Zahnpasta auf Kratzer im Parkett? Das Ergebnis überrascht selbst Handwerker

Kratzer im Parkett nerven — vor allem, wenn Gäste kommen oder das Licht sie gnadenlos ausleuchtet. Viele greifen zur Zahnpasta als schnellen Trick, weil sie das Produkt eh im Bad hat. Jetzt habe ich es selbst ausprobiert und das Resultat war nicht so simpel, wie die TikTok-Videos versprechen.

Warum du das jetzt lesen solltest: Im Winter, wenn die Luft in deutschen Wohnungen trocken ist, fallen Kratzer stärker auf. Ein falscher Handgriff kann den Lack ruinieren — also lieber vorher lesen, als später bereuen.

Warum der Zahnpasta-Trick überhaupt funktioniert (manchmal)

Kurz: Zahnpasta enthält feine Schleifpartikel oder Bindemittel, die kleine Kratzer aufpolieren können. Das entfernt keine fehlende Holzoberfläche, sondern nur den feinen Rand des Kratzers im Lack.

  • Funktioniert meist bei sehr flachen, oberflächlichen Kratzern.
  • Bei tiefen Kerben hilft Zahnpasta kaum — dort fehlt Material.
  • Vorsicht: abrasive Pasten können Mattigkeit im Lack verursachen.

Ich habe es getestet — so lief mein Versuch

Ich nahm eine weiße, nicht-gelige Zahnpasta aus dem DM (Preis: ~1–3 €) und einen weichen Microfaserlappen. Auf einem Laminat-ähnlichen Parkett war der kleine Katzenkratzer tatsächlich weniger sichtbar nach 30 Sekunden Polieren.

Aber: Auf echtem, matt lackiertem Parkett war das Ergebnis zwiespältig — der Glanz änderte sich minimal, und bei zu kräftigem Rubbeln entstand eine matte Stelle. Ich war überrascht und ein bisschen erschrocken zugleich.

Zahnpasta auf Kratzer im Parkett? Das Ergebnis überrascht selbst Handwerker - image 1

Wie du es richtig ausprobierst — Schritt-für-Schritt-Hack

Folge diesem Ablauf, wenn du es wagen willst. Teste zuerst in einer unauffälligen Ecke!

  • Materialien: weiße (keine Gel-) Zahnpasta, Wattestäbchen, Microfaser-Tuch, leicht feuchtes Wasser, Holzpolitur oder ein Tropfen Olivenöl.
  • 1) Teststelle: Auf dem Randboden oder hinter der Tür ein kleines Stück ausprobieren.
  • 2) Kleine Menge: Erbsengroß Zahnpasta auf ein Wattestäbchen geben.
  • 3) Sanft reiben: Mit leichtem Druck in kleinen kreisenden Bewegungen 10–20 Sekunden polieren.
  • 4) Abwischen: Mit feuchtem Tuch rückstandslos entfernen, danach trocken reiben.
  • 5) Nachpflege: Falls der Glanz leidet, einen Tropfen Möbelpolitur oder Olivenöl sehr sparsam auftragen und auspolieren.
  • 6) Bei Unsicherheit: Lieber sofort stoppen und einen Reparatur-Stift aus dem Baumarkt (OBI, Hornbach, Bauhaus) verwenden.

Übrigens: Bei geöltem Parkett ist Zahnpasta ein No-Go — das Öl kann an der Stelle fehlen und dauerhaft ein Fleck entstehen.

Das müssen deutsche Haushalte wissen — Tipps & Preise

In Deutschland findest du passende Produkte leicht:

  • Drogerien (DM, Rossmann): günstige Zahnpasta zum Testen (1–4 €).
  • Bau- und Gartenmärkte (OBI, Hornbach, Bauhaus, Toom): Parkett-Reparatursets, Hartwachs-Stifte oder Farb-Kits (ab ~3 € bis 25 €).
  • Für tiefe Kratzer: Parkettleger oder Profi-Reparatur ist oft günstiger als Folgeausbesserung — Kostenvoranschlag holen.

In meiner Praxis sehe ich oft: Menschen versuchen Hausmittel, sparen aber am falschen Ende. Ein 5‑Euro-Reparaturstift kann mehr retten als mehrfaches Probieren mit Zahnpasta.

Zahnpasta auf Kratzer im Parkett? Das Ergebnis überrascht selbst Handwerker - image 2

Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Nicht stark schleifen oder harte Bürsten verwenden — du entfernst Lack und verschlechterst das Problem.
  • Keine gelige oder stark abrasive Whitening-Zahnpasta benutzen.
  • Keine Experimente auf sichtbaren Flächen ohne vorherigen Test.

Aber es gibt einen Haken: Selbst wenn die Stelle kurz besser aussieht, ist das oft nur kosmetisch. Dauerhafte Reparatur braucht Materialergänzung — also Wachs, Lack oder professionelle Nachbehandlung.

Alternativen, die wirklich helfen

Wenn Zahnpasta versagt, probiere diese bewährten Lösungen:

  • Hartwachs- oder Reparaturstifte (Farbton wählen) — schnell, günstig, in Baumärkten.
  • Flüssige Parkett-Reparatursets für größere Flächen.
  • Profi-Schleifen und Neuversiegeln bei großflächigen Schäden.

Mein Tipp: Bei Mietwohnungen in Deutschland lohnt sich ein vorheriger Blick ins Übergabeprotokoll: Kleinere Gebrauchsspuren sind oft normal — größere Eingriffe können die Kaution gefährden.

Zum Schluss: Wenn du nur einen winzigen Kratzer hast, kann die Zahnpasta kurzfristig helfen — aber teste zuerst und sei vorsichtig. Für alles andere: hör auf deine Nerven und investiere in das richtige Reparaturset oder einen Profi.

Hast du den Zahnpasta-Trick schon ausprobiert? Wie sah das Ergebnis aus — Retter oder Reinfall? Schreib es unten in die Kommentare.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

Artikel: 1563

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert