Stinkt deine Spülmaschine nach einer Woche wieder? Oder bleiben Gläser matt und voller Kalkflecken? Viele denken, ein schneller Löffel Essig hilft — aber Profis machen es anders und aus einem ganz bestimmten Grund.
Ich habe das in meiner Praxis mit mehreren Geräten ausprobiert und war überrascht, wie groß der Unterschied ist: Nicht nur Geruch, sondern auch Funktion und Lebensdauer profitieren davon.
Warum das Handwerker monatlich tun
Kurz: sie bekämpfen drei Dinge gleichzeitig — Kalk, Biofilm und Verstopfungen. Das ist wie eine kleine Inspektion und Wartung in einem Lauf.
- Kalkablagerungen setzen Düsen und Heizstäbe zu — das reduziert Reinigungsleistung und treibt Stromkosten hoch.
- Biofilm (fiese Reste von Fett und Bakterien) verursacht Geruch und geschwächte Hygiene.
- Verstopfte Siebe und Sprüharm-Löcher führen zu schlechten Spülergebnissen und teurem Kundendienst.
In meiner Erfahrung vermeiden Handwerker teure Reparaturen, indem sie diese einfache monatliche Routine einbauen — besonders in Regionen mit hartem Wasser, wie im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg) oder Teilen von NRW.

Wie Profis es richtig machen — Schritt für Schritt
Du kannst das auch — aber bitte nicht wild mit Essigessenz übertreiben. Hier die sichere Variante, die ich selbst getestet habe:
- Leere die Maschine vollständig und entferne grobe Essensreste.
- Filter und Siebe rausnehmen, unter heißem Wasser kurz abspülen, bei Bedarf mit einer Bürste säubern.
- Gib 200–500 ml Haushaltsessig (5–10 %) in eine hitzbeständige Schale auf den oberen Korb. Alternativ 1–2 Esslöffel Zitronensäurepulver direkt in die Maschinenkammer — Handwerker bevorzugen oft Zitronensäure.
- Führe ein heißes Programm (mind. 60 °C) ohne Geschirr durch.
- Nach dem Lauf Tür öffnen, Dichtungen mit einem Mikrofasertuch abwischen und den Filter wieder einsetzen.
- Bei hartnäckigem Geruch: einen kurzen zweiten Lauf mit 1 Tasse Natron (Backpulver) ohne Essig machen — das neutralisiert Restgerüche.
Wichtige Warnungen — was Handwerker anders machen
- Nicht zusammen mit Chlorbleiche verwenden — gefährliche Dämpfe.
- Keine Essigessenz (stärker als 10–25 %) regelmäßig einsetzen; sie kann Dichtungen und Metallteile angreifen.
- Aluminiumteile aus der Maschine entfernen — Essig greift Aluminium an und hinterlässt dunkle Verfärbungen.
- Wenn du eine Garantie auf das Gerät hast: Bedienungsanleitung prüfen oder Herstellerempfehlung folgen. Bei Mietgeräten: Vermieter informieren.
Bessere Profi-Alternativen
Viele Handwerker greifen in der Werkstatt lieber zu:
- Zitronensäurepulver (gibt es bei dm, Rossmann, OBI, Bauhaus) — wirkt kalklösend und ist schonender für Dichtungen.
- Spezial-Entkalker aus dem Fachhandel (meist günstiger als Reparaturkosten).
- Mechanische Kontrolle: Sprayarm abnehmen, Löcher mit Zahnstocher durchstechen, Wasserenthärter prüfen.
Kurz-Hack aus der Werkstatt
Wenn du wenig Zeit hast: einen Esslöffel Zitronensäure ins Salzfach und ein 60 °C Kurzprogramm reicht oft, um nach einem Monat frische Leistung zurückzubekommen.

Lokale Fakten für Deutschland
Haushaltsessig kostet in Deutschland nur wenige Euro pro Liter; Essigessenz ist günstiger, aber riskanter. Baumärkte wie OBI oder Bauhaus und Drogerien (dm, Rossmann) führen Zitronensäure und passende Reiniger.
Und noch etwas: In vielen Mietwohnungen liegt die Wasserhärte hoch — frag beim Stadtwerk oder schau auf deine Wasserabrechnung. Dort lohnt sich die monatliche Mini-Wartung mehr als du denkst.
Fazit — kurz und praktisch
Handwerker machen das monatlich nicht aus Hobby, sondern um langfristig Zeit und Geld zu sparen. Du kannst das ebenfalls: regelmäßig reinigen, auf die Mittel achten und die Maschine mechanisch kontrollieren.
Hast du das schon mal ausprobiert — Essig, Zitronensäure oder doch ein Profi-Produkt? Schreib, wo in Deutschland du wohnst — vielleicht ist dein Wasser das nächste Thema.









