Scheiben voller Tropfen, schwarze Ränder in der Fensterlaibung und das lästige Kratzen am Morgen — kennt Du das? Wenn Du das jetzt nicht stoppst, droht Schimmel, schlechte Luft und höhere Heizkosten. Lies das jetzt, denn ich habe das selbst ausprobiert und zeige Dir, wie Du mit einer günstigen Zutat und ein paar Gewohnheiten das Kondenswasser drastisch reduzierst.
Warum die üblichen Putzmittel oft versagen
Viele greifen zu Glasreiniger und Mikrofasertuch – das sieht sauber aus, hilft aber nur kurz. Ich bemerkte: Nach ein paar Tagen ist alles wieder beschlagen. Das liegt nicht am Glas, sondern an Feuchtigkeit im Raum und an einer hauchdünnen Filmschicht, die Wasser anzieht.
- Feuchte Luft kondensiert an kalten Flächen — besonders an Fenstern.
- Alte Dichtungen oder kalte Rahmen verstärken das Problem.
- Ein sauberes Fenster ohne Schutzfilm bleibt anfällig.
Das passiert, wenn Du wartest
Schimmel kommt schneller als Du denkst. In meiner Arbeit mit Haushalten in Deutschland sehe ich: Wer im Winter nicht lüftet oder nicht reagiert, hat innerhalb weniger Wochen ersten Befall an den Rändern. Und das ist teuer — neu verputzen, neu streichen, oft neue Fenster.

Omas Trick: Rasierschaum als kleines Anti-Fog-Wunder
Ja, wirklich. Oma rieb die Scheibe mit Rasierschaum — und das Glas blieb länger klar. Ich habe das mehrfach getestet: Es funktioniert besser als viele Home-Remedies, ist günstig und in jedem DM oder Rossmann für ~1–3 € zu haben.
- Wirkung: Der Schaum hinterlässt einen dünnen, wasserabweisenden Film — wie ein Regenmantel fürs Glas.
- Haltbarkeit: Eine Behandlung reicht oft 2–6 Wochen, je nach Raumfeuchte.
- Sicherheit: Ungiftig bei normaler Anwendung; bei großen Glasflächen zuerst an einer Ecke testen.
So wendest Du Rasierschaum richtig an (Step-by-Step)
- Schritt 1: Fenster grob reinigen (Staub/Schmier entfernen).
- Schritt 2: Eine kleine Menge Rasierschaum (kein Gel) auftragen — nicht übertreiben.
- Schritt 3: Mit einem feuchten Mikrofasertuch verteilen, bis eine dünne Schicht entsteht.
- Schritt 4: Nach 1–2 Minuten trockenreiben, Rückstände entfernen.
- Schritt 5: Test: Beim ersten Mal nach 24 Stunden prüfen, erneut auftragen, falls nötig.
By the way: Rasierschaum ist günstiger als spezielle Anti-Fog-Sprays und oft genauso effektiv. Aber es ist kein Ersatz für gutes Lüften.
Weitere, einfache Maßnahmen — das Gesamtpaket zählt
Viele übersehen einfache Dinge, die genauso wichtig sind wie der Film auf dem Glas. Kombinierst Du mehrere Maßnahmen, sinkt Kondenswasser fast auf null.
- Stoßlüften täglich 3×5–10 Minuten — auch bei Kälte. Das senkt die Luftfeuchte sofort.
- Hygrometer benutzen (gibt’s bei Lidl/Amazon ab ~5–15 €): Ziel 40–50% relative Luftfeuchte im Winter.
- Feuchtequelle minimieren: Wäsche nicht in Wohnräumen trocknen, beim Kochen Abzugshaube nutzen.
- Bei Balkontür oder älteren Fenstern: Dichtungen prüfen, OBI oder Bauhaus beraten oft kostenlos.
- Kleine Luftentfeuchter mit Granulat (€5–20) sind eine schnelle Lösung für Schlafzimmer.
Warum das alles zusammenwirkt
Siehst Du das wie eine Gleichung: weniger Feuchte + wasserabweisender Glasfilm + gute Durchlüftung = deutlich weniger Kondenswasser. Es ist wie ein Filtersystem: Jedes Element fängt etwas ab.

Wann ein Profi ran muss
Wenn nach all dem weiter Wasser steht oder die Ecken bereits schwarz sind, ist es Zeit für einen Handwerker. Und jetzt für die unangenehme Wahrheit: Permanentes Kondenswasser kann auf mangelnde Dämmung oder defekte Fenster hinweisen — hier drohen höhere Kosten, wenn Du zu lange wartest.
- Fensterrahmen innen nass und kalt? → Dichtung prüfen lassen.
- Schimmel bereits sichtbar? → Profi reinigen lassen, bevor es gesundheitsgefährlich wird.
- Hohe Heizkosten trotz sparsamen Heizens? → Energieberater oder Schornsteinfeger konsultieren (Förderprogramme in DE beachten!).
Meine drei Sofort-Tipps für den Winter
- Einmal wöchentlich Rasierschaum-Auftrag für kritische Fenster.
- Täglich 3×5 Minuten Stoßlüften — so sparst Du am meisten Heizenergie.
- Hygrometer anschaffen und Luftfeuchte im Blick behalten (40–50% anstreben).
But there’s a nuance: Wenn Du in einer Mietwohnung in Deutschland lebst, sprich mit dem Vermieter, bevor du an Fenstern großflächig arbeitest — Schäden könnten ihm gemeldet werden müssen.
Ich habe es erlebt: In einem Altbau hat der Rasierschaum in Kombination mit regelmäßigem Lüften den Unterschied gemacht — keine Tropfen mehr, keine Schwarzschimmel. Das kostet weniger als ein Abendessen in einer Berliner Kneipe und ist deutlich entspannter.
Und jetzt für die Frage an Dich: Hast Du Omas Trick schon ausprobiert, oder benutzt Du etwas anderes gegen beschlagene Fenster? Schreib’s in die Kommentare — ich bin neugierig, welche Haushaltsmethoden hier wirklich funktionieren.









