Dezember wirkt auf viele Hobbygärtner wie eine Pause: Frost, Kürze des Tageslichts, Winterschlaf. Trotzdem nutzen Astrologen und biodynamische Gärtner genau diesen Monat für bestimmte Pflanz- und Pflegemaßnahmen — nicht weil der Mond Wunder wirkt, sondern weil er Rhythmus in die Arbeit bringt. Wenn Sie gern nach dem Mondkalender arbeiten, dann lesen Sie weiter: Ich zeige Ihnen, worauf es wirklich ankommt und welche Tage sich im Dezember lohnen könnten.
Worauf Astrologen beim Pflanzen achten
Astrologische Gärtner kombinieren zwei Grundfaktoren: Mondphase und Tierkreiszeichen. Traditionell gilt:
- Wachsender Mond (Neumond → Vollmond): fördert oberirdisches Wachstum — gut für Aussaat von Blattgemüse und Umtopfen.
- Abnehmender Mond (Vollmond → Neumond): günstig für Wurzelarbeit, Ruhe und Schnitt.
- Tierkreiszuordnung: Erdzeichen (Stier, Jungfrau, Steinbock) für Wurzelpflanzungen; Luftzeichen (Zwillinge, Waage, Wassermann) für Blattkultur; Wasserzeichen (Krebs, Skorpion, Fische) für Frucht und Blüten; Feuerzeichen (Widder, Löwe, Schütze) für Blüte-Impulse.
Was im Dezember wirklich praktikabel ist
Praktisch heißt das: Im Dezember pflanzen Sie selten draußen aus — es sei denn, der Boden ist frostfrei. Vielerorts in Deutschland ist der Monat eher für diese Arbeiten geeignet:

- Umtopfen und Vermehren von Zimmerpflanzen
- Vorbereiten und Vorziehen von Stecklingen in Wärme (Fensterbank, beheiztes Gewächshaus)
- Setzen von freiliegenden Wurzelware (Obstbäume, Rosen) bei frostfreiem Boden
- Mulchen, Boden verbessern, Holzschnitt bei abnehmendem Mond
Konkret: Wie Sie Ihre Arbeiten nach dem Mond richten
Ich empfehle eine einfache Routine, ohne jeden Tag akribisch zu berechnen:
- Planen Sie Aussaaten und Umtopfarbeiten auf die Zeit des zunehmenden Mondes — das gibt Pflanzen oft einen schnelleren Start.
- Führen Sie Schnitt- und Entrümpelungsarbeiten während des abnehmenden Mondes durch — weniger Saftfluss, weniger Stress.
- Wenn Sie Wurzelpflanzen setzen oder schwere Erdarbeiten planen, prüfen Sie, ob der Mond in einem Erdzeichen steht (Stier, Jungfrau, Steinbock).
Beispiele aus der Praxis
Letztes Jahr habe ich im Dezember Stecklinge von Efeu und Tradescantia auf dem Fensterbrett bewurzelt — an Tagen des zunehmenden Mondes ging das schneller. Auf der anderen Seite habe ich meinen Apfelbaum veredelt, als der Mond im Erdzeichen stand; der Schnitt war überschaubar und die Veredelung nahm gut an. Solche Mini-Experimente geben Ihnen ein Gefühl dafür, was in Ihrem Mikroklima funktioniert.

Worauf Sie unbedingt achten sollten
- Wetter zuerst: Mondkalender ersetzt keinen Blick auf Frostwarnungen — Pflanzen können bei hartem Frost Schaden nehmen.
- Regionale Unterschiede: In Küstennähe ist der Boden oft länger frostfrei; in bergigen Regionen nicht.
- Keine Wunder erwarten: Astrologie gibt Rhythmus, aber gute Erde, Licht und Pflege bleiben entscheidend.
Tools und Quellen
Nutzen Sie verlässliche Mondkalender-Apps oder gedruckte Maria‑Thun‑Kalender, wenn Sie biodynamisch arbeiten. In Deutschland sind lokale Gartenmärkte wie OBI, Dehner oder Hornbach gute Anlaufstellen für Materialien; im Berliner Raum sind Kleingärten (Schrebergärten) ein guter Ort zum Austausch über praktische Erfahrungen.
Fazit
Günstige Pflanzentage im Dezember sind kein Geheimrezept, aber ein nützliches Planungsinstrument. Wenn Sie Mondphase und Tierkreis einfach in Ihre Routine integrieren — kombiniert mit gesundem Menschenverstand und frostbezogener Vorsicht — sparen Sie Arbeit und oft auch Nerven. Probieren Sie eine kleine Serie von Versuchen an Ihren Pflanzen und notieren Sie Ergebnisse: das ist die beste Art, herauszufinden, ob der Mond für Sie arbeitet.
Haben Sie eigene Erfahrungen mit Mondpflanzungen im Dezember? Teilen Sie Ihre Erfolge oder Fragen in den Kommentaren — ich antworte gern.









