Schwarze Ränder an der Fensterdichtung? Das kennt fast jede(r) in deutschen Wohnungen nach feuchten Wintern. Wenn Du jetzt wartest, wird der Gummi spröde — und der Schimmel breitet sich weiter aus. Lies kurz, wie ich mit einer Cheap‑Hack‑Kombination aus Putzen und Olivenöl sichtbare Ergebnisse in Tagen sah.
Warum das oft schiefgeht — und wo Olivenöl hilft
Viele kaufen teure Sprays oder denken, Schimmel sei ein dauerhaftes Übel. Ich bemerkte, dass die Ursache meist Kondensation + trockene, rissige Dichtungen sind. Olivenöl wirkt hier wie eine Handcreme: es macht den Gummi geschmeidig und reduziert kleine Risse, in denen sich Schimmel gern festsetzt.
Was Olivenöl tatsächlich bewirkt
- Es pflegt und macht Gummi flexibler, wodurch Risse langsamer entstehen.
- Oberflächlicher Schmutz haftet danach weniger stark — einfache Reinigung reicht länger.
- Es bildet keine chemische Barriere gegen Schimmelsporen; es reduziert nur die Bedingungen, die Schimmel liebt.
Die Grenzen: Warum es keine ewige Lösung ist
Wenn eine Dichtung bereits tief gerissen oder von Schimmel durchzogen ist, ersetzt Olivenöl nicht das Auswechseln. In meiner Praxis sah ich viele Fälle, wo dauerhaftes Lüften oder neue Fensterrahmen nötig waren.

Kurz: Olivenöl ist eine günstige Pflegeroutine, aber kein Ersatz für Reparatur.
Wann Du es vermeiden solltest
- Bei frischem Bau oder noch feuchten, stark verschimmelten Gummis — erst gründlich reinigen.
- Auf stoffbezogenen Fensterbänken oder Gardinen: Öl kann Flecken hinterlassen.
- Bei Spezialgummis: Manche ältere EPDM‑Dichtungen reagieren anders — erst an einer kleinen Stelle testen.
Der praktische Life‑Hack: So mache ich es (Schritt für Schritt)
Alle Schritte dauern bei einem normalen Fenster 5–10 Minuten. Du brauchst nichts Besonderes — Olivenöl findest Du bei Aldi, Lidl, Rewe oder jedem Drogeriemarkt für 2–6 €.
- 1) Reinigung: Misch 1 Teil weißen Essig mit 3 Teilen Wasser. Mit einer alten Zahnbürste die Dichtung schrubben — Schimmelsporen mechanisch entfernen.
- 2) Trocknen: Mindestens 30 Minuten an der Luft trocknen lassen; bei kalten Tagen mit Fön auf niedriger Stufe nachhelfen.
- 3) Test: Auf einer unauffälligen Stelle ein paar Tropfen Olivenöl auftragen und 24 Stunden beobachten.
- 4) Anwenden: Ein paar Tropfen auf ein Mikrofasertuch geben, Dichtung einreiben — nicht träufeln. Überschuss mit trockenem Tuch entfernen.
- 5) Nachpflege: Alle 3–6 Monate wiederholen; bei starker Nutzung halbjährlich prüfen.
By the way: Wenn Du eine dauerhaftere Lösung willst, ist ein Silikon‑Spray aus dem Baumarkt (z. B. OBI, Hornbach) langlebiger — aber Olivenöl ist deutlich günstiger und überall verfügbar.
Tipps, die ich aus echten Wohnungen gelernt habe
- Bei Mietwohnungen: Kurz vor der Wohnungsübergabe dokumentieren — geölte Dichtungen sehen gepflegt aus.
- Wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt sind: kleines Tuch benutzen, damit kein Öl auf Spielplätze gelangt.
- Wohnungsfeuchtigkeit in Deutschland steigt in Altbauten im Winter — kombinier das Öl mit regelmäßigem Stoßlüften.

Ein schneller Check‑Guide vor dem Öl
- Kein aktiver Schimmel, nur oberflächliche Verfärbung?
- Gummi fühlt sich spröde an?
- Keine Fleckenempfindlichen Materialien in der Nähe?
Wenn Du diese drei Punkte mit „ja“ beantwortest, ist das Olivenöl‑Ritual sinnvoll — und spart Dir vielleicht bald die Austauschrechnung beim Fensterbauunternehmen.
Zum Schluss — meine Erfahrung und eine Warnung
Ich habe das an fünf verschiedenen Fenstern ausprobiert: nach zwei Wochen weniger schwarze Ränder, nach drei Monaten weichere Dichtungen. Aber: ich sah auch, dass in sehr feuchten Kellern Olivenöl schneller Staub fängt.
Probier es aus, aber teste zuerst und überschütte die Dichtung nicht mit Öl. Ein bisschen reicht.
Hast Du das schon mal ausprobiert — oder willst Du wissen, welches Produkt aus dem Baumarkt länger hilft? Schreib Deine Erfahrungen unten.









