Ziehst du im Winter die Heizung auf, fühlst dich alles andere als warm – und die Rechnung steigt trotzdem? Ich habe beobachtet, dass viele Heizkörper die Wärme direkt in die kalte Außenwand abgeben. Das kann bis zu 25% deiner Heizenergie kosten – besonders in Altbauwohnungen mit dünnen Wänden.
Jetzt sofort handeln lohnt sich: ein einfacher Trick mit Zeitungspapier oder besserer Alternative spart Energie, ist günstig und dauert kaum 20 Minuten.
Warum die Heizung hinter der Wand verschwindet
Stell dir vor, deine Heizung ist ein Scheinwerfer – statt ins Zimmer leuchtet er in die Wand. Das passiert, weil Heizkörper oft direkt an Außenwänden montiert sind.
Was dabei passiert:
- Wärme trifft die kalte Wand und wird nach außen geleitet.
- Konvektion zieht warme Luft hinter den Heizkörper – dort kühlt sie ab.
- Das Thermostat misst Raumtemperatur, aber der Raum fühlt sich trotzdem kälter an.
Wer ist betroffen?
Besonders du, wenn du in einem Altbau in Berlin, Leipzig oder einer anderen deutschen Stadt wohnst, wo Außenwände dünn sind. In Mietwohnungen sparen einfache Maßnahmen oft mehr als teure Profi-Dämmung kurzfristig.
Der Zeitungs-Trick: Wann es funktioniert – und wann nicht
Viele kennen den Tipp: ein Blatt Zeitung hinter den Heizkörper klemmen. Ich habe es selbst ausprobiert. Ergebnis: spürbare Warmhaltewirkung – aber mit Nebenwirkungen.

- Pro: Zeitung reflektiert einen Teil der Wärmestrahlung zurück in den Raum.
- Contra: Papier ist brennbar und bildet bei Feuchtigkeit Schimmel.
- Fazit: Kurzfristig okay, langfristig lieber eine bessere Alternative wählen.
Die bessere Lösung – schnell, günstig und sicher
By the way: Du brauchst keine teuren Handwerker. In jedem Baumarkt (Bauhaus, Obi, Hornbach) findest du Aluminium-Heizkörperfolie für kleines Geld – meist 5–15 € pro Rolle. Das ist robust, feuchtigkeitsresistent und reflektiert Wärme deutlich besser als Papier.
Wichtig: Der Trick funktioniert am besten, wenn hinter der Folie ein kleiner Luftspalt bleibt – das macht die Reflexion effizient.
Konkrete Vorteile der Alu-Folie
- Feuchtigkeitsresistent – kein Schimmelrisiko wie bei Papier.
- Einfache Montage ohne Werkzeug.
- Spürbar wärmeres Raumgefühl in wenigen Stunden.
- Kostet in der Regel weniger als ein Café pro Woche – aber spart Heizkosten.
Schritt-für-Schritt: So montierst du die Folie richtig (20 Minuten)
And now for the most interesting part: die Anleitung, die ich in meiner Berliner Wohnung getestet habe.
- Material besorgen: Alu-Heizkörperfolie (reflektierend), Schere, doppelseitiges Montageband oder kleine Holzleisten, Maßband. Kosten ~5–15 €.
- Abmessen: Messe die Breite und Höhe des Heizkörpers. Schneide die Folie entsprechend 2–3 cm größer zu.
- Abstand schaffen: Montiere mit kleinen Holzleisten oder Abstandshaltern ein 1,5–3 cm Luftpolster hinter der Folie – das erhöht die Wirkung.
- Befestigen: Klebe die Folie mit Montageband an der Wand oder schraube die Holzleisten leicht an (bei Mietwohnung: Schrauben nur nach Rücksprache).
- Kontrolle: Heizkörper auf mittlere Stufe stellen und nach 1–2 Stunden fühlen, ob die Luft vor dem Heizkörper wärmer wird.
- Optional: Thermometer an der gegenüberliegenden Wand prüfen – oft sinkt die benötigte Thermostatstellung.
Mini-Hack für Mieter
Keine Löcher? Klebe die Folie nur mit starkem Montageband. Bei Rückgabe der Wohnung lässt sich alles rückstandslos entfernen.

Was du vermeiden solltest
- Unbehandeltes Zeitungspapier dauerhaft nutzen – Brand- und Schimmelgefahr.
- Folie direkt an den Heizkörper pressen – ohne Luftspalt verringert sich die Wirkung.
- Heizkörper mit Möbeln zustellen – das blockiert die Wärmeverteilung.
Wie viel sparst du wirklich?
Erfahrungsgemäß siehst du je nach Wandstärke und Heizverhalten Einsparungen bis zu 25% beim Wärmeverlust an der Wandseite – nicht unbedingt bei der gesamten Gasrechnung. In schlecht isolierten Wohnungen kann das deutlich spürbar sein; in modernen, gut gedämmten Gebäuden weniger.
Ich habe in einer Berliner Altbauwohnung innerhalb der ersten Heizperiode eine spürbare Reduktion des Wärmebedarfs an einem Zimmer gemessen – kein Zauber, aber handfeste Ersparnis.
Last but not least
By the way: Wenn du richtig effizient sein willst, kombiniere die Folie mit folgenden einfachen Maßnahmen:
- Thermostatventile kalibrieren und entlüften.
- Vorhänge nachts schließen – verhindert Wärmeverlust durchs Fenster.
- Räume nur bei Bedarf heizen, statt durchgehend 22°C zu erzwingen.
Und wenn du mehr investieren willst: Dämmung der Außenwand oder neue Fenster bringt die größten Effekte – aber das ist teuer und selten für Mieter sofort machbar.
Zum Schluss: Ich habe den Trick an mehreren Heizkörpern ausprobiert und konnte das wärmere Gefühl fast sofort bestätigen. Ein paar Euro, 20 Minuten Arbeit und weniger Energieverschwendung – das lohnt sich.
Welche Erfahrungen hast du mit dem Zeitungspapier- oder Alu-Folien-Trick gemacht? Teile deine besten Tipps oder Fotos aus deiner Wohnung unten in den Kommentaren!









