Fliesenleger warnen: Niemals diese Reiniger auf Naturstein verwenden

Ich habe in meiner Arbeit als Fliesenleger unzählige Schäden gesehen, die vermeidbar gewesen wären. Viele Hausbesitzer in Deutschland greifen aus Gewohnheit zu Allzweckreinigern — und wundern sich, warum Marmor, Kalkstein oder Travertin matt und angeätzt aussehen. Jetzt sofort weiterlesen: Ein falscher Putzmittel-Einsatz kann Jahre an Schönheit und Tausende Euro an Sanierung kosten.

Warum viele Reiniger auf Naturstein nichts zu suchen haben

Ich merke es immer wieder: Leute denken, Essig sei harmlos, weil er “natürlich” ist. Das ist ein Trugschluss. Naturstein reagiert chemisch, nicht sentimental.

Essig und Säure ätzen Kalksteine wie Marmor — das sieht man oft erst nach Wochen. Und abrasive Mittel kratzen die Oberfläche, wie Sandpapier auf einer alten Kommode.

Produkte, die du sofort aus dem Putzschrank verbannen solltest

  • Essigreiniger / Zitronensäure — ätzt Kalkhaltigen Stein (Marmor, Kalkstein).
  • Säurehaltige Kalklöser (WC- oder Badreiniger) — aggressive Ätzung und Verfärbungen.
  • Backofen- und Ofenreiniger — extrem alkalisch, zerstört Versiegelungen.
  • Bleichmittel / Chlorreiniger — können Verfärbungen und Mattstellen verursachen.
  • Grobes Scheuermittel oder Stahlschwämme — feine Kratzer sammeln Schmutz und wirken alt.
  • Salz auf Außenplatten im Winter — Streusalz greift Versiegelung an und verursacht Frostschäden.

Wie du Naturstein wirklich sicher reinigst — mein Praxis-Test

In meiner Praxis habe ich einfache, wirksame Routinen entwickelt, die auch in deutschen Haushalten funktionieren — ohne teure Spezialgeräte.

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Einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung (Life Hack)

  • Schritt 1: Mach einen Test an einer unauffälligen Stelle (z. B. hinter dem Küchenmöbel).
  • Schritt 2: Mische 1 Liter warmes Wasser mit 1–2 Spritzern mildem, pH-neutralem Spülmittel.
  • Schritt 3: Wisch mit einem weichen Mikrofasermopp oder -tuch, nicht schrubben.
  • Schritt 4: Nachwischen mit klarem Wasser, damit Seifenreste nicht filmen.
  • Schritt 5: Sofort mit einem sauberen Tuch trockenwischen — stehendes Wasser dringt in den Stein ein.

Wenn du einen stärkeren Reiniger brauchst: Kaufe einen pH-neutralen Steinreiniger aus dem Baumarkt (z. B. Sortiment bei Hornbach, Obi oder Bauhaus). In Drogerien wie DM und Rossmann findest du meist nur Haushaltsmittel — dort lieber die Finger vom Essig lassen.

Spezialfälle: Flecken und Ätzspuren

Frischer Wein oder Zitronensaft: sofort tupfen, nicht reiben. Viele versuchen, mit Hausmitteln die Stelle zu „retten“ — das macht oft alles schlimmer.

  • Ölflecken: mit mildem Spülmittel und warmem Wasser vorsichtig behandeln.
  • Wasserflecken/weiße Ränder: oft hilft professionelle Politur; selbst polieren riskant.
  • Ätzungen (Mattstellen durch Säure): nicht mit Essig versuchen — das verstärkt den Schaden. Hier ist meistens ein Profi nötig.

Pflege, die echte Ergebnisse bringt — nicht nur Show

Versiegelung ist kein Allheilmittel, aber sie verlängert die Lebensdauer deiner Platte sichtbar. In meinen Projekten empfehle ich:

  • Versiegelung alle 1–3 Jahre je nach Nutzung (Küche stärker beansprucht als Flur).
  • Fußmatten und Untersetzer: Gerade in deutschen Haushalten mit nassem Schuhwerk im Winter ein Muss.
  • Keine Salze auf Naturstein außen — benutze Splitt oder Sand zum Streuen.

Übrigens: Manche Steinpflegemittel aus dem Baumarkt sind auf den ersten Blick günstig, aber minderwertige Imprägnate lösen sich schnell — hier lieber ein paar Euro mehr investieren.

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Was tun bei größeren Schäden?

In meiner Arbeit zahlt es sich aus, früh zu handeln. Tiefe Kratzer oder großflächige Ätzungen erfordern meist Abschleifen und Neuversiegeln.

  • Hol dir mehrere Angebote von Steinwerkstätten — Preise variieren stark.
  • Frag explizit nach Vorher-Nachher-Fotos von ähnlichen Arbeiten.
  • Manchmal reicht eine lokale Politur, manchmal ist ein Austausch nötig.

Praktische Tipps für den deutschen Alltag

Das Flurproblem im Winter kenne ich: Salz auf den Schuhen, Schmutz vom Hund, und du fragst dich, warum die Terrasse crèpiert aussieht.

  • Für draußen: statt Streusalz Sand oder Splitt verwenden.
  • Im Supermarkt (Rewe, Edeka) gibt es schon pH-neutrale Alltagsreiniger — lies das Etikett.
  • Beim Renovieren: Steinarten bestimmen (Marmor vs. Schiefer) — beides verlangt unterschiedliche Pflege.

Metapher: Naturstein ist wie eine alte Lederjacke — die richtige Pflege lässt sie alt und schön wirken, vernachlässigst du sie, wirkt sie gebraucht und kaputt.

Zum Schluss: Wenn du unsicher bist, mach ein Foto und frag in der Fachabteilung im Baumarkt oder schreib mir — ich sehe oft sofort, ob es sich um eine einfache Reinigung oder um einen echten Schaden handelt.

Hast du schon einmal aus Versehen deinen Marmor ruiniert oder eine Reinigung entdeckt, die überraschend gut funktionierte? Teile deine Geschichte — andere Leser lernen davon.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

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