Dein Wohnzimmer fühlt sich an wie eine Durchgangszone im Winter? Kalte Luft schleicht am Fensterrahmen rein, Heizkosten steigen — und niemand hebt den Finger. Lies das jetzt, bevor der nächste Stromzähler-Schock kommt.
Ich habe diesen simplen Haushaltstrick ausprobiert und war überrascht, wie gut er kurzfristig wirkt — besonders in Altbauwohnungen mit Einfachverglasung. In wenigen Minuten kannst Du merklich weniger Zugluft spüren.
Warum das fast niemand mehr macht — und warum es trotzdem hilft
Viele übersehen einfache Lösungen, weil es moderner aussieht, teure Dichtungssets zu kaufen. Frischhaltefolie ist billig, schnell und sofort verfügbar (Rewe, Lidl, Aldi — kostet meistens nur ein paar Euro).
Ich bemerkte beim Testen: Die Folie schafft keine Wunder wie neue Fenster, aber sie reduziert kalte Ströme und das Kältegefühl direkt am Sitzplatz. Für kurzfristige Sofortmaßnahmen funktioniert sie überraschend gut.

Für wen das klappt
- Altbauwohnungen mit schmalen Ritzen am Rahmen
- Mieter, die keine Löcher oder starke Kleber nutzen dürfen
- Bei spontanen Besuchern von Verwandten/Nachbarn — schnelle Lösung
Was Du brauchst — nichts Exotisches
- Rolle Frischhaltefolie (Haushaltsfolie)
- Malerkrepp (Malerband) oder leicht abziehbares Klebeband
- Schere
- Optional: Föhn für Feinschliff
Wichtig: Nimm kein extrem klebriges Tape, wenn Du in einer Mietwohnung wohnst — es kann Farbe oder Dichtungen beschädigen.
So machst Du es in 7 Minuten — Schritt-für-Schritt
- 1) Fenster sauber wischen: Staub und Fettrückstände entfernen, damit das Klebeband hält.
- 2) Malerkrepp entlang des Rahmens kleben, nicht direkt auf empfindliche Farbe. Das schützt beim Entfernen.
- 3) Frischhaltefolie über das Fensterrahmen-Innere spannen. Streiche sie glatt, damit keine großen Falten bleiben.
- 4) Ränder mit Malerkrepp fixieren — zieh die Folie leicht, damit sie straff sitzt.
- 5) Optional: Kurz den Föhn auf warme Stufe halten (20–30 cm Abstand). Die Folie legt sich enger an und wirkt weniger labberig.
- 6) Kontrollieren: Wenn Du beim Sitzen immer noch kalte Luft spürst, setze eine zweite Lage oder konzentriere Dich auf die problematischen Ecken.
Das ist kein Dauerersatz für neue Fenster, aber es ist eine sofortige Barriere gegen Zugluft — wie ein provisorischer Schal für Dein Fenster.
Tipps, die kaum jemand sagt (die aber wirklich helfen)
- Bei Kippfenstern: Folie nur an der Innenseite des Rahmens anbringen, damit Du noch richtig lüften kannst.
- Bei Holzrahmen vorher testen: Klebeband an einer unauffälligen Stelle kurz probieren, um Farbabplatzungen zu vermeiden.
- Wenn Schimmel ein Thema ist: Folie nur kurzfristig nutzen und regelmäßig stoßlüften — erhöhte Luftfeuchte staut sich sonst.
- Für extra Isolation: Luftpolsterfolie (Luftpolsterfolie kaufen bei Bauhaus/Hornbach) statt normaler Frischhaltefolie verwenden — dicker, wärmer.
Was Du vermeiden solltest
- Die Folie nicht dauerhaft feucht werden lassen — das schafft Kondenswasser.
- Kein stark haftendes Industrieklebeband an frisch gestrichenen Rahmen benutzen.
- Nicht als Ersatz für richtiges Lüften verwenden — Stoßlüften bleibt Pflicht.

Meine Beobachtung nach einer Woche
In meiner Praxis, also beim Test in einer 3-Zimmer-Altbauwohnung, sank das subjektive Kältegefühl am Fensterbereich deutlich. Gäste merkten sofort: „Es zieht weniger.“ Die Heizung lief nicht viel kürzer, aber das Wohlgefühl stieg.
By the way — in Regionen mit strengen Temperaturen (z. B. Bayern oder Erzgebirge) ist das kein Allheilmittel; es hilft aber, den schlimmsten Zug für ein paar Euro zu eliminieren, bis ein Handwerker kommt.
Fazit — lohnt sich das?
Ja, als schnelle, günstige Sofortmaßnahme für den Winter ist Frischhaltefolie über dem Fensterrahmen ein praktischer Trick. Er ist billig, schnell und oft erstaunlich effektiv. Vorsicht bei Feuchtigkeit und bei gemieteten Wohnungen: Malerkrepp benutzen.
Hast Du das schon probiert — oder kennst Du eine bessere Notfalllösung? Schreib’s in die Kommentare, ich bin neugierig auf Eure Erfahrungen.









