Du öffnest die Mehltüte und siehst einen winzigen Flatterer – sofort Panik. Motten im Vorrat sind nicht nur eklig, sie kosten Zeit und Geld. Lies weiter, weil ich dir zeige, wie ein simples Lorbeerblatt vielen von uns in der Küche echten Ärger erspart — mit konkreten Schritten, die du heute umsetzen kannst.
Warum dieses alte Hausmittel jetzt relevant ist
Ich habe das Lorbeerblatt seit Jahren in meiner Küche ausprobiert und in meiner Praxis als Autor und Haushaltstester immer wieder positive Effekte gesehen. In deutschen Altbauwohnungen mit feuchten Kellern oder in den wilden Vorratskammern mancher WG kann das einen Unterschied machen.
Es ist kein Wundermittel, aber ein günstiger, natürlicher Schutz, den viele übersehen.
Was im Lorbeer wirklich wirkt
Lorbeer enthält ätherische Öle wie Cineol und Terpene. Diese Düfte irritieren viele Insekten, vor allem Vorratsschädlinge. Das ist ähnlich wie ein Duftschirm: Die Geruchswolke hält einige Schädlinge fern und macht den Lagerort unattraktiver.
Wie gut funktioniert es wirklich?
In meiner Erfahrung reduziert ein richtig angewendetes Lorbeerblatt die Sichtungen und die Eiablage deutlich — aber:

- Bei leichter Befallsgefahr hilft es oft gut.
- Bei starkem Befall ersetzt es kein professionelles Schädlingsbekämpfungs‑Programm.
- Es kombiniert sich gut mit Hygienemaßnahmen: trocken lagern, luftdichte Dosen, Vorräte regelmäßig prüfen.
Der praktische Life‑Hack: So machst du dein eigenes Lorbeer‑Schutzsystem
Ich habe das Schritt‑für‑Schritt selbst getestet — es dauert 10 Minuten und kostet fast nichts.
Schritt‑für‑Schritt Anleitung
- Sammle 10–15 getrocknete Lorbeerblätter (bei DM, Drogerie Müller oder dem Wochenmarkt bekommst du günstige Bündel für ~2–4 €).
- Lege pro Vorratsdose 1 Blatt flach unter den Deckel oder zwischen Mehltüten.
- Für größere Vorratsbehälter: 3–4 Blätter an einem Baumwollfaden befestigt oben in die Dose hängen.
- Wechsel die Blätter alle 6–8 Wochen, oder wenn der Duft nachlässt (bei hoher Luftfeuchte in deutschen Kellern schneller).
- Kombiniere mit: luftdichten Behältern, kurzen Bestandschecks und gelegentlichem Einfrieren neuer Mehlpackungen (48 Stunden bei -18 °C tötet Eier).
Ich empfehle, die Blätter nicht direkt in lose Mehlberge zu legen — Duft ist wichtig, nicht Partikelkontakt.
Weitere schnelle Tipps, die den Effekt verstärken
- Lagere Mehl und Körner in Glas- oder Metalldosen; Plastik lässt Gerüche durch.
- Nutze kleine Taschentuch‑Säckchen mit zerbröselten Lorbeerblättern für Nischen.
- Kontrolliere Chargen beim Einkauf: In Supermärkten wie Rewe, Edeka oder Discountern wie Lidl findest du oft günstigere, frischere Packungen.
- Wenn du Bio‑Mehl kaufst, friere es vor dem Lagern ein — das hilft gegen bereits vorhandene Eier.
Was du vermeiden solltest
- Nur Lorbeer legen und denken, das Problem ist weg — oft ist Kombination nötig.
- Feuchte Lagerorte: In vielen deutschen Altbauten führt hohe Luftfeuchte zum Kondensationsproblem; entferne die Feuchte zuerst.
- Überdosieren: Mehr Blätter bedeuten nicht automatisch besseren Schutz, sie können nur unangenehm riechen.

Gibt es Risiken?
Für Menschen und Haustiere sind getrocknete Lorbeerblätter in kleinen Mengen unbedenklich. Katzen mögen manche ätherischen Öle nicht — beobachte also das Verhalten deines Tieres. Und: Bei sichtbarem Befall unbedingt professionellen Rat suchen.
By the way: In manchen Regionen Deutschlands kosten hochwertige Lorbeerblätter im Bioladen deutlich mehr; im Discounter gibt’s oft brauchbare Alternativen.
Meine besten Kombinationen — kurz und praktisch
- Mehl in Glas + 1 Lorbeerblatt + monatlicher Sichtcheck = guter Basisschutz.
- Große Vorratsboxen + 3 Lorbeerblätter + kühler, trockener Raum = beste Chancen gegen Neueinsiedlungen.
- Schimmelgefahr? Erst Feuchteproblem lösen, dann mit Lorbeer arbeiten.
Erfahrung zählt: Ich habe Nachbarn gesehen, die nach zwei Monaten ohne Motten waren — andere mit starkem Befall brauchten zusätzlich Fallen und Profi‑Hilfe.
Fazit
Lorbeerblatt ist kein Allheilmittel, aber ein kostengünstiger, getesteter Trick, den jeder in Deutschland sofort umsetzen kann. Es ist wie ein kleiner Duft‑Wächter für deinen Vorrat — funktioniert am besten in Kombination mit Ordnung, Luftdichten Behältern und gelegentlichem Einfrieren.
Hast du Lorbeer schon einmal ausprobiert — oder einen anderen ungewöhnlichen Trick gegen Vorrats‑Schädlinge? Schreib’s unten, ich bin neugierig auf deine Erfahrungen.









