Installateure warnen: Niemals dieses Öl ins Abwasser gießen

Hast du zuletzt nach dem Braten einfach das Öl in den Ausguss gekippt? Viele tun das – und bezahlen später mit verstopften Rohren und teuren Rechnungen. Lies das jetzt: ich habe als Journalist mit mehreren Installateuren gesprochen und selbst verstopfte Hausanschlüsse gesehen.

Warum das wichtig ist? Weil ein kleiner Löffel Öl heute zu einem 300–800 €-Reparaturfall morgen werden kann. Und weil es in Deutschland strengere Regeln für Abwasser und Entsorgung gibt als du denkst.

Was im Rohr wirklich passiert

Wenn heißes Fett ins Rohr fließt, sieht es harmlos aus. Aber sobald es abkühlt, wird es fest und klebt an den Rohrwänden.

Ich bemerkte bei Einsätzen immer wieder dasselbe: an einer Stelle reicht wenige Wochen, bis sich genug Schicht bildet, um den Durchmesser drastisch zu reduzieren.

Das passiert in Sekunden, Wochen, Monaten

  • Sekunden: Öl läuft in den Abfluss und verschwindet aus Sicht.
  • Wochen: feine Partikel und Haare kleben am Fett, die Schicht wächst.
  • Monate: kompletter Verschluss, Wasserrückstau, muffiger Geruch, Rohrsanierung.

Finanzielle und ökologische Folgen

Gieß niemals Öl in den Abfluss ist keine Panikmache: Installateure sehen regelmäßig Folgeschäden, die Kosten verursachen – privat und für die Stadtentwässerung.

Außerdem gelangt Fett in die Kanalisation, verstopft Pumpen und Kläranlagen. Das erhöht die Gebühren, die du am Ende alle bezahlst.

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Kurze Fakten, die viele übersehen

  • Kleinmengen summieren sich: Ein Haushalt, der regelmäßig Öl kippt, produziert binnen Monaten eine feste Fettschicht.
  • Geruch und Hygiene: verstopfte Leitungen führen zu Geruchsproblemen, oft in Kellern und Hausanschlüssen.
  • Bußgelder: In manchen Kommunen kann unsachgemäße Entsorgung teuer werden – das Abwasserrecht ist streng.

So entsorgst du Öl richtig — einfache Hacks, die funktionieren

In meiner Praxis haben sich zwei Methoden bewährt: Sammeln in Flaschen oder fest werden lassen und in den Restmüll. Beide sind kostenlos und schnell.

Step-by-step: Der Kühl-Trick (mein Lieblings-Hack)

  • Sammle das gebrauchte Öl in einem leeren Schraubglas oder einer PET-Flasche.
  • Stell das Gefäß in den Kühlschrank oder Gefrierschrank, bis das Fett fest wird.
  • Schraubdeckel drauf und ab in den Restmüll (nicht in die Biotonne!). Alternativ: zum Wertstoffhof bringen.

Warum das klappt: festes Fett klebt nicht mehr an Rohren und lässt sich wie Marmelade entsorgen — sehr viel einfacher als flüssiges Öl.

Wenn du es eilig hast: der Küchenpapier-Trick

  • Wische das Öl mit Küchenpapier auf.
  • Pack das Papier in den Restmüll.
  • Kaffeesatz bindet kleine Mengen und hilft ebenfalls.

Wo du das Oil in Deutschland abgeben kannst

Viele Kommunen und Wertstoffhöfe nehmen Speiseöl an. Manchmal gibt es auch Sammelstellen bei örtlichen Recyclinghöfen oder Sonderaktionen in Supermärkten.

  • Wertstoffhof deiner Stadt (kostenlos).
  • Sammelstellen bei Recyclingpartnerschaften (manchmal in der Nähe von Obi oder Hornbach).
  • Große Mengen: Entsorgung über den Schadstoffhof – informieren beim Rathaus oder über die Website deiner Stadt.

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Häufige Fragen, kurz beantwortet

  • Darf ich kleine Mengen ins Abflusswasser? Nein — selbst kleine Mengen lagern sich an.
  • Biotonne? Besser nicht: flüssiges Öl stört die Sammlung, feste Reste nur in Restmüll.
  • Können Sammelstellen Geld verlangen? Meist nein, aber erkundige dich lokal — in größeren Städten sind die Regeln unterschiedlich.

Der emotionalere Teil: Warum es mich ärgert

Ich sehe Menschen, die aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit ihr Zuhause ruinieren. Das ärgert mich, weil es so einfach zu vermeiden ist.

Stell dir vor, du sitzt an einem Sonntag mit Freunden und plötzlich läuft das Wasser nicht mehr ab – und die Reparatur zieht sich wie ein Kater nach dem Festessen. Das kann man verhindern.

Abschließender Tipp: Die 2-Minuten-Regel

Vor dem Abspülen: 2 Minuten, um Öl in ein Glas zu kippen. Das spare dir spätere Nerven und Euro-Beträge.

Und wenn du regelmäßig viel Öl verbrauchst (z. B. Frittieren): Sammle und gib es beim Wertstoffhof ab — oft kostenlos und umweltfreundlich.

Kurz gesagt: Ein bisschen Mühe beim Entsorgen heute erspart dir teure Rohrreparaturen und Probleme mit der Kommune morgen.

Was ist deine Methode, gebrauchtes Öl loszuwerden — hast du schon mal eine Verstopfung bekommen oder einen Trick, der super funktioniert? Schreib es unten.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

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