Du entdeckst plötzlich einen Kratzer im Parkett und denkst: Zahnpasta drauf und gut? Ich habe es ausprobiert — mehrmals, in meiner Wohnung und bei Freunden. Warum das einen Handwerker zum Augenrollen bringt und trotzdem für viele kleine Schäden funktioniert, erfährst du hier jetzt.
Lesen lohnt sich sofort, weil du so den falschen Tipp vermeidest, der dein Parkett schlimmer machen kann — und weil die günstige Lösung oft in deiner Badezimmerschublade liegt.
Warum Zahnpasta? Und wann du sie besser liegen lässt
Ich habe bemerkt: Viele Menschen verwechseln zwei Dinge — die Optik von oberflächlichen Kratzern und echte Materialverluste. Zahnpasta kann die erste Kategorie kaschieren, bei tieferen Rillen hilft sie nicht.
- Zahnpasta (weiße, nicht-gel) enthält feine Schleifpartikel, die kleine Lackkratzer polieren können.
- Bei geöltem oder rohem Holz kann Zahnpasta die Oberfläche ausbleichen oder Reste hinterlassen.
- Gels, bunte Pasten oder Whitening-Formeln können färben — nur weiße Cremezahnpasta verwenden.
Der schnelle Test
Bevor du loslegst: probiere die Zahnpasta an einer unauffälligen Stelle (z. B. Unterkante der Zimmertür). Ich mache das immer — besser ein Testfleck als ein neuer Fleck im Parkett.

So reparierst du kleine Kratzer in 5 Schritten (praktisch & günstig)
Ich habe diese Methode mehrfach angewendet — sie ist günstig, schnell und funktioniert bei oberflächlichen Lackkratzer gut.
- Materialien: weiße Zahnpasta, weiches Mikrofasertuch, Wattestäbchen, lauwarmes Wasser, Möbelstift oder Parkettpolitur (optional).
- Kosten: meist unter 5 € — Zahnpasta hast du eh. Alternativprodukte wie Möbelstifte gibt’s bei Obi oder Hornbach ab ~3–8 €.
Schritt-für-Schritt
Folge mir kurz:
- Reinige die Stelle mit einem feuchten Mikrofasertuch und trockne sie.
- Trage eine kleine Menge weiße Zahnpasta auf ein Wattestäbchen oder direkt aufs Tuch auf.
- Reibe in kleinen, kreisenden Bewegungen über den Kratzer — leichtem Druck genügt.
- Wische die Paste mit einem feuchten Tuch ab und trockne.
- Bei Bedarf leicht polieren und bei verblassender Farbe einen Möbelstift in passendem Ton verwenden.
Wichtig: Nicht schruppen wie ein Putzlappen auf Fliesen — sonst entfernst du den Lack.
Wenn die Zahnpasta versagt — bessere Alternativen
Manchmal ist der Kratzer tiefer. Ich habe gesehen, wie Menschen verzweifeln, weil sie weiter rubbeln — stoppe lieber früh.

- Für tiefe Kratzer: Holzspachtel oder ein farblich passender Möbelstift (gibt’s bei Obi, Hornbach, oder Bauhaus).
- Bei mattem, geöltem Parkett: spezielle Parkettpflege-Öle oder professionelle Nachölung.
- Bei großflächigen Schäden: Handwerker rufen. Ein Abschleifen und Neuversiegeln ist oft die einzige dauerhafte Lösung.
Warum Baumarkt-Tools oft besser sind
By the way: Ein Möbelstift ist kein Hexenwerk — er passt Farbe an Stellen an, wo Zahnpasta nur kaschiert. In deutschen Baumärkten findest du schnell einen passenden Ton.
Ein paar Tipps aus meiner Praxis
- Teste immer zuerst an einer unauffälligen Stelle.
- Verwende nur weiße, nicht-gel Zahnpasta.
- Bei Feuchtigkeitsschwankungen (Winterheizung in Deutschland!) reagiert Parkett anders — lass die Stelle gut trocknen.
- Bei geölten Böden lieber Ölprodukte statt abrasiver Mittel.
Ein Bild: Die Methode ist wie ein Kaffee-Filter für einen verschmutzten Becher — sie entfernt Oberflächenreste, ersetzt aber nicht die fehlende Substanz.
Fazit — kurz und echt
Zahnpasta kann kleine, oberflächliche Kratzer im lackierten Parkett unsichtbar machen — schnell und billig. Bei tieferen Schäden hilft sie nicht und kann bei geöltem Holz schaden. Ich teste immer zuerst und habe so schon etliche Panik-Besuche von Freunden abgewendet.
Und du? Hast du Zahnpasta schon mal auf deinem Parkett ausprobiert — oder schwörst du auf einen anderen Lifehack? Schreib’s in die Kommentare.









