Schwarze, schimmlige Fugen im Bad sind nicht nur hässlich — sie ärgern jeden Morgen. Ich habe bemerkt, dass viele in Deutschland teure Reiniger kaufen, obwohl eine Tube Zahnpasta oft schneller wirkt. Jetzt erkläre ich, wann Zahnpasta wirklich hilft, wie Handwerker sie nutzen und wann sie versagt.
Warum Handwerker manchmal Zahnpasta nehmen
In meiner Praxis als Heimwerker habe ich beobachtet: Handwerker greifen zur Zahnpasta, wenn es um kleine, oberflächliche Verschmutzungen geht. Sie ist billig, überall verfügbar (dm, Rossmann, Aldi) und hat eine leicht abrasive Textur, die hartnäckigen Belag abträgt.
- Preisvorteil: Eine Tube kostet in Deutschland oft nur 1–3 €.
- Weißer, nicht-geliger Typ wirkt besser als farbige oder geleeartige Pasten.
- Die Mischung aus kleinen Schleifpartikeln und günstigen Tensiden entfernt Ablagerungen.
- Ideal für punktuelle Flecken statt kompletter Renovierungen.
Wie sie wirkt — kurz und bildhaft
Denke an Zahnpasta wie feines Schleifpapier in Cremeform: sie poliert den Schmutz weg, ohne die Fliese zu zerstören — sofern die Fliese matt oder unglasiert ist. Auf hochglänzenden, empfindlichen Oberflächen kann sie jedoch mikrokleine Kratzer hinterlassen.
Die Handwerker‑Methode: Schritt-für-Schritt
Ich habe diese Methode in mehreren Wohnungen getestet — hier die Version, die zuverlässig funktioniert:

- Reinige die Fläche grob mit warmem Wasser und einem Lappen.
- Trage weiße Zahnpasta direkt auf die Fugen oder Flecken auf.
- Nutze eine alte Zahnbürste oder eine kleine Fugenbürste, schrubbe in kreisenden Bewegungen.
- 10–15 Minuten einwirken lassen; bei starkem Belag wiederholen.
- Mit warmem Wasser abspülen und trockenwischen.
Bonus-Tipp: Bei hartnäckigen Stellen habe ich einen Teelöffel Backpulver zur Zahnpasta gegeben — das verstärkt den Schrubbeeffekt ohne teure Chemie.
Praktische Abwandlung für Kalk
Für kalkige Ablagerungen funktioniert Zahnpasta allein selten. Ich mische dann Zitronensäure (aus Drogerie) oder Essigessenz kurz vor dem Abspülen — aber Achtung: Nicht mit Naturstein kombinieren!
Wann Zahnpasta keine Option ist
Viele übersehen die Grenzen dieses Tricks. Ich war überrascht, wie oft falscher Einsatz mehr schadet als nützt.
- Bei dunklen, gefärbten Fugen kann Zahnpasta sichtbare Rückstände hinterlassen.
- Auf polierten Fliesen und Marmor entstehen Mikrokratzer.
- Gegen tiefsitzenden Schimmel hilft Zahnpasta nicht — hier sind Schimmelentferner oder Fachleute nötig.
Wenn die Fugen bröckeln oder sehr porös sind: Spar dir die Mühe und denk über Nachfugen (ab 20–50 € pro m², je nach Material und Region) nach. Handwerksbetriebe in Deutschland (z. B. lokale Fliesenleger, Hornbach-Services) bieten oft faire Pauschalen an.

Fehler, die Du vermeiden musst
- Direkt mit einer neuen Tube loslegen — vorher immer an einer unauffälligen Stelle testen.
- Zahnpasta + Bleichmittel mischen? Niemals. Das kann gefährliche Dämpfe erzeugen.
- Zu viel Druck: Kratzer sind oft sichtbar, besonders bei glasierten Fliesen.
Warum das in Deutschland besonders praktisch ist
Durch das deutsche Klima (feuchte Winter, warme Sommer) bekommen Bäder schnell Probleme mit Schimmel und Kalk. Drogeriemärkte wie dm oder Rossmann sind in jeder Stadt erreichbar — die Lösung liegt oft im Schrank. Für Mieter eine schnelle, günstige Hilfe; für Handwerker ein einfaches Werkzeug im Alltag.
Fazit: Wann Du Zahnpasta ausprobieren solltest
Zahnpasta ist kein Wundermittel, aber eine clevere, günstige Erstmaßnahme für kleine, oberflächliche Verfärbungen. Testen lohnt sich bei punktuellen Flecken, und du sparst Zeit und Geld gegenüber Spezialreinigern — solange du vorsichtig bist.
Hast Du es schon mal ausprobiert — oder kennst einen noch besseren Haushalts-Trick? Teile deine Erfahrung in den Kommentaren.









