Der kleine Mehrfachstecker auf deinem Schreibtisch ist praktisch — und eine heimliche Kostenfalle. Ich habe bemerkt, dass viele Haushalte in Deutschland jeden Monat Strom für Geräte zahlen, die gar nicht genutzt werden. Wenn du das jetzt liest, kannst du sofort Geld sparen und ein Brandrisiko reduzieren.
Warum das so schnell ins Geld geht
Viele Geräte ziehen auch im Standby-Modus Strom. Fernseher, Ladegeräte, WLAN-Router, LED-Lampen — zusammen sind das oft mehrere Watt, die 24/7 laufen.
Bei nur 10 Watt Dauerverlust kommen im Jahr fast 88 kWh zusammen — das sind je nach Strompreis rund 35–40 €. Das ist kein Luxusfehler, sondern ein Alltagsproblem.
Was Elektriker immer wieder sehen
- Mehrere Steckdosenleisten hintereinander geschaltet (Kaskadierung) — sieht praktisch aus, ist aber gefährlich.
- Alte, geschrumpfte Mehrfachstecker ohne Sicherung — keine Überlastungsanzeige, keine Abschaltung.
- Viele kleine Ladegeräte dauerhaft eingesteckt, obwohl sie nichts laden.
- Steckdosenleisten ohne Schalter oder ohne separate Sicherung für Hochlastgeräte.
Der echte Kosten-Nachweis (kurz gerechnet)
Ich habe in meiner Praxis oft Messungen gemacht: Ein einzelner Router + zwei Ladegeräte = etwa 10 Watt im Leerlauf.
Rechnung (vereinfacht): 10 W = 0,01 kW × 24 h × 365 Tage = 87,6 kWh. Bei 0,45 €/kWh sind das knapp 40 €.

Übrigens: Bei mehreren Geräten summiert sich das schnell — das ist kein Hexenwerk, sondern einfache Physik.
Die häufigsten Fehler — kurz und direkt
- Steckdosenleisten in Reihe schalten (Kaskadieren).
- Alle Geräte dauerhaft eingesteckt lassen, auch wenn sie nicht gebraucht werden.
- Billige Mehrfachstecker ohne Kindersicherung oder Überspannungsschutz verwenden.
- Hochleistungsgeräte (Heizlüfter, Wasserkocher) an denselben Mehrfachstecker wie Computer anschließen.
Praktischer Life-Hack: So misst und behebst du den Stromfresser in 5 Schritten
Das ist mein Favorit: schnell, günstig, direkt sichtbar.
- Besorg dir ein Strommessgerät (Stromverbrauchsmesser). In Deutschland findest du das bei Conrad, MediaMarkt, OBI oder Amazon — kostet oft unter 20 €.
- Steck das Messgerät zwischen Mehrfachstecker und Wanddose und schalte alle Geräte ein. Lies die momentane Wattzahl ab.
- Zieh nacheinander Geräte aus dem Mehrfachstecker, um zu sehen, wer wie viel „verschwindet“. Notiere grob die größten Verbraucher.
- Trenne dauerhaft nicht benötigte Geräte oder tausche sie gegen Smart-Plugs mit Zeitsteuerung (im Baumarkt oder online erhältlich).
- Ersetze billige Leisten durch geprüfte Modelle mit Schalter und Überspannungsschutz; verteile Lasten auf mehrere Wanddosen.
Konkrete Tipps für den Alltag
- Nutze Steckdosenleisten mit Hauptschalter — morgens aus, abends an.
- Smart-Plugs helfen: Zeitpläne deaktivieren Standby-Geräte automatisch.
- Kaufe geprüfte Mehrfachstecker (GS/CE) bei Hornbach, OBI oder MediaMarkt — keine No-Name-Ware vom Flohmarkt.
- Vermeide lange Verlängerungskabel in Feuchträumen; bei Unsicherheit: Elektriker rufen.
Sicherheit zuerst — das Risiko, das viele unterschätzen
Ich habe bemerkt, dass nicht nur Geld, sondern auch echte Brandgefahr auf dem Spiel steht. Überlastete Leisten können heiß werden; alte Kabel brechen schneller.

Wenn du einen brennenden, geschmolzenen oder verschmorten Stecker siehst: sofort trennen (Sicherung ziehen) und Elektriker hinzuziehen.
Ein Beispiel aus dem Haushalt (so erkennst du den Fehler)
Bei einem Haushalt in Berlin fand ich hinter dem TV-Regal drei Kaskadierte Leisten — Router, Fernseher, Spielekonsole, mehrere Ladegeräte. Ergebnis: 15–20 W Leerlaufverlust plus Überhitzung an der ersten Leiste.
Meine Empfehlung damals: Leisten reduzieren, Router an Tagesplan, Konsolen komplett ausschalten. Ergebnis: spürbar niedrigere Temperatur am Stecker und knapp 50 € weniger Stromkosten pro Jahr.
Und jetzt das Beste: So sparst du sofort
- Prio 1: Steckerleisten mit Schalter holen (15–30 €) — sofortige Kontrolle.
- Prio 2: Strommessgerät kaufen (10–25 €) — einmalig gemessen, dauerhaft gespart.
- Prio 3: Smart-Plug für Router/TV (ca. 15–30 €) — Zeitpläne statt Dauerbetrieb.
In Deutschland kannst du viele dieser Teile im Baumarkt um die Ecke (Hornbach, OBI), bei MediaMarkt/Saturn oder online kaufen. Das lohnt sich schon nach ein paar Monaten.
Und jetzt für dich: Hast du schon mal mit einem Strommessgerät deinen Mehrfachstecker überprüft — oder hast du einen Haushaltstrick, der wirklich funktioniert? Schreib’s in die Kommentare.









