Ziehst du nachts eine Decke über die Füße und fragst dich, warum die Heizung trotzdem läuft? Zugluft unter Türen frisst Wärme und Geld — gerade in deutschen Altbauten und während harter Wintermonate. Lies weiter, wenn du heute Nacht weniger frieren und vielleicht ein paar Euro sparen willst.
Warum Zeitungspapier plötzlich wieder Sinn macht
Ich habe bemerkt, dass viele unterschätzen, wie viel Wärme eine einzige zugige Tür verlieren kann. In meiner Praxis als Haushaltspraktiker sehe ich oft, dass Menschen teure Dichtungen kaufen, obwohl einfache Lösungen oft reichen.
Zeitungspapier ist nicht magisch, aber es ist kostenlos, schnell verfügbar und flexibel — besonders wenn du gerade keine Handwerker oder Baumarktzeit hast.
Was genau passiert bei Zugluft?
- Kalte Luft schleicht sich unter der Tür durch und kühlt den Raumboden.
- Die Heizung muss häufiger anspringen, um die Temperatur zu halten.
- Feuchtigkeit und Staub kommen leichter ins Zimmer — unangenehm und unhygienisch.
3 wirkungsvolle Zeitungstricks (mit Risiken und Alternativen)
Probiert habe ich alle drei — der erste ist die schnellste Notlösung, der dritte hält am längsten.

1) Der einfache „Zeitungs-Snack“ (Schnell, 1–2 Minuten)
- Zeitung von der Mitte her fest rollen, bis eine wurstähnliche Form entsteht.
- Die Rolle unter die Tür schieben; an beiden Enden mit Klebeband fixieren, wenn nötig.
- Funktioniert gut bei Teppich oder weichem Boden; ideal als Sofortmaßnahme.
Vorteil: Sofort verfügbar und praktisch kostenlos. Nachteil: Staub, Tintenabgabe auf hellem Boden möglich.
2) Der „veredelte“ Türstopper (20 Minuten, langlebiger)
- Mehrere Zeitungsseiten dicht aufrollen und mit einem stabilen Klebeband umwickeln.
- Die Rolle in einen alten Baumwollbezug oder Stoffwickel stecken (ein ausgedientes Handtuch geht auch).
- Mit Nadel und Faden oder Stecknadeln verschließen — so bleibt kein Papier sichtbar.
Das ist meine Lieblingslösung für Mietwohnungen: preiswert, schaut besser aus und verschmutzt nicht so leicht.
3) Die langfristige Low-Budget-Variante (besser als nichts, aber nicht optimal)
- Zeitungsrollen verdichten und in eine dicht schließende Kunststoffhülle stecken (z. B. ausgediente Flaschenverpackung aufschneiden).
- Unter die Tür legen und testen; bei Bedarf zusätzliche Schichten einlegen.
- Alternativ: Gummi- oder Filzleisten aus dem Baumarkt (Obi, Hornbach, Bauhaus) sind hygienischer und langlebiger.
Wenn du in Deutschland lebst, sind Dämmstreifen oft ab 3–10 € bei Discountern oder Baumärkten zu finden — eine kleine Investition im Vergleich zu dauerhaftem Wärmeverlust.
Praktische Tipps: So vermeidest du Fallen
- Nie nasses Papier verwenden — es kann Schimmel und Flecken verursachen.
- Bei Laminat oder Parkett zuerst eine dünne Stoffschicht darunterlegen, um Druckstellen zu vermeiden.
- Benutze Zeitung nur als kurzfristige Lösung; langfristig sind selbstklebende Dichtungen oder Türdichtungen besser.
- Teste mit einer Kerze oder Räucherstäbchen: Wenn die Flamme flackert, ist Zugluft vorhanden.
Wie viel wird man wirklich sparen?
Erwarte keine Wunder: Zeitung unter der Tür ersetzt keine professionelle Abdichtung. Aber ich habe beobachtet, dass ein gut abgedichteter Türspalt in einem kleinen Zimmer die gefühlte Temperatur merklich erhöht — das heißt, du drehst die Heizung seltener hoch.

In Deutschland, wo Heizkosten in Euro und Cent spürbar sind, bedeutet das oft: einige Euro Ersparnis pro Monat — kombiniert mit anderen Maßnahmen (Thermostat runter, Rollläden zu) summiert sich das.
Sicherheits- und Hygienetipps — kurz und wichtig
- Kein Papier nahe offener Flamme oder Heizkörper platzieren.
- Regelmäßig kontrollieren, ob das Papier feucht oder schimmlig wird — sofort ersetzen.
- Für Haustierbesitzer: Papier kann zerrupft werden; sichere Alternative wählen.
Und wenn du etwas Geld ausgeben willst
- Türdichtungssatz (Schaumstoff oder Gummi) aus dem Baumarkt: langlebig, kostet meist 5–20 €.
- Türbodendichtung mit Bürste: besonders gut bei Altbau-Ritzen.
- Elektrische Zugluftstopper? Unnötig — einfache mechanische Lösungen reichen meistens.
Mein Fazit (kurz)
Ich nutze Zeitungspapier als Notfalllösung und als Übergangslösung im Altbau oder wenn ich gerade keine Zeit für den Baumarkt habe. Es ist kein Dauerersatz, aber es wirkt — schnell und günstig. Wenn du es sauber und sicher machst, ist es eine praktische Zwischenlösung.
Welche Methode nutzt du gegen Zugluft? Hast du einen besseren DIY-Trick oder ein Produkt, das wirklich hält? Schreib’s in die Kommentare — ich bin neugierig, was in deutschen Wohnungen am besten funktioniert.









