Klempner warnen: Diese 3 Dinge gehören niemals in Ihren Abfluss

Dein Wasser fließt nur noch tröpfchenweise? Oder kam die letzte Rechnung vom Installateur höher als der letzte Stromabschlag? Das sind Warnzeichen — und meist ist es vermeidbar. Lies das jetzt, bevor ein Fettberg oder eine verstopfte Leitung Dir den nächsten Samstag vermiest.

Warum das plötzlich nicht mehr funktioniert

Ich habe mit mehreren Klempnern in deutschen Altbauten gesprochen und selbst durch ständige Reparaturberichte gelernt: Viele Verstopfungen entstehen schleichend. Einmal falsch entsorgt, sammeln sich Rückstände über Monate und machen aus Deinem Abfluss ein kleines Betonwerk.

Ein verstopfter Abfluss kostet Zeit, Nerven und oft mehrere hundert Euro — besonders wenn ein Rohr freigelegt oder ausgetauscht werden muss.

1) Fett und Öl (Küchenfett)

Ich bemerkte bei Hausbesuchen immer wieder denselben Fehler: Bratfett direkt in die Spüle kippen. Während heißes Fett flüssig bleibt, kühlt es in den Rohren ab und wird wieder fest.

  • Fett bildet in Rohren Schichten ähnlich einem „Fettberg“ — das ist nicht nur London, das passiert auch in deutschen Städten.
  • Besonders problematisch in Altbauleitungen mit engen Bögen und älteren Rohren.
  • In vielen Gemeinden erhöhte Abwassergebühren entstehen, weil Kläranlagen zusätzlich gereinigt werden müssen.

Tipps:

  • Sammle überschüssiges Fett in einem Glas (Einmachglas) und entsorge es in der Restmülltonne — nicht in die Biotonne.
  • Spüle die Pfanne mit Küchenpapier aus und wirf das Papier in den Restmüll.

2) Feuchttücher & Hygieneartikel

Viele glauben, „flushable“ heißt „löst sich auf“ — das stimmt nicht. Ich habe gesehen, wie ganze Siphons und sogar Hauptleitungen von feuchten Tüchern zugesetzt wurden.

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  • Auch „biologisch abbaubare“ oder „spülbare“ Tücher brauchen viel länger als Toilettenpapier und verklumpen.
  • Tampons, Binden und Wattestäbchen gehören nie in die Toilette.

Wenn Du nur ein Paket Feuchttücher im Haus hast, entsorge es in der Restmülltonne — nicht im WC.

3) Kaffeesatz (und viele feine Essensreste)

Klingt harmlos: Kaffeesatz gehört in den Kompost? In vielen Haushalten landet er in der Spüle. Ich bemerkte, dass gerade in Haushalten mit kleinem Abfluss der Satz wie Schleim haftet und zusammen mit Fett zu einer klebrigen Masse wird.

  • Kaffeesatz verklumpt, bindet Fett und bildet hartnäckige Ablagerungen.
  • Auch Eierschalen, Kartoffelschalen und faserige Reste sollten nicht in den Abfluss.

Stattdessen: Sammle Kaffeesatz in einem kleinen Behälter und nutze ihn im Garten oder im Biomüll (wenn Deine Kommune ihn nimmt) — in vielen deutschen Haushalten ist das sehr üblich.

Praktischer Life‑Hack: Verstopfung selbst entfernen — Schritt für Schritt

Bevor Du den Klempner rufst, probiere das — ich habe es mehrfach erfolgreich angewendet:

  1. Stelle Eimer und Gummihandschuhe bereit. Unter die Spüle einen Eimer stellen.
  2. Schließe das Rohrstück (Siphon) über dem Eimer auf — oft kannst Du es per Hand lösen. Vorsicht: Wasser kommt raus.
  3. Reinige Siphon und entferne sichtbare Reste mit einem alten Tuch oder einer Flaschenbürste.
  4. Setze alles wieder dicht zusammen. Falls Dichtung porös ist: neue Dichtung im Baumarkt (OBI, Hornbach) kaufen — kostet meist unter 5 €.
  5. Bei hartnäckigen Ablagerungen: über Nacht einen biologischen Enzymreiniger (im dm, Rossmann oder Baumarkt) einwirken lassen — keine ätzenden Chemikalien!

By the way: Heißes Wasser + Spülmittel hilft kurzfristig bei Fett—gieße es in kleinen Portionen, damit das Fett nicht weiter in der Leitung wandert.

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Vorbeugen — einfache Regeln, die Du sofort anwenden kannst

  • Fett immer in ein Glas/Behälter und in den Restmüll.
  • Feuchttücher, Kosmetiktücher & Co. in den Restmüll, nicht ins WC.
  • Sieb in Spüle und Dusche nutzen — kostet nur ein paar Euro im Baumarkt.
  • Einmal pro Monat Siphon selbst anschauen und reinigen.
  • Bei Kaltem Klima: Keine Fette in Außenabflüsse kippen — sie verstopfen schneller, wenn es kalt ist.

Was Klempner in Deutschland wirklich tun — ein Blick hinter die Kulisse

In meiner Recherche sagten mehrere Installateure: Viele Hausbesitzer reagieren erst, wenn nichts mehr geht. Dann wird oft mit scharfen Rohrreinigern gearbeitet, die Rohre angreifen und die Umwelt belasten.

Die klügere Variante: Vorbeugung und physische Reinigung (Siphon, Bürste) oder enzymatische Reiniger. Das ist günstiger und nachhaltiger — und unsere Kläranlagen danken es Dir.

Abschluss

Wenn Du nur eine Sache änderst: hör auf, Fett und feuchte Tücher in den Abfluss zu kippen. Ich habe erlebt, wie sehr das den Unterschied macht.

Was war Dein schlimmster Abfluss‑Albtraum — und wie hast Du ihn gelöst? Teile Deine Erfahrung unten, vielleicht sparst Du anderen die teure Klempnerrechnung.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

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