entfeuchtungseffekte erzielen. Ich habe bemerkt, wie schnell das hilft – vor allem in kleinen, schlecht belüfteten Räumen.
Warum Reis im Salzstreuer plötzlich Sinn macht
Reis ist kein Wundermittel, aber er ist ein kleiner, poröser Feuchtigkeitsfänger. In meiner Praxis beim Testen von Haushaltstricks zeigte sich: für sehr kleine Bereiche funktioniert Reis erstaunlich gut.
- Günstig und überall verfügbar: In Deutschland kosten 1 kg Reis bei Aldi oder Lidl oft unter 2 €—ideal für mehrere Salzstreuer.
- Die Körner bieten Oberfläche, an der Wasserdampf kondensieren kann — ähnlich wie ein Mini-Kissen, das Feuchtigkeit bindet.
- Kein Strom, keine Chemie: perfekt für Schränke, Schubladen, Waschmaschinen-Abläufe und Schuhe.
- Sicherheit: Reis ist ungiftig, aber für Haushalte mit Kleinkindern oder Nagern nicht ideal offen stehen lassen.
Was Reis besser macht als ein Blatt Papier
Ein Kaffeefilter saugt kurz, Reis hält länger. Denk an Reis wie an ein kleines Kiesbett: Wasser haftet, verdampft später oder bleibt gebunden. Das ist nicht so stark wie Silica-Gel, aber ausreichend für Mikrobereiche.
Wie du’s Schritt für Schritt machst (so klappt’s wirklich)
Der Trick ist einfach – aber ein paar Kniffe ändern alles. Folge dieser kurzen Anleitung.

- Materialien: ein sauberer Salzstreuer mit Löchern, roher Langkorn- oder Rundkornreis, ggf. etwas Küchenkrepp.
- Schritt 1: Reinige den Salzstreuer. Alte Salzreste entfernen, sonst verklumpt der Reis.
- Schritt 2: Fülle den Streuer zu etwa 3/4 mit Reis. Nicht ganz voll, damit Luft zirkulieren kann.
- Schritt 3: Optional ein kleines Stück Küchenkrepp oben drauf legen – das verhindert, dass Reiskörner herausrieseln.
- Schritt 4: Stelle den Streuer in die feuchte Stelle: Schrankboden, Schuhfach, Waschmaschinen-Nische oder neben dem Handtuchkorb.
- Schritt 5: Kontrollieren: Alle 2–4 Wochen Reis austauschen oder in der Sonne auftrocknen lassen.
Ein Tipp, den viele übersehen: Stelle mehrere Streuer verteilt auf — ein großer Reisbehälter ist nicht so effektiv wie mehrere kleine Streuer an den Problemstellen.
Wo in Deutschland das am meisten hilft
Unser feuchtes Klima im Herbst und Winter kombiniert mit schlecht isolierten Altbauwänden macht das besonders relevant.
- Altbauflure und Kellerräume ohne Lüftung
- Schuhregale nach nassem Wetter (praktisch nach Spaziergängen im Regen)
- Wohnmobil- oder Wohnwagen-Ecken, die im Winter auskühlen
- Badezimmer-Ecken bei älteren Wohnungen ohne Abluft
In Drogerien wie DM oder Rossmann findest du günstig Hygrometer (ab ~5–10 €). Ich empfehle dir, vor und nach dem Einsatz die Luftfeuchte zu messen — so siehst du, ob der Reis hilft.
Vor- und Nachteile – ehrlich gesagt
- Pro: Kostengünstig, geruchlos, keine Chemie, leicht verfügbar (Aldi, Lidl, Rewe).
- Contra: Nur für sehr kleine Bereiche und begrenzte Zeit wirksam; bei starker Durchfeuchtung nicht ausreichend.
- Alternativen: Silica-Gel-Päckchen (online oder Bauhaus), Backpulver gegen Geruch, spezielle elektrische Luftentfeuchter für ganze Zimmer.
By the way: Reis kann klumpen oder Schimmel ansetzen, wenn er zu nass wird. Bei sichtbarer Verklumpung austauschen.
Schneller Test für Zuhause (60 Sekunden)
- Leere ein Glas, stelle einen kleinen Reis-Salzstreuer hinein.
- Lass es 48 Stunden in den problematischen Schrank oder das Bad.
- Fühl den Reis: feucht = Austausch nötig; trocken = Effekt vorhanden.
Das ist kein Ersatz für Lüften, aber oft der Unterschied zwischen muffigem Pulli und frischer Wäsche.

Budget- und Einkaufs-Hacks
- Kaufe Reis in 1–2 kg Packungen bei Discountern — reicht für viele Salzstreuer.
- Für mehr Haltbarkeit: getrockneter Reis aus dem 5-kg-Pack (z. B. bei Kaufland) ist preiswerter.
- Silica-Gel in kleinen Beuteln: Eine Packung bei Amazon oder im Baumarkt ist preislich höher, wirkt aber länger.
In meiner Praxis hat sich gezeigt: Kombination aus Reis-Streuern und gelegentlichem Lüften ist oft die beste Low-Budget-Lösung.
Letzte Warnung und ein cleverer Zusatztrick
Wenn du Schimmel (dunkle Flecken, fader Geruch) siehst, ist Reis nicht die richtige Antwort — dann braucht es gezielte Sanierung oder einen Profi. Aber für muffige Schränke und Schuhe ist Reis ein schneller Erste-Hilfe-Trick.
Zusatztrick: Leg ein paar Tropfen ätherisches Öl (Lavendel oder Teebaum) auf das Küchenkrepp im Streuer. Das überdeckt muffige Gerüche und hat oft eine leicht antimykotische Wirkung.
Ich habe bemerkt, dass Leser in Deutschland diesen Hack besonders in Herbst und Frühling einsetzen — wenn Heizungsluft und Regen zusammenkommen.
Probier es aus und sag mir: In welchem Raum hat es bei dir am besten funktioniert?









