Du denkst, ein Schluck Bratöl in den Abfluss ist harmlos? Denk noch mal nach. Ich habe bei Recherchen und Gesprächen mit mehreren Klempnern gesehen, wie ein Löffel Fett binnen Monaten die Rohre komplett zum Erliegen bringen kann.
Jetzt lesen, weil es schnell teuer wird: Eine Verstopfung kostet dich leicht 150–500 Euro, und das Problem kann die ganze Straße betreffen. Hier erfährst du, was wirklich passiert, wie du es sofort stoppst und wie du Öl richtig entsorgst — ohne Theater mit dem Wertstoffhof.
Warum dieses Fett Rohre und Kanalisation ruiniert
Wenn heißes Bratfett ins Rohr fließt, passiert etwas, das man kaum sieht: Das Fett kühlt ab, wird zäh und klebrig und bildet Schichten an den Rohrwänden.
- Das Fett wirkt wie Klebstoff für Haare, Seifenreste und Essensreste.
- Mit der Zeit entsteht ein regelrechter „Fettkuchen“ — in England heißen solche Riesenverstopfungen „fatbergs“.
- Das Problem bleibt oft lange unbemerkt, bis das Wasser komplett staut.
Stell dir das so vor
Wie geschmolzene Butter, die in einem langen Tunnel wieder hart wird — nur dass dieser Tunnel dein Abflussrohr und am Ende das städtische Kanalsystem ist.
Was du sofort tun kannst, wenn du gerade Öl in den Abfluss gekippt hast
Ich habe Klempner gefragt: Erste Hilfe ist simpel, aber oft falsch gemacht. Ruhe bewahren — Panik und aggressive Chemie verschlimmern es meistens.

- Kein chemischer Rohrreiniger! Das kann Rohre und Dichtungen angreifen.
- Gib ein paar Esslöffel Spülmittel in den Abfluss und spüle mit sehr heißem (nicht kochendem) Wasser nach — wiederholen, nicht in einem Schwall.
- Wenn das Wasser weiter staut: Verwende eine Saugglocke (Pümpel) oder eine Rohrspirale. Wenn das nichts bringt, ruf einen Profi.
Die 5 besten Alltags-Hacks zur Entsorgung von Bratfett in Deutschland
Viele übersehen einfache Lösungen — ich habe sie ausprobiert. Wähle je nach Menge:
- Wenige Esslöffel: In ein Stück Küchenpapier wischen und in den Restmüll (Restmüll-Regelungen prüfen).
- Bis zu 0,5 Liter: In leere Glasflasche oder Milchkarton füllen, zuschrauben und in den Restmüll oder bei einigen Kommunen in die Altölsammlung geben.
- Mehrere Liter (z. B. beim Frittieren): Zum Wertstoffhof (Wertstoffhof oder Schadstoffannahme) bringen — viele Städte in Deutschland akzeptieren Speiseöl.
- Regelmäßig kochen? Sammel das Fett in einem Schraubglas, gib es später in die Biotonne nur wenn lokal erlaubt — oft aber besser zum Recycling bringen.
- Alternative: Manchmal sammeln lokale Betriebe oder Hobby-Diesel-Hersteller größere Mengen an (nach Absprache).
Mein Lieblings-Hack — simpel und zuverlässig
Fett in ein Einmachglas füllen, kurz abkühlen lassen, dann ins Gefrierfach stellen. Das Fett wird fest, Glas verschließen und ins Restmüll-Glas/Metall entsorgen oder zum Wertstoffhof bringen. Funktionierte bei mir in der WG perfekt.
Was Klempner dir heimlich raten
In meiner Recherche sagten mehrere Profis das Gleiche: Wegwischen ist oft die beste erste Maßnahme. Außer: Du hast schon einen chronischen Geruch oder langsamen Abfluss — dann lieber früher den Profi holen.
- Vorbeugen: Immer mit Küchenpapier ausreiben, bevor du mit Wasser abspülst.
- Installiere ein Ablauf-Sieb — kostet bei Obi oder Toom unter 5 € und spart Nerven.
- Bei alten Leitungen (Altbau in vielen deutschen Städten) lieber häufiger kontrollieren — die Rohre sind oft enger und anfälliger.

Sofortmaßnahmen, die du lieber meiden solltest
Ich habe Videos gesehen, in denen Leute kochendes Fett mit kaltem Wasser bekämpfen — schlechte Idee. Das kann Spritzer und Verbrühungen verursachen und Fett tiefer ins System drücken.
- Keine aggressiven Rohrreiniger (Salpetersäure etc.).
- Kein Ausspülen mit Eiswasser, um Fett „hart“ zu machen — das verlagert das Problem nur.
Lokale Realität: Was in deutschen Städten üblich ist
Viele Kommunen in Deutschland haben Sammelstellen für Altöl oder Speiseöl. In Großstädten wie Berlin, Hamburg oder München sind die Wertstoffhöfe gut ausgestattet; in kleineren Gemeinden lohnt ein Blick auf die Website des Entsorgungsbetriebs.
Und ja: Der nächste Baumarkt (z. B. Bauhaus, Hornbach) verkauft einfache Fettabscheider oder Ablauf-Siebe — eine kleine Investition gegen großen Ärger.
By the way: Wenn du einen Klempner rufst, frag nach einer Rechnung — manchmal übernehmen Hausratversicherungen Folgeschäden.
Fazit: Gieße kein Bratfett in den Abfluss. Ein einfacher Fehler kann dich hunderte Euro und Wochen Ärger kosten.
Wie gehst du mit übrigem Bratfett um — Glas, Restmüll oder gleich zum Wertstoffhof? Teile deine Methode unten, vielleicht lernt jemand was Neues.









