Dein Waschbecken läuft immer langsamer? Oder du hattest schon einmal diesen faulen Geruch aus dem Siphon? Das sind die ersten Signale — und wenn du jetzt nicht handelst, wird aus Ärger schnell eine teure Notfallrechnung.
Ich habe in den letzten Jahren Haushalte in ganz Deutschland gesehen, die wegen weniger Dinge stundenlang kein Wasser mehr hatten. Ein verstopftes Rohr kommt immer zur unpassendsten Zeit — vor Weihnachten, am Wochenende, bei Gästen.
Deshalb hier klar und praktisch: die vier Sachen, die du sofort aus deinem Vokabular „Abfluss“ streichen musst — plus einfache Tricks, wie du deinen Abfluss gesund hältst.
Warum dieser Trick nicht mehr funktioniert
Viele Leute denken: „Kleines Fett — kein Problem“ oder „steht schon Jahr so im Siphon“. Das ist trügerisch. Kleine Rückstände sammeln sich, verbinden sich und werden hart wie Beton. Ich hab gesehen, wie ein winziger Löffel Bratfett nach Monaten eine komplette Küche lahmlegte.

Die 4 Dinge, die nie in den Abfluss gehören
1. Fette, Öle, Bratreste
Ob Bratfett, Öl oder Dressings — sie sind flüssig, wenn heiß, aber kühlen im Rohr ab und verfestigen sich. Das ist wie Karamell, das im Abfluss aushärtet.
- Warum es schadet: Fett haftet an Rohrwänden und bindet andere Partikel — Ergebnis: Schicht für Schicht, Rohre dicht.
- Mein Tipp: Sammle heißes Fett in ein altes Glas, lasse es fest werden und entsorge es in der Restmülltonne oder bringe größere Mengen zum Wertstoffhof.
2. Feuchttücher & Hygienetücher
Auch wenn „spülbar“ auf der Packung steht — das ist Marketing. Feuchttücher zerfallen nicht wie Toilettenpapier; sie bilden im Kanalnetz wahre Matten.
- Warum es schadet: Tücher verhaken sich, fangen Haare und Fett und machen daraus einen Block.
- Praktisch: Immer in den Restmüll werfen. In deutschen Städten führen solche Tücher regelmäßig zu Kanalverstopfungen.
3. Kaffeesatz, Reis, Nudeln
Kaffeesatz wirkt harmlos, aber er verklumpt und schafft eine schleimige Schicht. Reis und Nudeln quellen im Wasser auf — das Rohr wird enger.
- Warum es schadet: Sie sammeln sich am Siphon und sind ein Magnet für weitere Ablagerungen.
- Mein Trick: Kaffeesatz kommt in die Biotonne oder auf den Kompost; Reis und Pasta in den Restmüll (oder auf den Teller für Reste-Essen).
4. Haare & Kosmetikrückstände
Haare sind der Klassiker im Badezimmer. Kombiniert mit Seifenresten entsteht ein klebriger Teppich, der Dübellängen ansetzt.
- Warum es schadet: Haare wickeln sich um alles, bilden Dämme und blockieren den Abfluss.
- Konkreter Tipp: Setze einen Siebkorb in die Dusche/Waschbecken — kostet bei OBI oder Bauhaus nur ein paar Euro, spart aber Stunden Frust.
Konkreter Life-Hack: Fettentsorgung Schritt für Schritt
In meiner Praxis hat dieser einfache Ablauf schon viele Notrufe verhindert. Du brauchst nur ein leeres Glas mit Deckel und etwas Disziplin.
- Schritt 1: Nach dem Braten das Fett in ein hitzebeständiges Gefäß gießen (niemals direkt ins Glas aus dem Kühlschrank).
- Schritt 2: Glas abkühlen lassen, Deckel drauf — das Fett wird fest.
- Schritt 3: Glas in die Restmülltonne geben oder kleine Mengen in Zeitung einwickeln und entsorgen. Für große Mengen: zum lokalen Wertstoffhof bringen (in vielen Kommunen kostenlose Sammelstellen).

Was du kurzfristig tun kannst, wenn es schon langsamer läuft
Bevor du den teuren Klempner rufst, probier diese Schritte. Oft reicht es, um die Situation zu entschärfen.
- Mechanisch: Entferne sichtbare Haare mit einer Zange oder einem Haken (gibt’s für ~5–10 € bei DM/OBI).
- Hausmittel: Gieße eine Kanne heißes (nicht kochendes) Wasser in den Abfluss, das löst frischere Fettansammlungen.
- Enzymreiniger: Kaufe einen enzymatischen Rohrreiniger in Drogerien (DM/Rossmann) — das ist sanfter für Rohre und Umwelt als starke Chemie.
Übrigens — vermeide diese Fehler
Viele übergießen alles mit Chemie, wenn’s langsam läuft. Kurzfristig mag das helfen, aber auf lange Sicht kann es Dichtungen angreifen und deine Rohre porös machen. Ich habe Kunden gesehen, die danach noch häufiger Probleme hatten.
Zum Schluss
Verhaltensänderungen kosten weniger als der Handwerker. Ein paar einfache Regeln in der Küche und im Bad halten Rohre frei — und Nerven auch.
Was war dein schlimmster Abfluss-Fail? Schreib’s in die Kommentare — je unrealistischer, desto besser!









