Spülmaschine oder Hand: Wer spart wirklich Geld?

Viele glauben, die gute alte Handwäsche sei günstiger — aus Gewohnheit oder weil das heiße Wasser direkt aus dem Boiler kommt. Die Realität ist komplexer: moderne Geschirrspüler sind oft sparsamer als gedacht, vorausgesetzt, man nutzt sie richtig. Ich habe Haushalte verglichen, Energiespartipps ausprobiert und ein paar Überraschungen entdeckt, die Sie beim nächsten Abwasch kennen sollten.

Kurzfassung vorab

Moderne Geschirrspüler (Miele, Bosch, Siemens) verbrauchen im Eco‑Programm oft nur 6–10 Liter Wasser pro Lauf und rund 0,7–1,2 kWh Strom. Handwäsche kann je nach Methode 20–80 Liter Warmwasser verbrauchen — und damit mehr Energie kosten, wenn das Wasser elektrisch oder gasbefeuert erhitzt wird. Entscheidend sind: Beladung, Programmwahl und Zustand des Geräts.

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Worauf Sie beim Vergleich achten müssen

  • Volle vs. halbe Beladung: Ein voller Geschirrspüler verteilt Energie und Wasser auf mehr Teile — das senkt die Kosten pro Teller deutlich.
  • Wassertemperatur und Erhitzungsart: Warmwasser aus dem Durchlauferhitzer ist teurer als aus einem effizienten Gas- oder Fernwärmesystem — das verändert die Bilanz.
  • Alter des Geräts: Ein 15 Jahre alter Geschirrspüler arbeitet oft deutlich ineffizienter als ein aktuelles Modell mit A–G‑Label.

Konkretes Rechenbeispiel (einfaches Modell)

Nehmen wir an: moderner Eco‑Spülgang verbraucht 10 Liter Wasser und 1 kWh Strom. Wenn Ihr Strom 0,35 €/kWh kostet, sind das 0,35 € plus ein paar Cent Wasser — sagen wir 0,05 € insgesamt ~0,40 € pro voller Ladung.

Handwäsche mit 30 Litern warmem Wasser (erwärmt um ~40°C) entspricht grob 1,2 kWh Energie — das wären bei 0,08 €/kWh Gas ca. 0,10 €; bei elektrischem Wassererwärmer aber ~0,42 €. Ergebnis: Beim elektrischen Boiler kann Handwäsche teurer sein als der Geschirrspüler; bei günstiger Gas‑ oder Fernwärme bleibt Handwäsche manchmal im Vorteil. Entscheidend ist also Ihre lokale Energiequelle.

Praktische Tipps, die wirklich sparen

  • Spülen Sie nicht unter fließendem Wasser vor. Grobe Reste wegschaben genügt.
  • Nutzen Sie das Eco‑Programm und starten Sie nur bei voller Beladung.
  • Achten Sie auf Kalk und Filter: Entkalken Sie regelmäßig, prüfen Sie Sprüharme. Ein sauberer Spüler bleibt effizient.
  • Wenn Sie viel Handwäsche machen: Füllen Sie das Becken statt laufen zu lassen, und verwenden Sie warmes Wasser nur für stark verschmutzte Teile.
  • Beim Neukauf: Achten Sie auf das Energie‑Label und Verbrauchswerte (Liter/Zyklus, kWh/Jahr). Modelle von regional bekannten Marken wie Bosch, Miele oder Siemens schneiden oft gut ab.

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Praxisbeispiel aus meinem Haushalt

Ich habe früher bei jeder Tasse sofort abgespült. Dann ein moderner Spüler Einzug — zwischenzeitlich probehalber nur per Hand gespült. Fazit: Der Geschirrspüler spart Zeit und oft auch Geld, wenn er voll läuft und das Eco‑Programm genutzt wird. Die Handwäscherei war nur dann günstiger, wenn ich bewusst mit wenig warmem Wasser gearbeitet habe.

Fazit

Pauschal gibt es keine Universallösung. In den meisten deutschen Haushalten mit elektrischem Boiler gewinnt der Geschirrspüler — vorausgesetzt, er ist modern und wird richtig beladen. Bei günstiger Gas- oder Fernwärme kann Handwäsche punkten, wenn Sie sparsam mit dem Warmwasser umgehen. Was zählt: messen, ausprobieren, anpassen.

Probieren Sie eine Woche lang beides (nur per Hand vs. nur Geschirrspüler) und notieren Sie Wasser- und Energieverbrauch — oft liefert das den besten Beweis. Teilen Sie Ihre Ergebnisse unten oder erzählen Sie, welche Marke bei Ihnen am sparsamsten ist.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

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