Diese Gießfehler töten Ihre Sukkulenten – und Sie merken es zu spät

Viele denken bei Sukkulenten an pflegeleichte Zimmerpflanzen, die man ab und zu gießt und vergisst. Das ist ein gefährlicher Mythos. Der häufigste Fehler ist nicht zu wenig Wasser, sondern genau das Gegenteil — und die Pflanze zeigt es oft erst, wenn es fast zu spät ist. Ich schreibe aus Erfahrung: Ich habe schon mehrere Lieblingsstücke durch gut gemeinte Fürsorge verloren.

Warum Überwässern so heimtückisch ist

Sukkulenten speichern Wasser in Blättern und Stämmen — das macht sie robust, aber auch anfällig für Wurzelfäule. Staunässe führt zu anaeroben Bedingungen, Pilze und Bakterien fressen die Wurzeln, und bevor Blätter vergilben, ist der Schaden oft tief im Topf.

Das Problem: die ersten Signale sind subtil — etwas weiche Blätter, leicht dunkle Stellen am Stamm. Wenn der Ballen schon schwammig ist, war das Gießverhalten über lange Zeit falsch.

Die häufigsten Gießfehler

  • Gießen nach Kalender: Pflanzen sind kein Terminplan. Jahreszeit, Temperatur und Licht bestimmen den Bedarf.
  • Keine Drainage: Töpfe ohne Löcher oder Untersetzer, die Wasser stauen, sind tödlich.
  • Falsches Substrat: Blumenerde hält zu lange Feuchtigkeit — Sukkulenten brauchen durchlässige Mischung.
  • Zu große Töpfe: Viel Erde = viel Wasserreserve. Ein zu großer Topf bleibt monatelang feucht.
  • Gießen bei schlechtem Licht oder Winterruhe: Pflanzen nehmen dann kaum Wasser auf.
  • Oberflächliches Besprühen: Nebel hilft bei Luftfeuchte, ersetzt aber kein gründliches Gießen und kann Schimmel fördern.

Konkrete Zeichen, dass es zu spät sein könnte

Weiche, durchscheinende Blätter, schwarzer Stammansatz, muffiger Geruch aus der Erde — das sind schlechte Nachrichten. Wenn beim Herausziehen der Pflanze viele Wurzeln matschig bleiben, sprechen wir von fortgeschrittener Fäule. In solchen Fällen ist schnelles, entschlossenes Handeln nötig.

Praktische Checkliste: So retten Sie Ihre Sukkulente

  1. Halten Sie das Gießen sofort an.
  2. Topf aus der Erde nehmen und Wurzeln untersuchen. Trockene, feste Wurzeln bleiben, weiche, braune oder schwarze Wurzeln entfernen.
  3. Schnittflächen mit sauberem Messer abschneiden; befallene Teile komplett entfernen.
  4. Pflanze an einem luftigen, schattigen Ort trocknen lassen — Wundheilung dauert 1–5 Tage.
  5. Frisches, schnelles Substrat (Kakteenerde oder Mischung mit Perlite/Sand) verwenden und in einen Topf mit Drainageloch umtopfen.
  6. In den ersten Wochen sparsam gießen; erst wenn neue Wurzeln sichtbar sind, wieder normal gießen.

Einige praktische Tricks aus dem Alltag

Ich kaufe meine Mischungen oft bei Dehner oder mische eigene Erde mit grobem Bims und Perlite — das nimmt Feuchtigkeit schnell weg. Terrakotta-Töpfe von OBI oder Bauhaus helfen zusätzlich, weil sie atmen. In Mietwohnungen in Berlin oder München beachte ich vor allem das Licht: an Nordfenstern brauchen Sukkulenten sehr selten Wasser.

Ein einfacher Test ersetzt teure Geräte: Heben Sie den Topf vor und nach dem Gießen. Ein leichter Topf ist trocken, ein schwerer enthält Wasser. Ein Holzstäbchen kann in die Erde gesteckt werden — bleibt es feucht, noch nicht gießen.

Vorsorge ist einfacher als Reparatur

Vorbeugen heißt: richtige Erde, Drainage, passende Topfgröße und saisonales Gießen. Vermeiden Sie automatische Bewässerungssysteme im Winter, und reduzieren Sie in der Ruhezeit drastisch die Wassermenge. Haben Sie mehrere Pflanzen, stellen Sie verdächtige Exemplare an einen eigenen Platz — Infektionen breiten sich schnell aus.

Wenn Sie möchten, nenne ich Ihnen gern konkrete Mischungsverhältnisse oder empfehle Produkte aus dem lokalen Baumarkt. Teilen Sie Ihre größten Pflegefehler in den Kommentaren — aus solchen Fehlern lernen wir am meisten. Speichern Sie den Artikel, falls Sie gerade eine Sukkulente retten müssen.

Arielle Zartiga
Arielle Zartiga

Ich bin Arielle Zartiga, eine Texterin, die Ideen in klare und Verkaufstexte verwandelt. Ich arbeite mit Websites, Mailings und Werbung: Ich helfe Marken dabei, eine Stimme aufzubauen, Aufmerksamkeit zu erregen und Conversions zu erhöhen.

Artikel: 1579

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert