Du hast eben den Stuhl verrückt und jetzt diesen weißen Kratzer auf dem Laminat? Ich habe das selbst erlebt: Panik, weil nächste Woche die Wohnungsübergabe ansteht. Lies das jetzt — denn manchmal rettet ein einfacher Trick Zeit, Geld und Nerven.
Warum das aus der Werkzeugkiste der Handwerker funktioniert
Viele übersehen: Zahnpasta enthält feine Abrasivpartikel, die hauchdünne Kratzer optisch angleichen können. In meiner Praxis als Heimwerker habe ich gesehen, wie kleine Schäden dadurch weniger sichtbar werden.
Stell es dir so vor: die Zahnpasta wirkt wie ein sehr feines Schleifpapier, aber deutlich sanfter — sie nimmt mikroskopisch Material weg und poliert den Rand des Kratzers.

Der 2‑Minuten‑Trick — Schritt für Schritt
- Was du brauchst:
- Normale weiße Zahnpasta (keine Gel‑Formulierung)
- Mikrofaser- oder weiches Baumwolltuch
- Wattebausch oder Wattestäbchen für schmale Ritzen
- Optional: Laminat‑Pflegeöl oder Spray
- So gehst du vor:
- Reinige die Stelle trocken und fettfrei (kurz mit feuchtem Tuch, dann trocken).
- Trage eine erbsengroße Menge Zahnpasta auf das Tuch oder Wattestäbchen.
- Rubbele mit leichtem Druck in kleinen kreisenden Bewegungen etwa 1–2 Minuten.
- Wische den Rest mit einem feuchten Tuch ab und trockne nach.
- Bei Bedarf mit Laminat‑Pflege leicht nachpolieren — das harmonisiert die Oberfläche.
Testen ist Pflicht: Probiere die Zahnpasta zuerst an einer unauffälligen Stelle (z. B. unter einer Türschwelle), bevor du sichtbar putzt.
Warum 2 Minuten? — Der kleine wissenschaftliche Teil
Zu kurz, und die Abrasive haben nicht genug Kontakt; zu lang, und du riskierst, das Dekor dünner zu schleifen. Zwei Minuten sind in der Praxis meist der Sweetspot für oberflächliche Kratzer.
Was du vermeiden solltest
- Keine Gel‑Zahnpasta: Die enthält weniger abrasive Partikel und bringt kaum Effekt.
- Nicht schrubben wie ein Blinder: Zu starker Druck macht Löcher oder matte Stellen.
- Keine chemischen Löser (Aceton, Nagellackentferner) — das zerstört das Laminat.
- Bei geschwollenen oder aufgequollenen Platten: Finger weg und Profi rufen.
Alternativen aus dem Baumarkt (Deutschland)
Wenn Zahnpasta nichts bringt, gibt es in Bauhaus, OBI oder Hornbach günstige Optionen — Touch‑Up‑Stifte oder Reparaturkits, meist zwischen 5 und 25 €. Viele Baumärkte und sogar dm/Rossmann führen passende Pflegemittel.

Wann kein Zuhause‑Hack mehr reicht
- Tiefe Kerben, bei denen das Dekor fehlt — das ist ein Fall für den Austausch oder Profi‑Füllstoffe.
- Wasser‑ oder Quellschäden: Dann droht Plattenwechsel, nicht bloß Politur.
- Bei Mietwohnung: Schau in den Mietvertrag und sprich mit dem Vermieter; größere Schäden können von der Kaution abgezogen werden.
By the way, in deutschen Wohnungen mit trockener Heizungsluft im Winter sieht man Kratzer oft deutlicher — Licht spielt eine große Rolle. Ein Trick: Winkel das Licht um, oft wirkt der Kratzer dann weniger sichtbar.
Mein Fazit — schnell, günstig, aber kein Allheilmittel
Ich habe den Trick an mehreren Stellen getestet: Bei feinen Haarkratzen klappt er erstaunlich gut und spart oft den Kauf teurer Reparatursets. Kein Allheilmittel allerdings: Bei großen oder tiefen Schäden hilft nur professionelle Nachbesserung.
Und du? Hast du schon mal Zahnpasta für einen Boden‑Notfall benutzt oder einen besseren Heimwerker‑Hack? Teile deine Erfahrung — ich bin gespannt, was bei euch wirklich funktioniert.









