Für Sie 50+: Diese 3 Übungen helfen Ihrer Beweglichkeit

Mit 50+ ist Beweglichkeit nicht nur Kosmetik — sie entscheidet, ob Sie die Treppe ohne Stock nehmen, den Enkel aufheben oder im Garten arbeiten können. Viele meiner Patientinnen und Patienten glauben, man könne das nicht mehr verbessern. Das stimmt nicht. Mit gezielten, kurzen Übungen lässt sich Lebensqualität zurückgewinnen.

Warum gerade diese drei Übungen?

Ich habe in 10+ Jahren mit älteren Menschen gearbeitet: Physiotherapie, Reha und Gruppen in Vereinen. Die drei folgenden Übungen treffen Hüfte, Wirbelsäule und Sprunggelenk — die Schlüsselbereiche für Alltagstauglichkeit. Sie sind einfach, brauchen kaum Hilfsmittel und lassen sich überall durchführen: Zuhause, im Kurpark oder in der Gruppe beim Turnverein.

1. Hüftöffner mit Stuhl (dynamisch)

Warum: Eine bewegliche Hüfte erleichtert Aufstehen, Anziehen und Gehen. Viele sitzen zu viel — die Hüftbeuger verkürzen.

So geht’s:

  • Setzen Sie sich vorn auf einen stabilen Stuhl, Füße hüftbreit.
  • Heben Sie ein Knie langsam zur Brust, halten Sie es 1–2 Sekunden, senken, dann 10–12 Wiederholungen pro Seite.
  • Erhöhen: Bein gestreckt nach vorn schieben (Beinpendel), 10 Schwünge pro Seite.

Tipps: Atmen Sie gleichmäßig, ziehen Sie nicht mit dem Oberkörper. Bei künstlichem Hüftgelenk: Rücksprache mit dem Operateur/Physio.

2. Sitzende Rumpfrotation (für Wirbelsäule und Brustkorb)

Warum: Eine bewegliche Brustwirbelsäule verbessert Haltung, erleichtert Atmen und reduziert Nacken- und Schulterschmerzen.

So geht’s:

  • Setzen Sie sich aufrecht, Hände hinter den Kopf oder auf den Oberschenkeln.
  • Drehen Sie den Oberkörper langsam nach rechts, Blick folgt der Bewegung, zurück zur Mitte, dann links. 8–10 Wiederholungen pro Seite.
  • Fortgeschritten: Hände hinter dem Kopf verschränken und Rotation etwas verstärken.

Tipps: Bewegen Sie sich kontrolliert, nicht ruckartig. Wenn Sie Schwindel spüren, pausieren.

3. Sprunggelenk-Training: Fersen- und Zehenheben

Warum: Knöchelbeweglichkeit und Unterschenkelkraft sind entscheidend für sicheren Gang und Standsicherheit.

So geht’s:

  • Stellen Sie sich hinter einen Stuhl, halten Sie sich am Rücken fest.
  • Heben Sie die Fersen hoch (auf Zehen), halten 1–2 Sekunden, dann langsam absenken — 12–15 Wiederholungen.
  • Danach langsam auf die Fersen kippen (Zehen heben) für 10–12 Wiederholungen.

Variation: Wenn Balance schwierig ist, auf zwei Beinen bleiben; wer weiter üben will, probiert Einbeinstand mit leichtem Abstützen.

Aufwärmen, Häufigkeit, Sicherheit

Vorher 5 Minuten aufwärmen: zügiges Gehen, Armkreisen, leichte Kniebeugen am Stuhl. Die Übungen selbst können Sie täglich machen — 3–4-mal pro Woche reicht, wenn Sie jedes Mal 2 Sätze absolvieren. Kleine Häufigkeit, aber regelmäßig, bringt mehr als sporadische Marathon-Sessions.

Wichtig: Bei akuten Schmerzen, Schwellungen oder nach Operationen zuerst mit Hausarzt oder Physiotherapeut sprechen. Viele Krankenkassen wie AOK oder Barmer fördern Rückenschulen und Seniorensportkurse — schauen Sie in Ihr Angebot.

Praktische Alltagstipps

  • Integrieren Sie die Übungen in Morgenroutine oder beim Zähneputzen — 5 Minuten summieren sich.
  • Nutzen Sie Wege: Treppensteigen statt Aufzug, kurze Spaziergänge im Volkspark oder Kurpark statt Sofa.
  • Treten Sie einer Seniorensportgruppe bei — soziale Kontrolle hilft, dranzubleiben und sorgt für Spaß.

Ein kleiner „Wow“-Fakt

Sie müssen nicht stundenlang trainieren: Regelmäßige, kurze Mobilitätsübungen verbessern die Bewegungsfreiheit und reduzieren oft Rücken- und Gelenkbeschwerden. Viele meiner Klientinnen berichten schon nach zwei bis vier Wochen von mehr Sicherheit beim Gehen — ein gutes Gefühl im Alltag.

Fangen Sie heute an: Probieren Sie jede Übung einmal durch, notieren Sie, welche am angenehmsten war. Wenn Sie möchten, schreiben Sie unten in die Kommentare, welche Übung Ihnen am meisten geholfen hat — ich antworte gern mit Anpassungen für Ihren Alltag.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

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