Lorbeerblatt ins Mehl: Der 100 Jahre alte Trick gegen Schädlinge

Du greifst zum Mehl und findest plötzlich kleine Krabbler — willkommen im Albtraum jeder Vorratskammer. Das ist genau der Moment, in dem viele an Omas Hausmittel denken: Lorbeerblatt rein. Warum das heute noch relevant ist? Bei warmem Sommerwetter und langen Lagerzeiten in deutschen Küchen (ja, ich schaue auf eure Vorratsschränke bei Rewe- und Aldi-Einkäufen) lohnt sich ein schneller Check.

Ich habe das selbst ausprobiert: einfache, günstige Maßnahme, die oft schützt — aber nur, wenn man sie richtig macht. Lies weiter, wenn du wirklich wissen willst, welche Schritte Sinn bringen und welche Mythen du fallenlassen kannst.

Warum der Trick bei manchen nicht funktioniert

Viele werfen ein einzelnes Blatt ins Mehl und denken, das reicht. Leider ist das zu wenig. Ich habe bemerkt, dass die Wirkung stark von Lagerbedingungen, Temperatur und dem Zustand des Mehls abhängt.

  • Mehl, das schon Eier oder Larven enthält, wird nicht gerettet — das Blatt vertreibt nichts, was schon drin ist.
  • Bei feuchten, warmen Sommern in Deutschland (besonders in schlecht belüfteten Speisekammern) sind Schädlinge aktiver — ein Blatt allein hilft selten.
  • Gemahlene oder zerbröselte Lorbeerblätter verlieren ihre Wirkstoffe schnell; ganze Blätter geben Aroma langsamer ab.

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Was das Lorbeerblatt wirklich tut

Kurz gesagt: Lorbeer wirkt eher abschreckend als tödlich. Die ätherischen Öle (z. B. Cineol, Linalool) stören Geruchssinn und Verhalten vieler Insekten.

  • Es reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass neue Schädlinge einziehen.
  • Es ist kein Garant: bei massiven Befall hilft nur gründliches Ausräumen und Reinigen.
  • Gut als Ergänzung zu Hygienemaßnahmen — nicht als Ersatz.

So macht man es richtig — Schritt für Schritt

In meiner Praxis hat sich eine Kombination aus einfachen Maßnahmen als zuverlässig erwiesen. Folge diesen Schritten, bevor du neue Packungen in den Schrank stellst:

  • Kontrolle: Öffne Mehl-, Reis- und Müsli-Packungen und sieh nach lebenden Tieren, Netzspuren oder Verklumpungen.
  • Sortieren: Befallene Packungen sofort entsorgen oder nach draußen bringen (kein Kompost im Haus!).
  • Einfrieren: Neues Mehl 48 Stunden bei -18 °C einfrieren — tötet Eier und Larven ab.
  • Umlagern: Mehl in gut schließende Glas- oder Metallbehälter umfüllen (bei Edeka, dm oder online günstig zu haben).
  • Lorbeerblatt platzieren: Pro 1–2 kg Mehl 1–2 ganze Lorbeerblätter obenauf legen — nicht zerkrümeln.
  • Regelmäßig erneuern: Alle 2–3 Monate die Blätter austauschen; zerbröselte Blätter nehmen schneller ab.

By the way: Frische, ganze Lorbeerblätter findest du günstig bei Rewe, Aldi oder im Reformhaus; ein Glas kostet meist um 1–3 €.

Praktischer Hack, den kaum jemand nutzt

Viele übersehen den einfachen Zusatz: zerkleinere ein Blatt kurz vor dem Einlegen zwischen den Fingern und rieche daran — die Duftintensität zeigt, ob es noch wirksam ist. Wenn nichts mehr riecht, erneuern.

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Weitere Maßnahmen, die wirklich helfen

  • Regelmäßig auskehren und Schubladen auswischen — Krümel sind Einladungskarten.
  • Pheromonfallen gegen Mehlmotten (z. B. aus Baumärkten wie Obi oder online) fangen Männchen und reduzieren Populationen.
  • Kleine Vorräte kaufen: In Deutschland sind Vorratspackungen oft günstiger, aber lagere nur, was du in 2–3 Monaten verbrauchst.
  • Bei größtem Befall: Schädlingsbekämpfer rufen — besonders bei großen Vorräten in Mehrparteienhäusern.

Wann das Lorbeerblatt nicht reicht

Wenn du beim Öffnen eine invasionartige Menge an Käfern oder Motten siehst, ist handeln nötig. Ich habe erlebt, dass in solchen Fällen nur noch radikale Reinigung, Entsorgung und professionelle Hilfe helfen.

  • Bei sichtbarem Massenbefall: sofort entsorgen und Schränke bei 60 °C auswischen, wenn möglich.
  • Kontrolle der Nachbarschaft: In Mietwohnungen können sich Motten schnell ausbreiten — sprich mit den Nachbarn.

Fazit

Das Lorbeerblatt ist kein Wundermittel, aber ein kluger, günstiger Baustein für deine Vorratshygiene. Richtig eingesetzt reduziert es das Risiko, und in Kombination mit Einfrieren, luftdichten Behältern und Fallen hast du gute Chancen, deine Mehlvorräte schadfrei zu halten.

Hast du das alte Hausmittel schon ausprobiert — oder schwörst du auf etwas anderes? Teile deine Erfahrung unten.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

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