Verstopftes Waschbecken nach dem Kochen? Ich habe oft Klempner begleitet, die hässliche, teure Folgen gesehen haben. Wenn Du jetzt weitergibst, riskierst Du einen Rohrbruch oder eine Rechnung von mehreren Hundert Euro.
Lesen lohnt sich sofort: Gerade im Winter und zu Feiertagen kochen viele, und genau dann passiert der Schaden. Ich zeige Dir, welche Fette wirklich tabu sind und wie Du sie richtig entsorgst — simpel, schnell, ohne Risiko.
Warum Dein Waschbecken keine Fritteuse ist
Viele denken: „Ist doch nur ein Schuss Öl“, und kippen alles in den Abfluss. Ich habe bemerkt, dass genau diese kleinen Momente großen Ärger bringen.
Im Rohr kühlt Fett ab, verfestigt sich und bindet Haare sowie Essensreste — das ist wie Kaugummi, das immer mehr Staub sammelt.
Was Klempner am häufigsten aus den Rohren kratzen
- Bratfett aus der Pfanne
- Frittieröl (auch mehrfach verwendetes Öl)
- Butter und Margarine
- Schmalz und Gänseschmalz
- Saucen mit hohem Fettanteil (Béchamel, Carbonara-Reste)
- Öliger Salatdressing-Rest
- Fettige Reste von Glasuren und Süßspeisen
Die drei fatalen Mythen — und warum sie falsch sind
Mythos 1: Heißes Wasser löst Fett. Falsch. Heißes Wasser transportiert Fett kurzfristig, doch beim Abkühlen setzt es sich wieder fest.

Mythos 2: Spülmittel macht Fett unschädlich. Spülmittel emulgiert Fett, aber das Gemisch kann im Rohr erneut verklumpen.
Mythos 3: Kleine Mengen sind okay. Viele kleine Tropfen addieren sich — das Rohr ist kein Entsorgungsbehälter.
Praktische Tipps: So entsorgst Du Fett richtig (Schritt-für-Schritt)
Ich habe diese Methode in deutschen Haushalten getestet — einfach, günstig und funktioniert.
- Pfanne abkühlen lassen, aber nicht kalt werden lassen — so lässt sich Fett leichter in einen Behälter gießen.
- Schritt 1: Restfett in ein altes Glas oder leere Konservendose schütten.
- Schritt 2: Glas mit Deckel verschließen oder mit Alufolie abdecken.
- Schritt 3: Nach dem Auskühlen ins Restmüll (keine Biotonne!) — in den meisten Kommunen korrekt.
- Alternativ: Gesammeltes Öl in den kommunalen Altöl-Sammelstellen oder bei manchen REWE-/Edeka-Filialen abgeben.
Was Du sofort tun kannst, wenn’s schon zu spät ist
- Kein Rohrreiniger in Mengen kippen — oft schadet die Chemie den Rohren mehr.
- Mechanisch probieren: Siphon abschrauben (mit Eimer drunter) und ausleeren.
- Wenn das nicht hilft: Klempner rufen. In Deutschland liegen die Notdienstpreise am Wochenende oder abends deutlich höher — spare Dir die Panik, rufe Frühzeitig.
Günstige Helfer für die Küche
Ich benutze drei Dinge, die bei mir im Alltag nie fehlen:
- Ein altes Marmeladenglas als Fett-Sammelbehälter
- Kaffefilter oder Zeitungspapier zum Abtupfen fetthaltiger Pfannenreste
- Ein kleines Schild an der Spüle: „Öl ins Glas“ — klingt banal, verhindert aber Fehler
Ein Tipp, der wirklich hilft: Stelle im Winter ein beschriftetes Glas neben die Spüle. Nach dem Festessen füllst Du alle Fettreste dorthin — das spart Zeit und verhindert Verstopfungen. In meiner Straße hat diese kleine Regel mehrere Klempner-Einsätze überflüssig gemacht.

Warum sich das Ausgeben lohnt
Ein verstopftes Rohr ist kein kleines Ärgernis — das kann Wasser im Haus, unangenehme Gerüche und teure Reparaturen bedeuten. Für 0–5 Euro Glas statt Hunderten für die Rohrreinigung einzusparen, ist keine schlechte Rechnung.
Kurze Checkliste: Verboten vs. Ok
- Verbieten: Bratfett, Frittieröl, Schmalz, Butter, fetthaltige Saucen
- Okay (in Maßen): Kleine Essensreste mit Küchenpapier in den Restmüll
- Besonders: Flüssiges Pflanzenöl kann gesammelt und in Sammelstellen abgegeben werden
By the way: In vielen deutschen Haushalten landen Fette immer noch in der Spüle, einfach weil es schnell geht. Das ist die Situation, die ich am häufigsten sehe — und die sich leicht ändern lässt.
Zum Mitnehmen
Fette gehören nicht in den Abfluss. Sammle sie, verschließe sie, entsorge sie korrekt — das schützt Deine Rohre und Deinen Geldbeutel.
Was war Dein schlimmstes Erlebnis mit verstopften Rohren? Schreib es in die Kommentare — vielleicht rettet Deine Erfahrung anderen den nächsten Klempnereinsatz.









