Du willst Salz über das Schnitzel streuen – und aus dem Streuer kommt ein Klumpen, kein feiner Regen. Das passiert ständig in nassen Küchen oder nach dem Kochen mit viel Dampf. Ich habe bemerkt, dass ein einfacher Reiskorn-Trick das Problem in 9 von 10 Fällen löst – schnell, billig und ohne Spezialzeug.
Warum dein Salzstreuer plötzlich zickt
Salz ist hygroskopisch: Es zieht Feuchtigkeit aus der Luft an und verklumpt. In Deutschland, vor allem an feuchten Herbst- oder Wintertagen, passiert das öfter als du denkst.
Viele übersehen folgende Punkte:
- Fein gemahlenes Salz verklumpt schneller als grobes Meersalz.
- Streuer mit kleinen Löchern oder Metallkappen kondensieren schneller, wenn sie über dem heißen Herd stehen.
- Lagerung in offenen Dosen oder neben dem Wasserkocher ist eine Einladung ans Klumpen.

Der Reis-Trick, den ich in meiner Küche benutze
Reis wirkt wie ein winziger Feuchtigkeitsfänger im Streuer – funktioniert wirklich. Keine Chemie, keine teuren Silica-Päckchen, nur ein paar Körner Reis.
Warum Reis?
Reis nimmt in trockener Umgebung etwas Feuchtigkeit auf, ohne selbst zu schimmeln oder zu zerfallen. Denk an ihn wie an einen Mini-Entfeuchter im Salzbehälter.
Schritt-für-Schritt: So rettest du deinen Salzstreuer
- Leeren: Salz komplett auskippen (in ein sauberes Gefäß zurückgeben).
- Reinigen: Bei stärkeren Verkrustungen kalt mit einer kleinen Bürste oder in warmem Wasser ausspülen und vollständig trocknen lassen (Sonnenfensterbank oder auf niedriger Stufe im Ofen).
- Reis einfüllen: 3–4 kleine Reiskörner (nicht zerdrückte) in den sauberen Streuer geben.
- Wieder auffüllen: Getrocknetes Salz zurück in den Streuer füllen und Deckel schließen.
- Regelmäßig prüfen: Alle paar Monate Reis erneuern – oder sofort, wenn der Streuer wieder feucht wirkt.
Tipps zur Reissorte und zur Menge
- Langkornreis funktioniert am besten – die Körner sind stabil und verklumpen nicht.
- Kein Aroma-Reis (z. B. parfümierter Jasminreis), einfaches Brüh- oder Basmati ist okay.
- Wenige Körner reichen. Zu viel Reiß könnte die Löcher blockieren.
Weitere Tricks, die ich ausprobiert habe
- Silica-Gel-Tütchen: Effektiver, aber teuerer – ideal, wenn du sie sowieso übrig hast (z. B. aus Schuhkartons).
- Luftdichte Aufbewahrung: Salz in Einmachgläsern mit Schraubverschluss lagern.
- Grobes Meersalz: Klumpt weniger; gut für Streuer mit weiter Öffnung.
- Keinen Streuer neben Herd oder Wasserkocher platzieren – Dampf ist der Feind.
Schnelle Notfall-Reparatur
Wenn der Streuer komplett verkrustet ist und sich nichts löst: Streuer aufschrauben, kurz in warmes Wasser legen, mit einem Zahnstocher vorsichtig Klumpen lösen, gut trocknen lassen (Fensterbank oder Sonne). Dann Reis rein und neu auffüllen.
By the way, in Deutschland bekommst du günstigen Reis bei Aldi, Lidl oder Rewe – 1 kg kostet oft unter 2 Euro. Kein Grund, teures Spezialzeug zu kaufen.

Warum dieser einfache Trick so beruhigend wirkt
Es ist ein kleiner Sieg gegen die tägliche Küche. Ich erinnere mich an einen Sonntagabend, an dem alles klebte – ein paar Reiskörner, und das Salz rieselte wieder. Du fühlst dich sofort weniger genervt.
Aber es gibt eine Nuance: Wenn in deiner Küche dauerhaft sehr hohe Luftfeuchte herrscht (z. B. in Altbaukellern ohne Lüftung), hilft Reis nur begrenzt. Dann sind echte Luftentfeuchter oder silica-packs sinnvoll.
Kurz gesagt: Reis ist billig, simpel und oft effektiver als gedacht.
Was ist dein nervigster Küchenhack-Fail? Hast du den Reis-Trick schon ausprobiert oder eine bessere Methode? Schreib’s in die Kommentare – ich bin neugierig auf eure Erfahrungen.









