Lorbeerblatt ins Mehl: Das 100 Jahre alte Geheimnis gegen Schädlinge

Du reißt die Mehltüte auf und findest kleine Krabbeltiere oder Spinnweben — ein Albtraum für jede Küchenfrau und jeden Hobby-Bäcker. Das passiert häufiger als du denkst, vor allem jetzt, wenn es draußen warm und die Vorratskammer unordentlich ist. Lies das jetzt, weil ein kleines Blatt oft schneller hilft als teure Fallen oder neue Packungen Mehl.

Ich habe das selbst getestet: in meiner Küche, auf dem Wochenmarkt in Berlin und bei Freunden auf dem Land — und das Ergebnis ist verblüffend. Viele übersehen, wie simpel und effektiv ein alter Hausmittel-Trick ist.

Warum Bauern früher auf Lorbeer vertrauten

Vor 100 Jahren gab es noch keine luftdichten Plastikbehälter oder schnelle Lieferdienste. Die Leute mussten ihr Getreide vor Motten und Mehlkäfern schützen — und das mit natürlichen Mitteln.

  • Lorbeer (Laurus nobilis) enthält ätherische Öle wie Cineol und Eugenol, die Insekten abschrecken.
  • Die Methode ist günstig: Ein Päckchen getrocknete Lorbeerblätter kostet in deutschen Drogerien oder beim Gewürzhändler meist 2–4 €.
  • Praktisch: funktioniert ohne Chemie, ideal für Familien mit Kindern und Haustieren.

Wie es wirkt — kurz und ohne Pseudowissenschaft

Die Öle in den Blättern geben langsam Duftstoffe ab. Für viele Vorratsschädlinge ist das unangenehm — sie meiden den Bereich. Es ist kein Allheilmittel, aber als Prävention erstaunlich wirksam.

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Wichtig: Bei aktiver Befallssituation genügt ein Blatt allein nicht — dann musst du gründlicher vorgehen.

Der Trick, Schritt für Schritt (funktioniert in jeder deutschen Küche)

Ich habe diese Routine in meiner eigenen Vorratskammer angewendet — vom Mehl im 1‑kg‑Paket bis zum 5‑kg‑Sack aus dem Bio-Laden. So mache ich es:

  • Kontrolle: Öffne alle Packungen, prüfe auf Larven/Netze. Entsorge stark befallene Ware.
  • Desinfektion: Leere das Regal, sauge aus, wische mit heißem Essigwasser (1 Teil Essig zu 3 Teilen Wasser).
  • Vorbeugung für neues Mehl:
    • Gefriertrick: Frisches Mehl 48 Stunden bei −18 °C einfrieren — tötet Eier ab.
    • Umpacken: Mehl in luftdichte Glas- oder Kunststoffbehälter umfüllen (in Deutschland bewährt: Vorratsgläser aus dem Supermarkt oder Ikea).
    • Lorbeer einlegen: 1–2 ganze getrocknete Lorbeerblätter pro 1 kg Mehl in ein kleines Baumwollsäckchen legen und oben in den Behälter legen.
  • Wartung: Blätter alle 6–8 Wochen erneuern; bei hoher Luftfeuchte öfter kontrollieren.

Nie die Blätter direkt ins Mehl zerkrümeln — das macht die Sache unappetitlich und ist unnötig. Ein Beutel oder eine kleine Dose reicht.

Zusätzliche, wenig bekannte Tipps

  • Für den Notfall: Ganze Nelken oder Pfefferkörner zusammen mit Lorbeer steigern die abschreckende Wirkung.
  • Keinen Platz für Motten lassen: Lagere Mehl nicht über 6 Monate — die Haltbarkeit in deutschen Küchen ist kürzer als auf der Packung angegeben.
  • Regelmäßig kontrollieren: Im Sommer (warme Küchen in Deutschland) öfter nachsehen — Motten lieben Wärme.

Was tun bei starkem Befall

Wenn Motten oder Käfer schon überall sind, reicht Lorbeer nicht. So handelst du schnell:

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  • Alles ausräumen und befallene Ware entsorgen.
  • Alle Behälter gründlich mit heißem Wasser und Essig reinigen.
  • Neue Ware zunächst einfrieren oder erhitzen (48 Stunden einfrieren; Getreide bei 60 °C 30 Minuten erhitzen kann helfen).
  • Dann die Lorbeer‑Routine starten, um Rückkehr zu verhindern.

Meine drei wichtigsten Erfahrungen

  • Ein Lorbeerblatt ist kein Hexenwerk, aber es hilft oft sehr früh — fast wie ein unsichtbarer Zaun.
  • Die Kombination aus Sauberkeit, luftdichten Behältern und Lorbeer ist stärker als jede Einzelmaßnahme.
  • In deutschen Haushalten zahlt sich der Aufwand aus: weniger Lebensmittelverschwendung, weniger Neukäufe.

By the way: In Berlin kaufe ich meine Lorbeerblätter beim Gewürzhändler am Wochenmarkt, in kleineren Städten sind Drogerien wie dm oder Reformhäuser gute Anlaufstellen.

Kurze Checkliste zum Ausdrucken

  • Mehl prüfen → befallene Packungen entsorgen
  • Regal reinigen (Staubsaugen + Essigwasser)
  • Mehl 48h einfrieren
  • In luftdichte Behälter umfüllen
  • 1–2 Lorbeerblätter im Baumwollsäckchen hinzufügen
  • Blätter alle 6–8 Wochen erneuern

Ich habe oft gesehen, wie Menschen teure Insektenfallen kaufen — dabei liegt die Lösung manchmal in der Gewürzschublade. Probier es aus, es kostet kaum etwas und ist schnell gemacht.

Und jetzt für dich: Hast du schon einmal Lorbeer gegen Vorratsschädlinge ausprobiert — mit Erfolg oder Misserfolg? Schreib deine Erfahrung in die Kommentare, ich bin neugierig auf eure besten (oder schlimmsten) Geschichten.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

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