Dieser kleine Kratzer auf deinem Parkett sticht dir ständig ins Auge — und du hast keine Lust auf teure Handwerker. Ich habe das selbst ausprobiert und war überrascht, wie oft ein simpler Trick hilft.
Warum du das jetzt lesen solltest: In der Heizperiode zeigen sich Kratzer stärker, und Gäste sind schneller da, als der Schreiner. Mit ein paar Haushaltsmitteln kannst du oft sofort etwas retten.
Warum manche auf Zahnpasta schwören
Ich habe bemerkt, dass weiße, nicht‑gelige Zahnpasta bei leichten Oberflächenkratzern wirkt wie ein sehr feines Schleifpapier kombiniert mit einem Füllstoff.
Der Wirkmechanismus ist simpel: feiner Reibeffekt + leichtes Aufpolieren = Kratzer weniger sichtbar. Das ist kein Wundermittel gegen tiefe Rillen.
Wann es sinnvoll ist — und wann nicht
- Gut geeignet für: oberflächliche Kratzer und matte Stellen.
- Nicht geeignet für: tiefe Einschnitte, abgeplatztes Furnier oder versiegelte, stark glänzende Lackschichten.
- Test zuerst: immer an einer unauffälligen Stelle probieren (z. B. unter Schrankkante).

Der 5‑Minuten‑Hack: Schritt für Schritt
In meiner Praxis als Testredakteur in Berlin habe ich das dreimal an verschiedenen Böden probiert — zweimal mit Erfolg. So funktioniert es:
- Besorge weiße, nicht‑gelige Zahnpasta (dm oder Rossmann, ca. 1–3 € pro Tube).
- Reinige die Stelle mit einem leicht feuchten Tuch und trockne sie vollständig (Holz mag keine Feuchtigkeit).
- Gib eine erbsengroße Menge Zahnpasta auf ein weiches Mikrofasertuch.
- Reibe mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen für etwa 30–60 Sekunden.
- Wische Rückstände mit feuchtem Tuch ab und poliere trocken nach.
Wichtig: Arbeite immer sanft — nicht zu stark schuften, sonst trägst du Lack ab.
Tipps, die viele übersehen
- Verwende keine Zahnpasta mit Whitening‑Partikeln oder Gelstruktur.
- Bei geöltem Parkett kann Olivenöl helfen, die Stelle danach zu nähren — aber nur sparsam.
- Wenn der Kratzer dunkler ist (Holz ohne Lack), ist häufig Nachfärben mit passendem Parkettstift nötig (gibt’s im Bauhaus oder Obi).
Was ich gelernt habe — ehrliche Bilanz
Ich war überrascht: Oft reicht das kurze Polieren für eine optische Verbesserung. Doch manchmal war das Ergebnis nur eine minimale Aufhellung — besonders bei alten, trockenen Dielen.
Wenn du eine Mietwohnung in München oder Hamburg hast und schnell etwas tun musst, ist das eine praktikable Notlösung. Für teure Eichenparkette oder historische Böden: lieber ein Profi.

Weitere schnelle Helfer aus dem Haushalt
- Backpulver + Wasser (Paste) für sehr leichte Mattstellen — vorsichtig testen.
- Walnuss: die natürliche Öle können feine Kratzer optisch ausgleichen.
- Parkettstifte in passenden Farbtönen für dauerhafte Retuschen.
Übrigens: Im Winter zieht Holz sich zusammen — kleine Risse sehen dann oft schlimmer aus. Ein kurzer Pflegegang mit der Zahnpasta kaschiert das nicht dauerhaft, gibt dir aber Zeit, die richtige Lösung zu planen.
Kurzer Warnhinweis
Wenn du Zweifel hast: lieber aufhören. Falsches Polieren kann die Versiegelung beschädigen und langfristig teurer werden.
Fazit
Der Zahnpasta‑Trick ist kein Ersatz für professionelle Restaurierung, aber eine schnelle, günstige Notlösung für oberflächliche Kratzer. In meiner Erfahrung funktioniert er überraschend oft — vorausgesetzt, du testest zuerst und gehst behutsam vor.
Hast du es schon mal ausprobiert — mit Erfolg oder totalem Fiasko? Teile deinen Tipp oder dein Bild in den Kommentaren, ich bin gespannt, welche Haushalts‑Heilmittel bei euch in Deutschland noch laufen.









