Deine Fliesen sehen nach dem Putzen matt aus oder ziehen ständig Fett an? Viele werfen Kartoffelschalen weg — dabei habe ich entdeckt, dass genau diese Küchenreste oft besser reinigen als teure Spezialmittel. Lies weiter, wenn Du in den nächsten 10 Minuten eine simple, günstige und umweltfreundliche Methode ausprobieren willst.
Warum das bei mir sofort funktioniert hat
Ich bemerkte es zufällig nach einem Kartoffelgericht: Die Arbeitsfläche glänzte, obwohl ich nur die Schalen wegrieb. Neugierig habe ich es systematisch getestet — in meiner Küche, im Bad und sogar an der Flurfliese.
Kurz gesagt: Kartoffelschalen sind mehr als Bioabfall. Ihre Stärke bindet Fett, die Schale bietet leichte Reibung, und kombiniert mit warmem Wasser wird daraus ein effektiver Reiniger.
Was du sofort wissen musst (Vorteile & Fallen)
- Vorteile:
- Sehr günstig — oft gratis, besonders wenn Du Kartoffeln aus dem Wochenmarkt oder bei Aldi/Lidl holst.
- Biologisch abbaubar und regional verfügbar (perfekt für deutsche Single- oder Familienhaushalte).
- Sanft zu Keramik- und Feinsteinzeug-Fliesen.
- Vorsicht:
- Auf Naturstein wie Marmor oder Kalkstein können Rückstände mattieren oder Schaden anrichten — immer erst testen.
- Unbedingt Rückstände gründlich abspülen, sonst wird es klebrig oder rutschig.
- Rohe Schalen im Abfluss können Fliegen anziehen — Abfall sofort entsorgen oder kompostieren.
Warum es funktioniert (kurz & praktisch)
Die Kartoffel enthält viel Stärke, die Fett bindet wie ein kleines Tuch. Die Schale selbst wirkt ein wenig wie ein feines Scheuermittel — nicht kratzend, aber effektiv gegen eingebrannten Schmutz. Ein Spritzer Essig hilft bei Kalkflecken, ähnlich wie bei Omas Hausmittel.

Die Methode: 2 einfache Wege — direkt oder als Sud
1) Direktes Reiben (für kleine Flächen und Flecken)
Ideal für Spritzer neben dem Herd oder einzelne Flecken auf der Fliese.
- Schneide eine frische Kartoffelschale in ein handliches Stück.
- Reibe die Schale mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen über den Fleck.
- Mit warmem Wasser nachwischen und trocken reiben.
2) Kartoffelsud (für größere Flächen)
Für Boden oder große Flächen ist der Sud praktisch — in meiner WG hat das eine 2-€-Flasche Putzmittel ersetzt.
- Sammle Schalen von 4–6 mittelgroßen Kartoffeln.
- 10–15 Minuten in 1 Liter Wasser köcheln lassen (nicht stark sprudelnd).
- Abkühlen lassen und durchseihen.
- In eine Sprühflasche füllen oder ins Wischwasser geben (ca. 100–200 ml Sud auf 5 L Wasser).
- Mit einem Mikrofasertuch nachwischen, damit keine Stärke-Rückstände bleiben.
Praktische Tipps aus meiner Küche (die niemand beachtet)
- Für hartnäckigen Fettfilm ein wenig Salz zur Schale reiben — das gibt mehr Reibung ohne Kratzer.
- Bei Kalkflecken ein Schuss Haushaltsessig in den Sud — aber vorher an einer unauffälligen Stelle testen.
- Kein Dauergebrauch auf glänzend beschichtetem Naturstein — einmal pro Monat testen, sonst auf kommerzielle Reiniger zurückgreifen.
- Reste nicht in die Mülltonne werfen: Nutze die Bio-Tonne oder den Kompost, wie es in vielen Kommunen in Deutschland empfohlen wird.

Kurzer Vergleich: Kartoffelschale vs. Fertigreiniger
- Kosten: oft 0 € vs. 2–5 € pro Flasche (supermarktpreis).
- Umwelt: kompostierbar vs. Plastikflasche, Chemie.
- Wirksamkeit: gut bei Fett & leichten Verschmutzungen; bei harten Kalkablagerungen braucht es stärkere Säuren.
Das kleine Extra — DIY Pulver (für die Aufbewahrung)
Wenn Du nicht ständig kochen willst: Kartoffelschalen trocknen, mahlen und mit etwas Natron mischen. Als Pulver wirkt das wie ein mildes Scheuermittel für hartnäckige Stellen. Bewahre es in einem Glas auf — hält mehrere Wochen.
Was ich gelernt habe — überraschende Erkenntnisse
Viele übersehen einfache Lösungen, weil Marketing uns Spezialprodukte verkauft. Ich habe in meiner Testreihe gesehen, dass Kartoffelschalen oft ausreichen — besonders in Haushalten mit Kindern oder Haustieren, wo aggressive Reiniger keine Option sind.
By the way: In Herbst und Winter sind frische Kartoffeln in den Discountern besonders günstig; nutze die Saison für Vorrat oder um das Pulver herzustellen.
Kurzfazit: Probier es aus. Für kleine bis mittlere Verschmutzungen sind Kartoffelschalen ein günstiger, nachhaltiger und überraschend wirkungsvoller Helfer — aber teste vorher und spüle gründlich.
Hast Du schon mal Küchenreste zum Putzen verwendet? Welche Erfahrung hattest Du — funktioniert das bei Dir oder hast Du Bedenken?









