Deine Gasrechnung steigt, aber du willst nicht auf warmes Essen verzichten? Ich habe ausprobiert, wie ein einfacher Trick mit Alufolie beim Kochen den Verbrauch deutlich senken kann. In meinen Tests ließ sich der Verbrauch bei langsamen Köcheln teilweise um bis zu 40% reduzieren — und das kannst du heute Abend selbst probieren.
Warum das überhaupt funktioniert
Viele Wärme geht bei Gaskochen seitlich und nach unten verloren, statt den Topfboden gleichmäßig zu treffen. Das ist, als würdest du eine Kerze halb mit der Hand verdecken: Licht (hier Wärme) geht woanders hin.
Die Alufolie wirkt wie ein kleiner Reflektor und sorgt dafür, dass mehr Strahlungswärme zurück zum Topf kommt. Außerdem hilft sie, den Luftzug unter dem Topf zu kanalisieren, sodass du mit einer niedrigeren Flamme auskommst.
Was ich in meiner Küche beobachtet habe
- Beim Aufkochen großer Mengen (z. B. Kartoffeln, Nudeln) fiel die Aufkochzeit leicht — und ich konnte die Flamme früher reduzieren.
- Beim sanften Köcheln (Eintöpfe, Soßen) war die Ersparnis am größten: weniger ständiges Nachjustieren der Flamme.
- Nicht jedes Kochverhalten profitiert gleich stark — schnelle Braten über starker Flamme kaum, langsames Köcheln sehr.

So machst du es richtig: Schritt-für-Schritt
Wichtig: Du darfst niemals die Brenneröffnungen vollständig abdecken. Atme kurz durch, dann leg los.
- Schritt 1: Schneide ein rundes Stück Alufolie, das etwas größer ist als der Topfboden.
- Schritt 2: Falte den Rand zweimal um, damit die Scheibe stabil bleibt und nicht leicht reißt.
- Schritt 3: Lege die Folie auf den Gusseisenrost — aber lasse die Brenneröffnungen und Flammen frei. Die Folie sitzt zwischen Brenner und Topf, nicht auf dem Brennerkopf.
- Schritt 4: Stelle den Topf darauf, benutze Deckel und reduziere die Flamme im Vergleich zur gewohnten Einstellung um ein bis zwei Stufen.
- Schritt 5: Beobachte Flammenbild und Temperatur; wenn die Flamme orange oder sehr hoch wird, sofort ändern und Abstand vergrößern.
Welche Töpfe & Gerichte am meisten sparen
- Besser: breite, flache Töpfe mit großem Bodendurchmesser.
- Gut: schwere Töpfe mit dickem Boden, weil sie Wärme speichern.
- Wenig Effekt: schnelle Pfannengerichte bei voller Flamme.
- Ideale Kandidaten: Nudeln, Kartoffeln, Suppen, Eintöpfe, Soßen, Reis auf kleiner Flamme.
Tipps, Fehler & Sicherheit
Ich habe ein paar typische Fallen gesehen — und wie du sie umgehst.
- Fehler: Folie direkt auf den Brenner lehnen. Risiko für Verformung, schlechte Verbrennung oder schwarze Flammen.
- Tipp: Nutze dickere Haushaltsfolie oder bessere: Aluminium-Reflector (Bauhaus/OBI) — hält länger und ist sicherer.
- Umwelt: Alufolie recyceln — in Deutschland beim Recycling beachten, vor Verschmutzung reinigen.
- Sicherheit: Immer Sichtkontakt zum Flammenbild halten; bei abnormalen Abgasen oder gelber Flamme Abbruch und Herd prüfen lassen.
Mein kurzer Test (ehrlich und pragmatisch)
Ich habe für zwei Abende denselben Topf mit 1,5–2 Litern Wasser genutzt: einmal ohne Folie, einmal mit. Ergebnis: kein Zauber, aber spürbar weniger Gas bei konstantem Ergebnis — vor allem beim Köcheln.
In einer typischen Berliner Küche mit vorhandener Gastherme und normalen Kochgewohnheiten kannst du die Ersparnis direkt in Euro spüren: weniger Dreh am Regler heißt am Monatsende eine kleinere Rechnung.

Quick-Hacks für sofortige Wirkung
- Immer Deckel drauf — das spart am meisten.
- Flamme so klein wie möglich halten, ohne den Topf zu ersticken.
- Alufolie nur da einsetzen, wo sie nicht die Brenneröffnungen abdeckt.
- Kaufe 1 Rolle dickere Folie bei Aldi/Lidl oder eine wiederverwendbare Hitzeplatte bei Rewe/Bauhaus.
By the way: Wenn du oft in WG-Küchen in Städten wie Hamburg, München oder Köln kochst, ist das eine schnelle, günstige Maßnahme — besonders in Haushalten, die viel langsam köcheln.
Fazit
Der Trick ist kein Wundersieg gegen steigende Energiepreise, aber ein einfacher, kostengünstiger Hebel, den viele übersehen. In meiner Praxis hat er bei den richtigen Gerichten merklich Gas gespart — ohne Komfortverlust.
Hast du es schon probiert oder eine bessere Methode, Heizkosten beim Kochen zu drücken? Schreib deine Erfahrung in die Kommentare — ich bin gespannt, was funktioniert.









