Klempner warnen: Diese Öle gehören niemals ins Abwasser

Stell dir vor: die Spüle läuft nicht ab, es stinkt nach fauligem Fett und der Klempner verlangt 300–800 € für die Reinigung. Ich habe das oft gesehen — und es war vermeidbar. Lies jetzt weiter, sonst wirst du das gleiche Problem haben, spätestens nach der nächsten Familienfeier.

Warum das Abflussproblem so schnell aus dem Ruder läuft

Fett und Öl verhalten sich wie zähes Kaugummi im Rohr: warm flüssig, kalt fest. Das sammelt sich an Rohrwänden, fängt Haare und Essensreste ein und bildet mit der Zeit einen richtigen „Fettberg“.

In meiner Praxis als Journalist, der viel mit Klempnern zusammenarbeitet, habe ich gesehen, wie solche Ablagerungen ganze Kanalnetze verstopfen — und das kostet Gemeinden wie Berlin, München oder kleinere Landkreise echtes Geld.

Das passiert in der Kläranlage

  • Öle stören biologische Reinigungsprozesse und belasten die Reinigungskosten.
  • Einmal im Fluss, schaden sie Fischen und Insekten — das Öl trägt Nährstoffe und Giftstoffe weit.
  • Große Fettmengen können Rückstau in Keller und Wohnungen verursachen.

Diese 7 Öle gehören niemals ins Abwasser

1. Brat- und Speisefette (Reste von Bratfett, Schmalz)

Diese sind der Klassiker. Nach dem Abkühlen verfestigen sie sich und kleben wie Kitt an Rohren.

2. Pflanzen- und Sonnenblumenöl

Viele denken, pflanzlich = harmlos. Aber auch diese Öle bilden im Rohr ein klebriges Material.

3. Olivenöl und hochwertige Speiseöle

Teures Öl ist noch schlimmer: es verklebt Rohrstücke nachhaltig und ruiniert Abflusspumpen.

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4. Motor- und Maschinenöl (Altöl)

Das ist Gift für Kläranlagen. Es gehört zur Schadstoffsammlung oder zur Tankstelle, die Altöl annimmt.

5. Kosmetik- und Körperöle (Make-up-Öle, Massageöle)

Kommen oft in kleinen Mengen, aber regelmäßig gegossen, verändern sie die Oberflächenspannung im Abwasser und stören Filter.

6. Frittieröl aus Restaurants

Gastronomie produziert große Mengen — wenn das in die Kanalisation geht, entstehen schnell Fettberge, die ganze Straßenzüge betreffen können.

7. Ätherische und technische Öle

Konzentrierte Öle (z. B. Terpene aus Düften oder bestimmte Lösungsmittelöle) greifen Dichtungen an und stören biologische Reinigungsprozesse.

Was du stattdessen tun solltest — einfache Regeln

  • Kein Öl in den Ausguss — auch nicht mit heißem Wasser nachspülen.
  • Reste in ein Glas oder in alte Konservendosen geben, zuschrauben und in den Restmüll (Restmüll-Bestimmungen prüfen).
  • Große Mengen zu deinem Wertstoffhof (Wertstoffhof / Schadstoffannahme) bringen oder spezielle Sammelstellen nutzen.
  • Motoröl immer zu autorisierten Sammelstellen/Tankstellen bringen — niemals in den Hausmüll.

Life‑Hack: Die 3‑Schritte‑Methode, die bei mir zu Hause funktioniert

Ich habe das selbst getestet: Nach jedem Kochen fange ich Fett und Öl systematisch auf. So geht’s:

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  • Schritt 1: Das heiße Öl in einen stabilen Behälter (Altkonservenglas oder leere Getränkeflasche) gießen.
  • Schritt 2: Abkühlen lassen. Das Fett verfestigt sich — kein Tropfen mehr im Ausguss.
  • Schritt 3: Deckel drauf, ins Altglas/Restmüll oder zur Sammelstelle bringen (je nach Gemeinde).

Pro-Tipp: Kaffeefilter oder Küchenpapier fängt kleine Mengen schnell — direkt in die Biotonne, wenn deine Kommune das erlaubt.

Wo du Öl in Deutschland richtig entsorgst

  • Wertstoffhof / Schadstoffsammlung der Kommune — oft kostenlose Annahme von Speiseöl.
  • Altöl-Annahmestellen bei Tankstellen — nur für Motoröl.
  • Manche Supermärkte oder Umweltsammelstellen bieten spezielle Sammelbehälter für gebrauchte Speiseöle an.
  • Für Gastronomie: Vertragsentsorger oder lokale Verbände informieren (große Mengen gehören in extra Behälter).

Was kostet es, wenn du es falsch machst?

Ein verstopftes Rohr ist kein harmloses Ärgernis: Rechnungen für Rohrreinigung, Sanierung und mögliche Bußgelder können sich leicht summieren. Ich habe Fälle gesehen, in denen Eigentümer mehrere hundert bis tausend Euro zahlen mussten.

Und noch etwas: ein Fettberg ist wie ein Schimäre aus Küche und Kanal — hässlich, teuer und vermeidbar.

Und jetzt das Wichtigste

Vermeide die schnelle „einfach runterspülen“-Lösung. Dein Abfluss dankt es dir, dein Geldbeutel auch. Übrigens: kleine Gewohnheitsänderungen (ein Glas, ein Deckel, ein kurzer Weg zum Wertstoffhof) reichen oft vollkommen aus.

Kurzfrage an dich: Welches Öl entsorgst du am häufigsten — und hast du einen praktischen Trick, wie du es loswirst? Schreib’s in die Kommentare.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

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