Ein kleiner Kratzer im Parkett kann den ganzen Raum älter aussehen lassen — und die Werkstatt verlangt oft Hunderte Euro. Ich habe ausprobiert, wie du mit einer Tube Zahnpasta (ja, wirklich) schnell und günstig ausbesserst.
Warum du das jetzt lesen solltest: Bevor du teure Reparatursets kaufst oder das Parkett neu versiegeln lässt, probiere diesen einfachen Trick — in vielen Fällen sparst du dir Zeit, Ärger und bares Geld.
Warum Zahnpasta bei Kratzern funktionieren kann
Ich habe bemerkt, dass normale weiße Zahnpasta kleine oberflächliche Kratzer optisch kaschiert. Die Paste füllt winzige Vertiefungen und mattiert spiegelnde Kanten — ähnlich wie ein Feinschliff im Mini-Format.
Wichtig: Das klappt nur bei leichten Kratzern auf versiegeltem Holz, nicht bei tiefen Rillen oder offenporigem Naturholz.

Was in Deutschland praktisch ist
- Die Zahnpasta bekommst du günstig überall: dm, Rossmann, Rewe oder Discounter — meist deutlich unter 2 €.
- Für lackiertes oder geöltes Parkett gibt es im Baumarkt (OBI, Hornbach, Bauhaus) spezielle Holzpflege — Zahnpasta ist aber eine schnelle Zwischenlösung.
- Im Winter, wenn Heizungen das Holz leicht zusammenziehen, fallen Kratzer stärker auf — jetzt ist ein guter Zeitpunkt für einen schnellen Fix.
So machst du den Zahnpasta-Trick Schritt für Schritt
In meiner Praxis hat sich diese genaue Reihenfolge bewährt. Arbeite ruhig und teste zuerst an einer unauffälligen Stelle (z. B. hinter einer Tür).
- Reinigen: Wische den Bereich mit einem leicht feuchten, fusselfreien Tuch ab und lasse ihn trocknen.
- Auswahl: Verwende nur weiße, nicht-gel Zahnpasta ohne Whitening-Partikel oder grobe Schleifkörper.
- Auftragen: Einen kleinen Klecks Zahnpasta auf ein Wattestäbchen oder weiches Tuch geben und sanft in die Kratzspur einreiben — immer mit dem Holzverlauf.
- Einziehen lassen: 5–10 Minuten wirken lassen, nicht eintrocknen lassen.
- Abwischen: Mit einem leicht feuchten Tuch vorsichtig entfernen und trocken polieren.
- Optional: Bei Farbunterschieden mit farblich passender Möbelpolitur oder Bienenwachs nacharbeiten.
Warum das funktioniert (einfach erklärt)
Die Paste füllt mikroskopisch kleine Risse und reduziert Lichtreflexe an den Kanten — das Auge nimmt den Kratzer weniger wahr. Denk an Zahnpasta wie Spachtelmasse in Mini-Format: sie gleicht aus statt zu ersetzen.
Tipps, Fallen und wann du lieber einen Profi rufen solltest
- Teste zuerst an einer unauffälligen Stelle — jede Versiegelung reagiert anders.
- Keine Gel- oder Whitening-Zahnpasta verwenden; sie enthält oft Schleifmittel.
- Bei geöltem Parkett kann Zahnpasta Flecken hinterlassen — hier lieber spezielle Ölpflegemittel.
- Für tiefe Kratzer, fehlende Holzteile oder großflächige Schäden: Handwerker holen.
- Wenn du heiratest oder vor dem Verkauf stehst: Profi-Aufarbeitung statt Hausmittel.

Extras für hartnäckige oder sichtbare Kratzer
Wenn die einfache Zahnpasta nicht reicht, habe ich noch zwei schnelle Tricks, die in vielen Haushalten funktionieren:
- Walnuss-Methode: Eine aufgespaltene Walnuss über den Kratzer reiben — das natürliche Öl dunkelt und kaschiert.
- Farbkorrektur: Dünn aufgetragene Möbelpolitur oder ein farblich passender Wachsstift aus dem Baumarkt sorgt für dauerhaftere Deckung.
Übrigens: Wenn du viel mit Möbeln rutschst, lohnt sich eine kleine Schutzmatte — günstiger als ständige Ausbesserungen.
Fazit
Der Zahnpasta-Trick ist kein Allheilmittel, aber ich war überrascht, wie oft er kleine Kratzer unscheinbar macht — für unter 2 Euro und ohne Spezialwerkzeug. Teste ihn zuerst an einer unauffälligen Stelle und kombiniere ihn bei Bedarf mit Möbelpolitur.
Hast du das schon ausprobiert — oder kennst du einen anderen Haushalts-Trick fürs Parkett? Teile deine Erfahrung in den Kommentaren!









