Du wachst mit verstopfter Nase oder einem komischen Geruch aus dem Bett auf? Das ist kein Zufall — Matratzen speichern Feuchtigkeit, Hautschuppen und Gerüche. Ich habe getestet, wie gut ein günstiges Mittel aus der Drogerie wirklich wirkt — und warum du es heute noch probieren solltest.
Warum Natron oft unterschätzt wird
Viele übersehen, dass Natron (Sodium Bicarbonate) in Deutschland überall erhältlich ist — bei DM, Rossmann oder im Supermarkt für etwa 1–4 € pro Packung. Ich habe es erst als Hausmittel abgetan, bis ich den ersten Unterschied spürte: weniger Geruch, weniger Feuchtigkeit auf der Oberfläche.
- Natron bindet Gerüche — es reagiert mit säurehaltigen Molekülen und neutralisiert sie.
- Es ist kein direkter Milbenkiller, aber es reduziert das Milben-Milieu: weniger Feuchte = weniger Vermehrung.
- Günstig, ungiftig und besonders praktisch in feuchten deutschen Nächten, wenn das Schlafzimmer nicht perfekt gelüftet wird.
Was Natron wirklich macht — kurz, wissenschaftlich, ehrlich
Stell dir Natron wie ein kleines Tuch vor, das Geruchsmoleküle aufsaugt — ähnlich einem Kaffeefilter, aber für schlechte Luft. Es verändert den pH-Wert an der Oberfläche und nimmt Wasserteilchen auf. Das hilft gegen muffige Gerüche und macht das Bett für Milben ungemütlicher.

Aber: Natron tötet Milben nicht zuverlässig. Wenn du starke Allergien hast, brauchst du zusätzlich einen Encasing-Bezug oder professionelle Reinigung.
So wendest du Natron richtig an
Und jetzt für den praktischsten Teil — die Methode, die ich selber mehrfach angewendet habe und die funktioniert:
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Zieh Bettwäsche ab und lüfte die Matratze kurz (am besten draußen in der Sonne, wenn’s geht).
- Streue Natron gleichmäßig über die gesamte Matratzenfläche. Etwa eine dünne Schicht — 100–200 g für eine Standardmatratze reicht meist.
- Optional: Für einen dezenten Duft ein paar Tropfen ätherisches Öl (Lavendel, Zitrone) mit dem Natron mischen — vorsichtig dosieren.
- Einwirken lassen: Mindestens 4 Stunden, besser 8–12 Stunden. In Bayern oder an der Nordsee bringt ein sonniger Tag Extra-Wirkung.
- Absaugen mit dem Staubsauger (Matratzenaufsatz). Achte auf gute Saugkraft; bei älteren Geräten mehrmals drübergehen.
- Bettwäsche waschen, lüften, fertig.
By the way: Verwende kein Backpulver — das enthält Zusätze. Kaufe wirklich reines Natron.
Meine Fehler — und wie du sie vermeidest
- Fehler: Zu viel Natron und zu kurz einziehen lassen. Das bringt kaum Zusatznutzen und ist nur Aufwand beim Saugen.
- Fehler: Natron auf nasser Matratze. Das verklebt und riecht später stärker. Erst trocknen oder lüften, dann streuen.
- Guter Tipp: Bei memory foam keine Flüssigkeiten verwenden; Natron ist hier ideal, weil trocken.

Wann Natron nicht reicht
Wenn du starke Allergien, Asthma oder sichtbare Flecken (Schimmel, Urinflecken) hast, ist Natron nur Erste Hilfe. Dann brauchst du:
- Allergiker-Matratzenschoner (Milbencover) — in Deutschland ab ~20 € bis über 100 € je nach Qualität.
- Professionelle Reinigung oder Austausch bei älteren, stark verschmutzten Matratzen.
- Regelmäßiges Lüften: Bei feuchten Wintern in Deutschland hilft ein Luftentfeuchter, die Wurzel des Problems zu bekämpfen.
Extras, die den Effekt verstärken
- Sonntag morgens: Matratze auslüften in der Sonne — UV + frische Luft = Extra-Punkt gegen Milben.
- Wöchentliches Aufschütteln der Matratze und Vierteljährliches Tiefenreinigung mit Natron.
- Für echte Allergiker: Matratzenbezug plus regelmäßiges Waschen der Bettwäsche bei 60 °C.
Ich habe diese Methode über ein Jahr getestet: In der kalten Jahreszeit, wenn Fenster selten offen sind, war der Unterschied spürbar. Nicht perfekt — aber deutlich besser.
Fazit: Natron ist kein Wundermittel, aber ein extrem günstiger, harmloser und wirkungsvoller Schritt gegen Gerüche und ein ungemütliches Milieu für Milben.
Und jetzt du: Hast du Natron auf der Matratze getestet — oder welches Hausmittel schwört du drauf? Teile deinen Tipp oder deine Frage unten!









