Gärtner enthüllen: Warum Sie niemals Leitungswasser zum Gießen verwenden sollten

Deine Fensterbankpflanzen sehen schlapp aus, trotz täglichem Gießen? Oder die Hortensie verliert die Farbe, obwohl du alles richtig machst?

Ich habe bemerkt, dass viele Schäden nicht an zu wenig Liebe liegen, sondern am Wasser aus der Leitung. Das kann schleichend deine Pflanzen ruinieren — und zwar genau dort, wo du es am wenigsten erwartest: in deiner Küche oder dem Mietshaus in Berlin.

Les das jetzt, bevor die nächste Saison deiner Lieblingspflanzen zur traurigen Geschichte wird.

Warum das bei dir nicht funktioniert

In meiner Praxis mit Balkon- und Kübelpflanzen sehe ich immer wieder dieselben Symptome: weiße Krusten, braune Blattspitzen, saurer Boden, vermehrt Schädlinge. Die Ursache? Oft das Wasser, mit dem du gießt.

Chlor & Chloramine: Die unsichtbaren Pflanzentöter

Viele kommunale Wasserwerke in Deutschland nutzen Desinfektionsmittel — teilweise Chlor, teilweise Chloramine. Für Menschen völlig unbedenklich, für empfindliche Pflanzen und nützliche Bodenmikroben können sie problematisch sein.

  • Schädigt Bodenleben (Mikroorganismen, Regenwürmer).
  • Kürzt die Nährstoffaufnahme bei Wurzeln.
  • Gerade bei Setzlingen und Bonsai sichtbar.

Hartes Wasser = verstecktes Salz

In vielen Regionen Deutschlands, etwa im Ruhrgebiet oder um München, ist das Leitungswasser sehr hart. Kalk lagert sich ab — wie eine feine Kruste auf Blättern und im Topf.

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  • Azaleen, Rhododendren, Hortensien leiden stark.
  • Längerfristig erhöht sich der pH-Wert des Substrats.
  • Gibt deinen Pflanzen „Durst trotz Wasser“.

Wasserenthärter und Haushaltsabflüsse: Fremde Chemie

Wenn du entkalktes Wasser aus dem Haushaltsenthärter nutzt (oder es aus der Dusche kommt), sind oft Natrium oder Kalium im Spiel. Das ist für Pflanzen langfristig schädlich.

Temperatur-Schock und Fremdstoffe

Eiskaltes Wasser aus dem Hahn im Winter kann empfindliche Wurzeln schocken. Und kleine Mengen Kupfer oder Blei aus alten Leitungen? Sie sammeln sich an.

Welche Pflanzen leiden besonders — und welche tolerieren Leitungswasser?

  • Empfindlich: Hortensie, Rhododendron, Azalee, Bonsai, viele Orchideen.
  • Tolerant: viele Sukkulenten und Kakteen, robuste Zimmerpflanzen wie Sansevieria.

Merke dir eins:

Leitungswasser ist nicht automatisch harmlos für deine Pflanzen. Es hängt von Region, Jahreszeit und Rohrleitung ab.

Praktische Alternativen — schnelle Lösungen, die funktionieren

Ich empfehle drei verlässliche Wege, die du heute umsetzen kannst — je nach Budget und Platz.

  • Regenwasser sammeln: die beste, günstigste Option.
  • Aktivkohle-Filter (z.B. Brita, Aquaristik-Kohle): reduziert Chlor/Metalle.
  • Wasser stehen lassen (nur bei Chlor): 24 Stunden offen stehen lassen — hilft bei Chlor, nicht bei Chloraminen.

Life-Hack: Günstiger Regenwassertank für Balkon und Garten

Ich habe auf dem Balkon einen 120-Liter-Wassertank von Hornbach — 60 Euro — montiert. Das Ergebnis nach einem Sommer: kaum Kalk, kräftigere Farben, weniger Gießen.

So richtest du einen einfachen Regenwassertank ein (Schritt für Schritt):

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  • 1) Kaufe eine Regentonne oder Wassertank (OBI, Bauhaus, Hornbach — Preise 30–150 €).
  • 2) Stelle sie unter das Fallrohr und sorge für ein Insektennetz oben.
  • 3) Installiere ein kleines Absperrventil/Hahn — so kannst du mit einer Gießkanne Wasser entnehmen.
  • 4) Erste 10–20 Liter wegfließen lassen (Laub und Staub werden so ausgespült).
  • 5) Abdecken gegen Mücken; regelmäßig nach Regen prüfen.

Schnelle Lösung für Zimmerpflanzen

Kein Platz für eine Regentonne? Dann nutze einen Aktivkohlefilter (Brita-Filterkaraffe) oder Aquarien-Entchlorungsmittel aus dem Zoofachhandel. Für Setzlinge gilt: gefiltertes oder abgestandenes Wasser.

Was du sofort ändern solltest

  • Teste dein Leitungswasser (Streifen aus dem Gartencenter oder Wassertests online).
  • Wechsele im Frühjahr auf gesammeltes Wasser — besonders bei lichtempfindlichen Arten.
  • Vermeide Enthärterwasser fürs Gießen.
  • Bei Blattbildungen mit weißen Krusten: weiche Blätter ab und gieße mit Regenwasser.

Ein Vergleich, damit du es dir vorstellen kannst

Denke an Leitungswasser wie an Instantkaffee: praktisch, für dich in Ordnung — aber wenn du wirklich guten Espresso (deine Pflanze) willst, brauchst du gefiltertes Wasser oder Regenwasser. Der Unterschied ist nicht sofort sichtbar, aber er entscheidet über Geschmack — beziehungsweise Blattfarbe und Wurzelgesundheit.

Letzte Gedanken

Ich habe Pflanzen verloren, bevor ich das verstanden habe. Das ärgert mich heute noch — weil es so leicht vermeidbar gewesen wäre. Regenwasser oder einfache Filter zahlen sich aus — für deine Pflanzen und dein Ruhegefühl.

Was hast du bisher benutzt, um deine Pflanzen zu gießen — Leitungswasser, Regenwasser oder Filter? Schreib kurz unten, welche Pflanze bei dir Problem macht, dann gebe ich einen konkreten Tipp.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

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