Du sitzt auf der Schüssel, und plötzlich steht das Wasser. Panik. Eine Verstopfung ist nicht nur eklig — sie kann richtig teuer werden. Ich habe als Journalist mit mehreren Klempnern gesprochen und selbst einige Notfälle beobachtet: Das meiste davon hätte man vermeiden können.
Jetzt lesen lohnt sich, weil viele Fehler typisch sind und sofort vermeidbar — besonders vor Feiertagen, wenn Gäste kommen oder im Winter, wenn Rohre empfindlicher sind.
Warum das so oft schiefgeht
Viele denken: „Papier löst sich, also darf alles rein.“ Falsch. Rohre und Kanalisation funktionieren wie ein fein abgestimmtes System — wie ein Espresso-Sieb: zu grobe Partikel bleiben hängen, Fett verklumpt, Feuchttücher bilden Teppiche.
In meiner Recherche fiel mir auf: Die meisten Verstopfungen entstehen nicht aus Zufall, sondern aus Gewohnheit. Und sie kosten in Deutschland leicht über 100 € — oft mehr, wenn der Notdienst anruft.
Die 10 Dinge, die Installateure niemals spülen
- Feuchttücher und Hygienetücher — sie zerfallen nicht wie Klopapier, sammeln sich und bilden sogenannte „Fettberge“.
- Wattestäbchen und Watte
- Menstruationsprodukte und Tampons
- Windeln und Stoff-Binden
- Küchenfett und Speiseöle
- Katzenstreu
- Medikamente
- Papiertücher und Kosmetiktücher
- Haare und Zahnseide
- Farbe, Lack und Lösungsmittel
Kurze Erklärung, warum jeder Punkt Probleme macht
Feuchttücher sind das typische Beispiel: Sie schwimmen erst, dann verklumpen sie unter der Oberfläche wie ein unsichtbarer Teppich und blockieren Rohre oder Pumpen in der Kläranlage.

Fett verhält sich wie Klebstoff: Es kühlt ab, verklumpt an den Rohrwänden und fängt Haare und Fasern ein — das Ergebnis ist ein Block, der nur mechanisch entfernt werden kann.
Wie Entsorgung in Deutschland wirklich funktioniert
By the way: In Deutschland gibt es einfache Wege, viele Dinge korrekt zu entsorgen — das ist günstiger als die Klempnerrechnung.
- Alte Medikamente gibst du kostenlos in die Apotheke.
- Speiseöl sammelst du in einer Flasche und bringst es zum Wertstoffhof oder gibst es beim nächsten Schadstoffsammlungstag ab.
- Windeln, Feuchttücher und Hygienemüll gehören in den Restmüll (nicht in die Biotonne).
- Farben, Lacke und Lösungsmittel nimmt der Wertstoffhof entgegen.
Die einfache Präventions-Checkliste (für deinen Alltag)
- Stell einen kleinen Mülleimer neben die Toilette — beschrifte ihn „Nicht spülen“.
- Kauf ein gutes Rohrsieb für die Dusche (gibt’s bei DM, Rossmann, Obi oder Hornbach).
- Sammle Speiseöle in einer leeren Flasche — nicht ins Abflussrohr kippen.
- Medikamente zur Apotheke bringen, Sondermüll zum Wertstoffhof.
Praktischer Life-Hack: Toilettenverstopfung selbst lösen — Schritt für Schritt
Ich habe dieses Vorgehen mehrfach getestet — oft reicht es, bevor der Klempner kommt.
- Zieh Handschuhe an und stell alte Handtücher bereit.
- Gib ein paar Spritzer Spülmittel in die Schüssel — das wirkt als Schmiermittel.
- Erwärme einen Liter Wasser (nicht kochend) und gieße ihn aus Hüfthöhe langsam in die Schüssel.
- Warte 5–10 Minuten, versuch dann mit einer Saugglocke (Plunger) zu pumpen.
- Wenn das nicht hilft: eine Rohrspirale (gezopfte Spirale aus dem Baumarkt) vorsichtig verwenden oder den Profi anrufen.
But there’s a nuance: Chemische Abflussreiniger greifen PVC und Dichtungen an, also sparsam und mit Vorsicht nutzen — besser sind enzymatische Reiniger.

Wann du sofort einen Installateur rufen solltest
- Wasser steigt in mehreren Armaturen gleichzeitig.
- Starker Abflussgeruch im Keller oder Rückstau.
- Wiederkehrende Verstopfungen trotz sauberer Rohre.
- Sichtbare Schäden an Rohren oder wenn Wasser Wände erreicht.
In meinem Kontakt mit Klempnern in Berlin und München hörte ich oft: „Wir finden die gleichen fünf Fehler immer wieder.“ Das vermeidest du leicht — mit ein bisschen Gewohnheitsänderung.
Alltagsszenen, die überraschen
Letzten Winter sah ich eine Familie, die regelmäßig Fritteusenöl ins Spülbecken kippte — das Ergebnis: ein Rohrbruch im Gemeinschaftskeller. Die Rechnung? Niemand wollte daran denken, dass Fett bei 5 °C genauso hart wie Steingut werden kann.
Das ist der Moment, wo man merkt: Rohrpflege ist nicht glamourös — aber sie spart Nerven, Gerüche und Geld.
Fazit
Spülen ist kein Müllentsorgungssystem. Ein paar einfache Regeln verhindern unangenehme Überraschungen und teure Notdienste. Ich habe gelernt: meist reicht Vorbeugung statt Reparatur.
Was war das Merkwürdigste, das du je in einer Toilette gefunden hast — oder welche Tricks hast du gegen Verstopfungen? Teile es unten.









