Du hast schon einmal eine Packung Mehl weggeworfen, weil sich Motten oder kleine Käfer eingenistet hatten? Ich auch — und das hat mich dazu gebracht, alte Tricks auszuprobieren, die meine Großmutter kannte.
Warum jetzt lesen? Weil viele in Deutschland wieder mehr Vorräte kaufen (Aldi-, Rewe- oder Bio-Regale füllen sich) und ein einfacher Schutz oft den Unterschied zwischen frustrierter Mülltüte und sauberem Vorrat macht.
Warum Lorbeerblätter? (Und was sie wirklich leisten)
In meiner Praxis im Haushalt habe ich beobachtet: Lorbeerblätter werden seit Jahrzehnten in Vorratsschränken gelegt. Sie töten die Tiere nicht zuverlässig, aber sie schrecken sie ab — vor allem Motten und Kornkäfer meiden den Geruch der ätherischen Öle.
Kurz und knapp:
- Lorbeeröl enthält Verbindungen wie 1,8-Cineol, die Insekten irritieren.
- Die Methode ist alt — manche Familien in Deutschland nutzen sie seit über 70 Jahren.
- Sie ersetzt keine gründliche Bekämpfung bei starkem Befall, hilft aber vorbeugend.
Wie Lorbeer wirkt — eine einfache Metapher
Stell dir Lorbeerblätter vor wie ein unsichtbares Absperrband: es macht den Bereich unattraktiv. Insekten suchen sich lieber andere, ruhigere Vorräte.

Was viele falsch machen
Ich habe oft gesehen, dass Leute Lorbeer einfach in die Packung werfen und hoffen. Das reicht selten.
- Fehler 1: Alte, nicht getrocknete Blätter – sie geben kaum Duftstoffe ab.
- Fehler 2: Blätter direkt ins Mehl mischen — das ist unhygienisch und unpraktisch.
- Fehler 3: Keine Reinigung vor dem Einlagern — vorhandene Eier überleben.
Praktischer Life‑Hack: So schützt du Mehl & Getreide richtig (Schritt für Schritt)
Ich probiere Routinen, die schnell funktionieren und in deutsche Küchen passen. Folge dieser Reihenfolge:
- Kontrolle: Öffne Vorratsbehälter und suche nach feinem Gespinst oder Larven. Wenn sichtbar, wegwerfen.
- Tiefkühl‑Sicherheitsphase: Neues Mehl 48 Stunden bei −18°C ins Gefrierfach legen — das tötet Eier und Larven.
- Sauber machen: Schrank auswischen, Ritzen absaugen. Ein alter Lappen und ein Handstaubsauger tun’s.
- Umfüllen: Mehl in luftdichte Glas- oder Metallbehälter füllen (in Deutschland günstig bei IKEA, DM-Tupper-Alternativen oder Haushaltswaren im Rewe).
- Lorbeer platzieren: 2–3 getrocknete Lorbeerblätter pro 1 kg Mehl in den Deckel legen oder zwischen den Rand stecken — nicht direkt ins Mehl.
- Regelmäßig erneuern: Blätter alle 3–6 Monate austauschen oder sobald der Duft nachlässt.
By the way: Ich kaufe meine Lorbeerblätter für etwa 1–3 € im Supermarkt (Rewe, Edeka oder Bio-Markt) oder trockne sie selbst aus dem Topf vom Balkon (OBI/Bauhaus verkauft Lorbeersträucher).
Tipp für Vollkorn & große Getreidesäcke
Bei ganzen Körnern wie Dinkel oder Reis gilt dasselbe, nur dass sie schwerer befallen werden — hier reicht oft ein Blatt pro 1–2 kg, weil das Volumen den Duft stärker streut.
Vorteile & Grenzen — ehrlich gesagt
- Vorteile:
- Günstig und einfach.
- Kein Gift im Vorratsschrank.
- Passt gut zu deutschen Vorratsgewohnheiten (Speisekammer, Vorratsregal).
- Grenzen:
- Bei starkem Befall reicht es nicht — dann sind Fallen, Erwärmen/Frieren oder Profi‑Behandlung nötig.
- Keine Garantie: Es ist ein Abschreckungsmittel, kein Allheilmittel.

Alternativen aus dem Alltag
Falls du kein Lorbeer willst, habe ich noch bewährte Optionen getestet:
- Pheromonfallen gegen Mehlmotten (drogerien wie DM führen sie).
- Vakuumieren von Mehlportionen (ideal, wenn du in größeren Mengen kaufst).
- Glas statt Papier: Mehl in Glasbehälter umpacken reduziert Kontamination.
Ein kurzes Sicherheits‑Update
Gefahrenhinweis: Zermahlene oder zerkleinerte Lorbeerblätter könnten Geschmack übertragen. Haustiere sollten keine großen getrockneten Blätter fressen — lieber außerhalb der Reichweite lagern.
Ich habe mit diesem Mix aus Reinigung, Einfrieren und Lorbeerblättern gute Ergebnisse erzielt — weniger Überraschungen beim Öffnen der nächsten Tüte Mehl.
Fazit
Lorbeerblätter sind kein Wundermittel, aber eine günstige, altbewährte Vorsorgemaßnahme, die in Kombination mit Sauberkeit und luftdichter Lagerung in deutschen Küchen sehr gut funktioniert. Probier es aus: 48 Stunden Gefrierschrank + Glasbehälter + 2–3 Blätter — und du wirst seltener unliebsame Gäste finden.
Hast du Lorbeerblätter schon getestet — oder einen anderen Trick gegen Vorratsschädlinge? Schreib deine Erfahrung unten, ich bin neugierig, welche Methoden bei euch in der Speisekammer funktionieren.









