Deine Mehltüte krümelt und plötzlich bewegen sich winzige Tierchen in der Küche? Das ist nicht nur eklig — es kostet Zeit und Geld. Lies das jetzt, wenn du Vorräte behalten willst, statt sie wegzuwerfen.
Ich habe in meiner Praxis oft gesehen, wie ein einfacher Lorbeerblatt‑Trick Vorräte rettet. Er ist alt, günstig und in Deutschland leicht zu bekommen – aber nur, wenn du ihn richtig anwendest.
Warum Lorbeerblätter wirken (und wann nicht)
Viele unterschätzen Gerüche: Für kleine Vorratsschädlinge wie Mehlmotten oder Reismehlkäfer funktioniert der Duft als Barriere. Der Geruch stört die Insekten‑Orientierung, sie bleiben oft weg oder legen keine Eier in den betroffenen Behältern.
Doch es gibt Grenzen:

- Wenn die Packung schon befallen ist, hilft ein Blatt nicht mehr.
- Alte, trockene Lorbeerblätter verlieren schnell Wirkung.
- Bei hoher Luftfeuchte oder offenen Vorratsbeuteln nützt auch der stärkste Duft kaum.
Typische Fehler, die du vermeiden solltest
- Das Blatt direkt in die Mehltüte werfen — Geschmack und Stücke kann man nicht mögen.
- Einmal reinlegen und vergessen — Duft verfliegt nach Wochen.
- Nur auf das Blatt setzen statt Regale zu reinigen. Sauberkeit bleibt Hauptmaßnahme.
So machst du es richtig: Schritt‑für‑Schritt
Ich habe das in mehreren Haushalten getestet — die Kombination aus einfachen Maßnahmen funktioniert am besten.
- Kontrolle zuerst: Öffne alle Packungen. Wenn du Larven oder Gespinste siehst, wegwerfen oder behandeln (siehe unten).
- Mehl, Nüsse, Reis in saubere, luftdichte Glas- oder Metallbehälter umfüllen (z. B. bei DM, Rewe, Edeka bekommst du günstige Vorratsgläser).
- Ein Lorbeerblatt leicht anbrechen (nicht pulverisieren!) und in ein kleines Teesäckchen oder ein Stück Küchenpapier legen.
- Säckchen oben in den Behälter legen — nicht direkt in Kontakt mit dem Mehl, um Geschmackskontakt zu vermeiden.
- Alle 6–8 Wochen das Blatt wechseln oder kurz zwischen den Händen reiben, damit der Duft wieder stärker wird.
Praktischer Hack: Wenn du unsicher bist, ob das Mehl befallen ist
- Gefriertest: Mehl verschließen und für 7 Tage in den Gefrierschrank bei etwa −18 °C legen. Das tötet Eier und Larven.
- Anschließend in luftdichten Behältern lagern und Lorbeerblatt‑Säckchen nutzen.
Weitere Tricks aus meiner Praxis (die keiner groß erzählt)
In deutschen Haushalten hilft oft die Kombination: Duft, Dichte, Temperatur.
- Lavendel oder Nelken als Ergänzung — Geruchsvielfalt verwirrt mehr.
- Regelmäßig Regale auswischen; Krümel sind wie Buffet für Motten.
- Vorräte in kühlen, trockenen Bereichen lagern — im Sommer bringt die Küche oft zu viel Feuchte.
- Wenn du Bioprodukte vom Wochenmarkt kaufst: Direkt in Glas umfüllen, viele Bio‑Packungen sind atmungsaktiver.

Wann du professionelle Hilfe brauchst
Wenn du nach Reinigung immer noch fliegende Motten siehst oder mehrere Packungen betroffen sind, ist die Population wahrscheinlich groß. Dann hilft nur konsequente Entfernung aller befallenen Produkte und ggf. ein Schädlingsbekämpfer.
Übrigens: In meiner Erfahrung ist der Lorbeerblatt‑Trick kein Allheilmittel, aber eine günstige, natürliche Ergänzung zur richtigen Lagerung.
Fazit
Ein Lorbeerblatt ist kein Zauberstab, aber als Teil einer Routine sehr wirkungsvoll: kontrollieren, behandeln, luftdicht lagern und Duft erneuern. In Deutschland bekommst du die Blätter günstig in Supermärkten, Drogerien oder beim Gewürzhändler — das kostet kaum ein paar Euro und kann Vorräte retten.
Hast du Lorbeerblätter schon ausprobiert oder einen anderen Vorrats‑Trick? Schreib kurz, was bei dir funktioniert hat — ich bin neugierig auf deine Erfahrungen.









