Roboter-Staubsauger wirken inzwischen so alltäglich wie Kaffeefilter — aber lohnt sich die Anschaffung 2025 noch? Zwischen smarten Karten, Hybrid-Wischfunktionen und höheren Energiepreisen wird die Entscheidung komplexer. Ich habe in mehreren Wohnungen ausprobiert, Vergleiche angestellt und mit Verkäufern in MediaMarkt und Staubsauger-Services gesprochen. Hier ist, was für Sie wirklich zählt.
Warum das Thema gerade jetzt relevant ist
Die Technik ist reifer: LiDAR-Modelle, bessere Filter und längere Akkulaufzeiten sind Standard geworden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Komfort — Berufspendler, Haustierbesitzer und ältere Menschen wollen Sauberkeit ohne Zeitaufwand. Und ja, Energiekosten spielen eine Rolle, aber nicht so sehr, wie Sie denken.
Was die Zahlen sagen (kurz und praktisch)
- Preisspanne: Roboter 150–800 EUR, klassische Staubsauger 100–400 EUR (Marken: iRobot, Vorwerk/Kobold, Bosch, Xiaomi, Silvercrest bei Lidl).
- Energieverbrauch: Ein Roboter zieht beim Lauf typ. 20–50 Watt; ein Reinigungslauf kostet damit Bruchteile von einem Euro. Heißt: Strom ist selten der Knackpunkt.
- Wartung: Filter, Seitenbürsten, Hauptbürste und Akkus sind Verbrauchsteile. Ersatz kann jährlich anfallen, Kosten zwischen 20–150 EUR.

Vor- und Nachteile — kurz gefasst
Roboter — die Stärken:
- Automatische, tägliche Pflege: ideal gegen Krümel, Hundehaare, Feinstaub in viel frequentierten Bereichen.
- Sehr geringer Zeitaufwand für Sie; nützlich bei kleinem Haushalt oder Wohnung mit Hartböden.
- Viele Modelle lassen sich per App, Zeitplan und Sprachassistent steuern.
Roboter — die Schwächen:
- Schwierigkeiten mit tiefen Teppichen, engen Ecken und Treppen. Für gründliche Reinigung braucht es gelegentlich einen klassischen Sauger.
- Akkulebensdauer: nach 2–4 Jahren kann ein Akkutausch nötig werden.
- Höhere Reparaturkosten als bei einfachen Modellen konventioneller Staubsauger.
Konventioneller Sauger — die Stärken:
- Bessere Saugkraft für Teppiche, Polster und Ecken. Unverzichtbar bei Renovierungsschmutz.
- Günstiger in der Grundausstattung, einfache Reparaturen und längere Lebensdauer bei guten Marken (Vorwerk, Miele).
Konventioneller Sauger — die Schwächen:

- Sie müssen selbst Zeit investieren — für viele Berufstätige ein Entscheidungskriterium.
- Platzbedarf zur Lagerung kann bei kleinen Wohnungen stören.
Konkrete Kaufempfehlung: Wer sollte was wählen?
- Sie arbeiten viel, haben eine kleine bis mittelgroße Wohnung, Haustiere oder Allergien: Roboter ist oft die bessere Investition. Er reduziert Feinstaub und Haare täglich und spart Zeit.
- Sie besitzen große Häuser mit vielen Teppichen oder mögen sehr gründliche Reinigung: Kombinieren. Ein Roboter für die tägliche Pflege, ein klassischer Sauger für die Tiefenreinigung einmal die Woche.
- Budgetbewusst und selten zu Hause: Ein günstiger, leistungsstarker Zyklonstaubsauger erfüllt den Zweck; später kann ein Einstiegsroboter ergänzt werden.
Praktische Checkliste vor dem Kauf
- Prüfen Sie Navigation (LiDAR vs. Kamera), Akkulaufzeit (m² pro Ladung) und Saugleistung.
- Achten Sie auf HEPA-Filter, wenn Allergien relevant sind.
- Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Service in Deutschland (Vorwerk-/Bosch-Service vs. Importgeräte).
- Lesen Sie Testberichte zu Lautstärke und Zuverlässigkeit — ein teuerer Roboter, der stecken bleibt, bringt Frust.
- Nutzen Sie Sales (Black Friday, Weihnachten) — gute Modelle fallen oft um 20–30% im Preis.
Mein Fazit
Für die Mehrheit der Deutschen ist 2025 die Kombination aus Roboter und klassischem Sauger die sinnvollste Lösung: Der Roboter übernimmt die tägliche Pflege, der klassische Sauger die gründliche Arbeit. Wenn Sie nur eins wählen wollen: Entscheiden Sie nach Wohnsituation und Priorität — Zeit oder Tiefenreinigung. Ich persönlich würde in eine Mittelklasse-Roboter investieren und einen guten Hand- oder Bodenstaubsauger als Backup behalten.
Haben Sie Erfahrung mit einem bestimmten Modell oder eine Frage zu Ihrem Wohnungsgrundriss? Teilen Sie Ihre Meinung oder schreiben Sie, welches Gerät Sie gerade überlegen — ich antworte gern mit konkreten Empfehlungen.









