Verstopfte Rohre sind kein Kosmetikum-Problem — sie können die Rechnung deines Haushalts sprengen. Ich habe gesehen, wie ein verstopfter Kanal in München schnell 300–500 € gekostet hat, weil jemand Fett in den Ausguss gegossen hat. Lies weiter, weil du heute noch eine einfache Gewohnheit ändern kannst, die dir künftig Ärger, Gestank und Kosten erspart.
Warum Öl im Abfluss plötzlich zum Albtraum wird
Viele übersehen: Flüssiges Öl kühlt in den Rohren ab, verbindet sich mit Schmutz und bildet harte Klumpen — sogenannte „Fatbergs“. Diese sind in Kanälen fast so lästig wie ein verstopfter Kaffeefilter.
Ein einziger Löffel Fett kann sich mit Jahren von Küchenresten zu einer massiven Verstopfung verbinden. In meiner Praxis habe ich oft gesehen, dass kleine Mengen über Monate hinweg den Schaden anrichten.
1. Brat- & Speiseöle (Sonnenblumen-, Rapsöl)
Diese Öle sind flüssig, riechen harmlos und landen schnell im Ausguss nach dem Braten. Das Problem: Sie erstarren nicht sofort — sie schmieren sich an Rohrwände und sammeln Essensreste.
- Bei Kälte oder beim Kontakt mit Abwasser bilden sie feste Ablagerungen.
- In Kombination mit Haaren und Seifenresten entsteht eine klebrige Masse.
- Nach einigen Monaten brauchst du einen Klempner — oder eine teure Reparatur.
2. Hochwertige Öle (natives Olivenöl, Walnussöl)
Viele denken: „Kleiner Rest Olivenöl? Das ist zu schade für die Mülltonne.“ Ich habe beobachtet, dass gerade hochwertige Öle unterschätzt werden — selbst kleine Mengen verhalten sich wie billiges Bratfett.
Sie fließen gut, sammeln sich aber an Problemstellen und bringen Gerüche in die Küche. Und ja: teuere Öle gehören auch nicht in den Abfluss.

3. Motoröl & Altöl
Das ist nicht nur ein Verstopfungsproblem — das ist Umweltdelikt. Motoröl ist giftig und darf in Deutschland keinesfalls in die Kanalisation gelangen.
- Altöl kontaminiert Wasser und Boden.
- Deine Kommune nimmt Altöl meist kostenfrei am Wertstoffhof an.
- Es kann strafbar sein, größere Mengen unsachgemäß zu entsorgen.
Praktische Regeln, die du in der Küche sofort umsetzen kannst
Ich habe einfache Tricks getestet — sie funktionieren zuverlässig und sind alltagstauglich in deutschen Haushalten (ob Berlin, Stuttgart oder auf dem Dorf).
- Wische Pfannen nach dem Braten mit Küchenpapier aus und entsorge das Papier in der Restmülltonne.
- Sammle größere Mengen Öl in einer verschließbaren PET-Flasche.
- Bringe Altöl und große Ölreste zum Wertstoffhof oder zur kommunalen Schadstoffsammlung — das ist oft kostenlos.
Nie Öl in den Ausguss kippen. Punkt.
Lebenshack: So entsorgst du gebrauchtes Öl richtig (Schritt-für-Schritt)
Das ist mein persönlicher Alltagstrick — simpel, billig, in jeder deutschen Küche machbar.

- Abkühlen lassen: Lass das Öl vollständig abkühlen.
- Filtern: Durch ein Sieb oder Kaffeefilter in ein altes Glas oder eine PET-Flasche gießen — Essensreste bleiben hängen.
- Verschließen: Flasche zuschrauben, Etikett „Altöl“ drauf.
- Abgeben: Zurück zum Wertstoffhof oder zur Schadstoffsammlung der Stadt bringen (viele Städte in Deutschland nehmen es kostenfrei).
Für sehr kleine Mengen: Öl in Küchenpapier aufsaugen, in die Restmülltonne geben — besser als ins Abflussrohr.
Was tun, wenn es schon zu spät ist?
Ich habe Fälle gesehen, wo Klempner mit Rohrkameras anrücken mussten. Bevor du die Notnummer wählst, probiere dies:
- Fettklumpen: Warmes Wasser + Spülmittel mehrmals hintereinander über den Ablauf laufen lassen (nicht eiskalt, aber auch nicht zwingend kochend).
- Keinen Rohrreiniger: Viele chemische Reiniger verschlechtern die Situation oder schädigen Rohre.
- Wenn das nicht hilft: Profi holen — besonders bei hartnäckigen Verstopfungen in Altbauten.
By the way: In Deutschland bieten manche Baumärkte und Kommunen Sammelaktionen für Altöl an — ein kurzer Anruf beim Wertstoffhof deines Bezirks spart dir Rätselraten.
Zum Schluss
Kleine Gewohnheiten entscheiden: Ein Küchentuch statt des Ausgusses und eine Flasche für Altöl können dir Hunderte Euro und viel Stress sparen. Ich habe in meiner Arbeit zu oft das Gegenteil gesehen.
Hast du schon Erfahrungen mit verstopften Rohren oder einer cleveren Öl-Entsorgungsroutine? Teile deinen Trick — vielleicht rettest du damit jemandem heute die Rohrleitung.









