Du denkst, ein Schuss Öl in den Abfluss ist harmlos? Ich habe genau das anders erlebt: verstopfte Rohre, stinkende Küche und eine Handwerker-Rechnung, die mir den Appetit verdorben hat. Gerade nach dem Braten oder an Feiertagen häufen sich die Probleme — deshalb solltest du das hier jetzt lesen.
Warum ein bisschen Öl nicht harmlos ist
Fette und Öle sehen flüssig aus, aber im Rohr verhalten sie sich anders. Beim Abkühlen verfestigen sie sich und kleben an Rohrwänden.
Das passiert nicht über Nacht: Öl bindet Staub, Essensreste und Haare und baut so langsam einen regelrechten Knoten auf — man nennt das im Fachjargon oft „Fettberg“.
Das Ergebnis: schlechter Abfluss, Geruch und teure Reparaturen.
Wie das in der Praxis aussieht
In meiner Arbeit sehe ich immer wieder dieselben Fehler: Menschen spülen Bratöl mit heißem Wasser weg, denken „es löst sich“, und Wochen später kommt der Anruf: „Die Spüle läuft nicht ab.“

Die Beträge, die Handwerker in Deutschland für Notfälle verlangen, liegen schnell bei 80–150 € pro Stunde plus Anfahrt. In größeren Fällen können kommunale Kanalreinigungen mehrere hundert bis tausend Euro kosten.
Was du stattdessen tun solltest
Es gibt einfache Schritte, die kaum Zeit kosten und Rohre retten.
- Gieße kaltes Fett nie in den Abfluss — auch nicht mit Spülmittel.
- Sammle das heiße Öl in einem alten Behälter (z. B. Glasflasche oder leere Milchpackung).
- Lasse das Fett abkühlen und entsorge es geschlossen im Restmüll oder bring es zum Wertstoffhof.
- Du kannst Öl in ein Gefäß mit Küchenpapier oder Kaffeesatz geben, damit es sich bindet.
- Größere Mengen: viele Kommunen und Recyclinghöfe nehmen Altöl zur Weiterverwertung an.
Konkreter 3-Schritte-Hack (so mache ich das)
Dieses Vorgehen spart dir Ärger und ist praxiserprobt:
- Schritt 1: Nach dem Braten das Öl durch ein feines Sieb in eine leere Glas- oder Plastikflasche gießen.
- Schritt 2: Flasche verschließen, abkühlen lassen. Überschüssiges Papier oder Kaffeesatz einfüllen, wenn es noch recht flüssig ist.
- Schritt 3: Im Restmüll entsorgen oder zur kommunalen Sammelstelle (Wertstoffhof) bringen — in vielen deutschen Städten gibt es solche Annahmen.
Sofortmaßnahmen bei einer Verstopfung
Wenn die Spüle schon langsam abläuft oder ganz verstopft ist, kannst du oft selbst handeln.

- Versuche zuerst mit einem Saugglocke (Plunger), mehrere kräftige Bewegungen.
- Wenn das nichts bringt: Siphon (U-Rohr) unter dem Waschbecken entfernen — Eimer drunter, Muttern mit der Hand lösen oder mittels Rohrzange (bei Hornbach, OBI oder Bauhaus erhältlich).
- Reinige den Siphon gründlich, setze ihn wieder ein und teste den Abfluss.
- Bei tieferen Verstopfungen hilft eine Rohrspirale (Handspirale) oder ein biologischer Enzymreiniger — keine ätzenden Chemiekeulen, die Rohre und Dichtungen angreifen.
Sichere Anleitung zum Entfernen des Siphons
1) Wasserzufuhr nicht unbedingt abdrehen, aber Eimer unterstellen. 2) Überwurfmuttern lösen, Siphon herausnehmen. 3) Mit Handschuhen grobe Rückstände entfernen und mit heißem Wasser ausspülen. 4) Dichtungen kontrollieren, neue Dichtung besorgen, wenn sie brüchig ist.
Die typischen Fehler, die du vermeiden musst
- Nur heißes Wasser in den Abfluss laufen lassen — Öl kann kurzfristig weicher werden, kühlt aber später ab.
- Starke chemische Reiniger verwenden — sie fressen Rohre und Dichtungen an.
- Öl mit Kaffeesatz oder Essensresten zusammen in den Abfluss spülen — das ist der perfekte Klebstoff.
By the way: Viele Gemeinden in Deutschland bieten kostenlose Infos oder Sammelstellen für Altöl an — ein kurzer Anruf beim Rathaus oder Stadtwerk lohnt sich.
Fazit
Gieße niemals Bratöl in den Abfluss. Sammle es, lass es auskühlen und entsorge es korrekt — so sparst du dir Ärger, Geruch und Handwerkerkosten.
Und jetzt du: Hast du schon mal einen Fettstau gehabt oder eine clevere Methode, Altöl loszuwerden? Schreib deine beste/ schlimmste Erfahrung in die Kommentare — ich habe schon einiges gesehen und bin gespannt auf deine Story.









