Schimmel im Bad, an der Fensterbank oder in der Dusche? Das nervt — und viele greifen sofort zum teuren Schimmelentferner aus dem Baumarkt. Ich habe das selber getestet: Ein kleines Küchenpulver kostet 1–3 Euro und erledigt den Job oft genauso gut.
Warum du das jetzt lesen solltest: Gerade in deutschen Altbauwohnungen mit schlechter Lüftung und in der feuchten Jahreszeit wächst Schimmel schnell nach. Ich zeige dir, wie du mit Alltagsmitteln richtig anpackst, Geld sparst und deine Gesundheit weniger belastest.
Warum teure Chemie oft versagt
Ich habe gesehen, wie Selbstreinigungs- oder Chlorprodukte kurzfristig alles weiß machen — aber nach wenigen Wochen ist der Schimmel wieder da. Gründe:
- Viele Reiniger töten nur die sichtbaren Sporen, nicht die Wurzel in Poren oder Fugen.
- Chemische Spray-Pakete sind oft teuer (10–20 € pro Flasche bei OBI, Bauhaus oder dm) und stinken.
- Bei schlechter Lüftung bleibt die Ursache (Feuchtigkeit) bestehen — Schimmel kommt zurück.
Was dieses Küchenpulver kann
Ich rede nicht von Haushaltsreiniger, sondern von Natron / Backsoda (Sodium Bicarbonate). Warum es wirkt:

- Natron ist leicht alkalisch — viele Schimmelarten mögen keine basische Umgebung.
- Es bindet Gerüche und löst leichte Ablagerungen, sodass Schimmel besser entfernt werden kann.
- Es ist preiswert: Eine Packung bei Aldi, Lidl, dm oder Rossmann kostet meist unter 3 €.
By the way: Backpulver (Backsoda-Sodium-Bicarbonate) ist nicht dasselbe wie Bäckerhefe — achte auf die Packung.
Wie es im Vergleich zur Chemie ist
- Schonender für Atemwege — besonders wichtig bei Kindern und Haustieren.
- Umweltfreundlicher; keine aggressive Chlorabgabe in die Kanalisation.
- Langfristig günstiger: Eine Tüte reicht für viele Anwendungen.
So wendest du Natron richtig an (Schritt-für-Schritt)
In meiner Praxis mit Freunden und in Altbauwohnungen hat diese Methode mehrfach funktioniert. Folge dieser einfachen Anleitung:
- Schütze dich: Handschuhe und eine Maske, Fenster auf.
- Mische: 2 Esslöffel Natron + 250 ml warmes Wasser → gut rühren, bis sich alles löst.
- Auftragen: In eine Sprühflasche füllen und die befallene Stelle großzügig einsprühen.
- Einwirken lassen: 10–15 Minuten, bei hartnäckigem Schimmel 30 Minuten.
- Mechanisch behandeln: Mit einer Bürste oder altem Zahnbürstchen schrubben.
- Abwischen: Mit einem feuchten Tuch nachwischen und trocknen lassen — kein Spülen mit viel Wasser.
- Nachbehandlung: Für langanhaltenden Schutz trockenes Natron auf die Stelle streuen und nach 24 Stunden absaugen.
Wichtig: Bei großflächigem Schimmel (mehrere Quadratmeter) oder gesundheitlichen Problemen sofort Profi rufen — das schafft Natron nicht allein.
Ein smarter Zusatztrick
Für besonders hartnäckige Stellen mische Natron zu einer Paste (2 Teile Natron, 1 Teil Wasser) und trage sie direkt auf. Nach Einwirken mit einer Bürste schrubben. Bei Fliesenfugen hilft danach ein Sprühnebel mit 5% Essig — aber nicht direkt vorher, da Natron und Essig reagieren und sofort neutralisieren.

Schnelle Life-Hacks, die viele übersehen
- Stelle kleine Schälchen mit Natron auf die Fensterbank im Sommer und Winter gegen Feuchte-Geruch.
- Wäsche in feuchten Räumen nicht wenden — trockne sofort, um Schimmel auf Textilien zu vermeiden.
- Kurze, kräftige Stoßlüftung statt Dauerkippen: 5 Minuten reicht oft in deutschen Wohnungen.
- Kontrolliere Dichtungen an Waschmaschine und Fenster: Oft ist die Ursache dort zu finden.
Wann Natron nicht reicht
Ich will ehrlich sein: Natron ist kein Allheilmittel. Ruf einen Profi, wenn:
- der Schimmel größer als eine DIN-A4-Fläche ist,
- du Schimmel in der Bausubstanz (Wände, Decken) vermutest,
- du oder Familienmitglieder starke Allergien/Asthma haben.
But there’s a nuance: Kleine, früh entdeckte Flecken kannst du oft selbst beheben — und tust das ohne Chemie und ohne großen Aufwand.
Fazit
Ich habe viele Mittel ausprobiert. Für kleine Schimmelflecken ist Natron billig, sicher und effektiv — vorausgesetzt, du beseitigst auch die Ursache (Lüftung, Feuchtigkeit). In Deutschland kaufst du es günstig bei dm, Rossmann oder im Discounter; das spart dir Zeit und Geld gegenüber teuren Baumarktchemikalien.
Wie gehst du mit Schimmel um? Hast du einen eigenen Hausmittel-Trick oder ein Horror-Erlebnis mit Chemie? Schreib’s unten in die Kommentare — ich bin neugierig.









